Das ist jetzt der Faire Wert der Berkshire Hathaway-Aktie!
Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) ist ein Unternehmen, das so konzipiert wurde, dass es auch noch in 50 oder sogar 100 Jahren florieren wird. Die dafür wichtigsten Punkte sind in der Unternehmenskultur verankert: Dezentralisierung, Fokus auf profitables Wachstum und exzellentes Risikomanagement. Diese Leitplanken werden auch in der Ära nach Warren Buffett bestehen bleiben. Was die neue Führung unter Greg Abel plant und was für Investoren der Berkshire Hathaway-Aktie wirklich zählt, erläutern wir jetzt.
Der Beginn einer neuen Ära
In seinem ersten Brief als CEO betont Greg Abel die Fortführung der von Warren Buffett und Charlie Munger geschaffenen Kultur. Er stellt klar, dass die Kernwerte von Berkshire – Dezentralisierung, Integrität und finanzielle Stärke – unantastbar sind. Ein zentrales Highlight ist das Bekenntnis zum Aktionär als Partner. Abel sieht seine Rolle primär als „Steward” (Verwalter) des Kapitals und fungiert gleichzeitig als Chief Risk Officer des Konzerns. Er betont, dass die Autonomie der Tochtergesellschaften gewahrt bleibt. CEOs von Berkshire-Unternehmen müssen keine bürokratischen Hürden oder kurzfristigen Ergebnisvorgaben fürchten.
Damit kommen wir zum Kernthema der Ertragskraft. Das operative Ergebnis belief sich im Jahr 2025 auf 44,5 Mrd. US-Dollar, was einem Rückgang von 6,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im Vergleich zum Durchschnitt der letzten fünf Jahre von 37,5 Mrd. US-Dollar stellt es jedoch ein Wachstum von 18,6 % dar und spiegelt die Stärke des Unternehmens besser wider als kurzfristige Veränderungen. Bei der Analyse des Gewinns vor Steuern zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Segmenten. So stieg der Vorsteuergewinn von BNSF (Eisenbahn) um 7,9 % auf 7,2 Mrd. US-Dollar. Dies ist vor allem auf eine verbesserte betriebliche Effizienz und den Wegfall von Einmalbelastungen aus dem Vorjahr (wie dem SMART-TD-Arbeitskampf) zurückzuführen.
Weitere Segmentergebnisse
Die Sparte Industrieprodukte verzeichnete ein starkes Plus von 13,1 % auf 6,8 Mrd. US-Dollar. Besonders Precision Castparts (PCC) glänzte durch eine Erholung des Luftfahrtsektors und operative Exzellenz – und das, obwohl ein wichtiges Werk abgebrannt war. Der Gewinn von BHE (Energie) stieg leicht um 2,2 % auf 2,34 Mrd. US-Dollar. Dieser Anstieg wurde durch geringere Rückstellungen für Waldbrandschäden bei PacifiCorp im Vergleich zum Vorjahr gestützt.
Andererseits sanken die Gewinne im Versicherungsgeschäft. Trotz der milden Hurrikan-Saison fielen die versicherungstechnischen Gewinne geringer aus. Sinkende Preise im Rückversicherungsmarkt und steigende Schadenkosten dämpften das Ergebnis. So sank das Underwriting-Ergebnis um 19,5 % auf einen Nettogewinn von 7,258 Mrd. US-Dollar. Hinzu kam, dass die Investitionen nur einen niedrigen Einnahmen von 8,5 % auf 12,5 Mrd. US-Dollar erzielten, da die Zinsen für kurzlaufende Anleihen (-11,9% bei Investment Income) und Dividendenerträge (-2,2% bei Investment Income) zurückgingen. Im Bereich Bauprodukte sank der Vorsteuergewinn um 3,9 % auf knapp 4 Mrd. US-Dollar. Dies ist auf eine schwächere Nachfrage im Wohnungsbau und allgemeinen Preisdruck zurückzuführen. Das Gesamtergebnis wurde zudem durch eine massive vorsteuerliche Abschreibung von 8,25 Mrd. US-Dollar auf die Beteiligungen an Kraft Heinz und Occidental belastet.
Die wichtigsten Bilanzkennzahlen
Operativ, also ohne Abschreibungen und unrealiserte Kursgewinne bzw. -verluste, war es ein gutes Jahr mit einer Ertragskraft von knapp 44,5 Mrd. US-Dollar. Eine solche Ertragskraft erreichen nur die wenigsten Unternehmen.
Ein zentrales Thema ist die finanzielle Resilienz. Berkshire hält inzwischen mehr als 370 Mrd. US-Dollar in bar und in US-Schatzbriefen. Diese Liquidität wird als „trockenes Pulver“ für Krisenzeiten oder außergewöhnliche Gelegenheiten angesehen. Abel betont zudem die Bedeutung der japanischen Beteiligungen sowie die Rolle des „Floats“ der Versicherungsunternehmen, der auf 176 Mrd. US-Dollar angewachsen ist. Dieser ist um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr und um genau 100 % in den letzten 10 Jahren gewachsen. Langfristig zielt das Unternehmen auf die Maximierung des inneren Wertes pro Berkshire Hathaway-Aktie ab.
Der Blick auf Strategie, Rückkäufe und Dividenden
Die Strategie bleibt diszipliniert. Es wird nur in Unternehmen mit dauerhaften Wettbewerbsvorteilen und integriertem Management investiert. Im Jahr 2025 wurden OxyChem (Chemie) und Bell Laboratories (Schädlingsbekämpfung) erworben. Bell Labs wird als „perfektes“ Berkshire-Investment beschrieben: Es ist einfach zu verstehen, wird dauerhaft benötigt und ist margenstark. Leider ist das Unternehmen etwas klein, es könnten aber noch größere Investments folgen.
Bei den Aktienrückkäufen und Dividenden bleibt alles beim Alten. Berkshire kauft nur dann eigene Berkshire Hathaway-Aktien zurück, wenn diese unter dem konservativ geschätzten inneren Wert gehandelt werden. Solange das Kapital intern wertsteigernder verwendet werden kann, werden weiterhin keine Dividenden gezahlt.
Zusammenfassend zeigt der Bericht ein Unternehmen, das trotz seiner Größe agil bleibt und unter der neuen Führung von Greg Abel strikt an den bewährten Prinzipien von Warren Buffett festhält.
Unser Fazit zur Berkshire Hathaway-Aktie
Auch unter neuer Führung bleibt Berkshire Hathaway ein Dauerläufer in einem Depot von langfristigen Investoren. Mit einem aktuellen Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,55 liegt die Bewertung der Berkshire Hathaway-Aktie im fairen Bereich und ist nur leicht höher als der Schnitt (1,42x) seit 2006.
Wir haben eine aufwendige Summe-aller-Teile-Bewertung durchgeführt und kommen unter Berücksichtigung der Tochterfirmen, die knapp 47,5 % des Endwertes ausmachen, sowie des Portfolios an Cash und Schatzbriefen mit 28,3 % und des Aktienportfolios mit 24,2 % zu einem fairen Wert von 605 US-Dollar je B-Aktie von Berkshire Hathaway.
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