Warum die KION-Aktie jetzt 5.000 Euro in 10.000 Euro verwandeln könnte

Ein STILL-Gabelstapler aus dem Hause Kion stapelt Waren in einem Lagerhaus
Foto: KION Group AG

KION (WKN: KGX888) ist als einer der führenden Gabelstapler-Konzerne bekannt. Sein eigener Anspruch ist jedoch, “The Supply Chain Solutions”-Unternehmen zu sein und den immer stärker automatisierten Welthandel mitzugestalten. Sinnvollerweise wurde das “Supply Chain Solutions”-Segment (Hauptmarke: Dematic) nun in Intelligent Automation Solutions (IAS) umbenannt, während die Flurförderfahrzeuge weiterhin unter Industrial Trucks & Services (ITS) laufen. Eine Menge frischer Wind also – das konnten wir 2025 auch in Bezug auf die KION-Aktie sagen.

Kion-Aktie: Automatisierung wird groß geschrieben

Der Ausbau des Technologiepartner-Ökosystems zeigt, wohin die Reise geht: Nach NVIDIA und Accenture ist nun auch der einstige Dematic-Mutterkonzern Siemens an Bord, um physische KI und digitale Zwillinge in die Intralogistik und den Warenumschlag zu bringen. Gemeinsam haben sie bereits große Fortschritte erzielt. Der Anteil der Zonen in großen Warenlagern, wo das Licht dank Vollautomatisierung ausgeschaltet bleiben kann, wird künftig stetig steigen.

Und die Nachfrage nach solchen Lösungen nimmt zu. Der Auftragseingang stieg bei IAS um 5 %, wodurch das Auftragsbuch um 11 % auf 2,7 Mrd. Euro angeschwollen ist. Da die Bestellungen schon das gesamte Jahr über stark waren, ist nun auch endlich beim Umsatz Schwung in das Geschäft gekommen: +17 % ggü. dem Vorjahr und sogar +19 % sequenziell auf 917 Mio. Euro. Das zähe Problem mit den unrentablen Altprojekten liegt nun fast im Rückspiegel und das bereinigte EBIT sprang um 35 % auf 57 Mio. Euro.

Dass der Wert nicht noch höher ausfiel, lag daran, dass KION seine Mitarbeiter am Erfolg beteiligt. Seit dem Tief von April 2025 hat sich der Kurs sich schließlich etwa verdoppelt. Seit Jahresbeginn ging es allerdings um etwa 17 % nach unten. Gibt es also auch Kritikpunkte?

Stagnation im Stapler-Segment

Die muss man wohl eher im umsatzstärkeren ITS-Segment suchen. Dort haben wir es mit Stagnation zu tun. Auftragsvolumen +1 %, Auftragswert -1%, Umsatz -5 % und bereinigtes EBIT sogar -21 %. Das Servicegeschäft wird als robust beschrieben, aber das war nicht ausreichend, um die fehlenden Truck-Bestellungen auszugleichen. Zwar sagt das Management, dass die Entwicklung so erwartet wurde, weil das Segment 2024 einen erhöhten Auftragsbestand aufgebaut hatte. Aber die schwächere Marge zeigt uns auch, dass das Management die Kostenstrukturen nicht vollständig anpassen konnte.


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Das könnte Sinn ergeben, wenn künftig wieder Schwung in das Geschäft kommt. Davon ist das Management allerdings heute nicht überzeugt. Für den Umsatz 2026 wird eine Spanne von -1 bis +6 % in Aussicht gestellt. Entsprechend läuft das Effizienzprogramm weiter, um trotz weitgehender Stagnation die bereinigte EBIT-Marge wieder in den Bereich von 10 % zu hieven.

Und weiter?

Da IAS mit 4 bis 14 % wachsen soll, bei ebenfalls deutlich steigender Marge, sollte bei Umsatz und EBIT auf jeden Fall ein Plus herausspringen auf Konzernebene. Beim freien Cashflow, der 2025 ein starkes Niveau von 709 Mio. Euro erreichte, wird hingegen mit einem Einbruch auf 430 bis 570 Mio. Euro gerechnet. Was denkt sich das Management dabei?

Zum einen werden weitere 100 Mio. Euro für das laufende Effizienzprogramm ausgegeben und zum anderen sind etwa 200 Mio. Euro für Akquisitionen vorgesehen. Mit strafferen Organisationsstrukturen, vereinfachten Arbeitsabläufen und einer technologischen Modernisierung sollen langfristig wirkende Potenziale gehoben werden. KION könnte dadurch nicht nur margenstärker, sondern auch noch agiler werden.

Die Prognose für die KION-Aktie

Was Zukäufe angeht, plant das Management um CEO Rob Smith zweigleisig: Im IAS‑Segment sollen kleinere Zukäufe rund um Automation, Robotik und Software die Orchestrierungs‑ und Integrationsfähigkeiten stärken, während im ITS-Segment vor allem Händlerübernahmen und der Ausbau des Netzwerks aus Leasing‑Standorten im Fokus stehen.

Damit kann man zusammenfassend sagen, dass KION für das Übergangsjahr 2025 seine moderaten Ziele erfüllt hat und 2026 wieder in den Wachstumsmodus schaltet. Ab 2027 wird es sowohl margentechnisch und technologisch als auch bzgl. des Marktangangs ein deutlich gestärkter Konzern sein – soweit die Strategieumsetzung wie geplant greift.

Es geht nun in Richtung 12 Mrd. Euro Umsatz. Beim bereinigten Betriebsgewinn (ab 2026) und dem freien Cashflow (ab 2027) dürfte die Marke von 1 Mrd. Euro übertroffen werden. 7,5 Mrd. Euro Marktkapitalisierung der KION-Aktie sind dafür nicht viel. Zumal sich die Bilanzsituation mittlerweile sehr robust darstellt und in den kommenden Jahren erhebliche Dividendensteigerungen wahrscheinlich sind.

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