10.000 Euro investieren, 299 Euro Dividende: Der ETF für ein lebenslanges passives Einkommen?!

Wenn du 10.000 Euro in einen ETF investierst und mit 299 Euro Dividende ein passives Einkommen generierst, so kann das durchaus attraktiv sein. Viele Indizes besitzen derzeit eher eine Ausschüttungsrendite zwischen 1 und 2 %. Hier würden wir entsprechend deutlich weniger erhalten.
Mit einem Dividenden-ETF ist ein etwas größerer Fokus natürlich möglich. Es ist jedoch wichtig, dass man nicht einfach einen Mix mit einer hohen Dividendenrendite kauft. Denn ansonsten laufen wir Gefahr, dass die Ausschüttungssumme je ETF-Anteil in einer schwachen Marktphase gesenkt wird. Wir müssen zudem darauf achten, dass die Auszahlungen nicht die einzige Rendite sind. Moderate Wertsteigerungen, idealerweise in Kombination mit einem leichten Dividendenwachstum, wären der Schlüssel für den Erfolg.
Es ist nicht leicht, den idealen Mix zu finden. Zumindest habe ich einen neuen ETF gefunden, der uns mit 10.000 Euro Einsatz 299 Euro Dividende zahlt. Ob er uns ein Leben lang ein passives Einkommen ermöglicht und eine gute Gesamtrendite beschert? Finden wir es heraus!
Der ETF, der mit 10.000 Euro 299 Euro Dividende zahlt!
Heute geht es um den VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF. Der Name ist ebenfalls Programm: Es geht um die sogenannten Leader unter den Aktien in entwickelten Ländern. Deren Dividenden müssen zwangsläufig nachhaltig sein und es muss konstante Zahlungen geben. Kürzungen führen zum Ausschluss aus der Liste. ESG ist hier ebenfalls mit dabei. Wobei wir das durchaus kritisch hinterfragen können, wenn wir später auf die vorhandenen Segmente achten.
Nun zu den Basics: Im VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF befinden sich 100 verschiedene Aktien. Der ETF bildet den zugrunde liegenden Index physisch nach. Zudem gibt es direkt eine Dividende, da der Passivfonds ausschüttend ist. Mit einer Gesamtkostenquote von 0,38 % finde ich den Mix relativ fair. Zumindest, wenn er hält, was er verspricht. In jedem Fall ist die Performance absolut solide: In den letzten fünf Jahren gab es neben den Ausschüttungen eine Wertsteigerung um 124 %. Das ist grundsätzlich eine solide Entwicklung.
Jetzt zu der Berechnung, die im Titel steht: Der ETF zahlte zuletzt 1,53 Euro je Fondsanteil an die Investoren aus. Bei einem Aktienkurs von 51,12 Euro liegt die Dividendenrendite bei 2,99 %. Oder, anders gesagt: Wer zu diesen Konditionen 10.000 Euro investiert, der erhält die besagten 299 Euro Dividende. Aber reicht der Mix für ein passives Einkommen, das ein Leben lang anhält?
Der Blick in die nähere Zusammensetzung
Dazu müssen wir uns detailliert die Zusammensetzung ansehen. Der Dividenden-ETF ist jedenfalls nicht uninteressant aufgebaut. Mit einem Anteil von 23,7 % bilden US-amerikanische Aktien zwar die größte Position. Im Vergleich zu vielen Welt-Indizes haben wir hier jedoch keinen Anteil von 60 % oder mehr. Die restlichen Regionen sind die Schweiz mit knapp über 10 %, sowie Frankreich und Großbritannien mit 9 beziehungsweise 8 %. Deutschland, Kanada, Japan und Australien sind mit jeweils 6 bis 7 % vertreten. Wir sehen hier also einen guten, regional verteilten Mix an Dividendenaktien. Ein klarer Pluspunkt, wobei die Summe der Einzelteile natürlich auch Rendite bringen muss.
Der Blick auf die Segmente zeigt ein leicht zyklisches Bild. So entstammen rund 31,8 % der Aktien aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen. Weitere 17,7 % sind hingegen Energie-Aktien. Das bedeutet, dass fast 50 % des Dividenden-ETFs in diesen beiden Segmenten beheimatet sind. Immerhin: Die eher defensive Pharmabranche bildet mit 12,6 % einen nicht so zyklischen Schwerpunkt. Auch Telekommunikationsunternehmen sind mit über 8 % enthalten. 20 % sind daher mindestens defensiv. Wir sehen dennoch ein hohes Maß an Konzentration in diesem Dividenden-ETF. Dessen sollte man sich bewusst sein, bevor man 10.000 Euro für 299 Euro Dividende investiert.
Zu guter Letzt zeigt der Blick auf die Top-Positionen sehr viel Dividenden-Elite. ExxonMobil ist zwar ein Ölkonzern und hier vermutlich im Energie-Segment enthalten. Mit 5,65 % nimmt der Dividendenaristokrat, der seit 43 Jahren die Dividende je Aktie erhöht, die größte Position ein. Es folgt Verizon Communications, ein Telekommunikationskonzern, der seit über zwei Jahrzehnten die Ausschüttungssumme je Aktie erhöht. Nestlé, Roche, Shell, Novo Nordisk, PepsiCo und die Allianz sind ebenfalls in den Top 10 enthalten, die rund 35 % des ETF einnehmen. Für mich ein durchaus solider Mix, der in seiner Gesamtheit schon sehr auf zuverlässige Ausschüttungen achtet.
10.000 Euro für 299 Euro Dividende: Ein lebenslanges passives Einkommen?!
Kommen wir nun daher zu einem Fazit. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF ist ein durchaus interessantes Konstrukt. Ich glaube schon, dass man mit 10.000 Euro solide 299 Euro Dividende erhalten kann. Besonders die qualitative Einzeltitelauswahl dürfte dafür sorgen, dass vieles für zumindest ein näherungsweise solides passives Einkommen spricht.
Dennoch sollten wir eines bedenken: Mit dem Finanz-Schwerpunkt und den Energie-Aktien besteht ein gutes Branchenrisiko. Sinkt der Ölpreis, dürfte der ETF deutlich fallen. Wir haben das in der Zeit des Coronavirus gesehen, als der ETF mit negativen WTI-Preisen plötzlich stark korrigiert ist. Im Endeffekt glaube ich daher, dass der Mix durchaus solide ist. Ob du 10.000 Euro investieren willst, bleibt aber deine Entscheidung.
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Vincent besitzt Aktien der Allianz, von Nestlé, Novo Nordisk und PepsiCo. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Allianz, von Novo Nordisk und PepsiCo.
