Novo Nordisk: Keine Lobby für gute Nachrichten!

Die Aktie von Novo Nordisk (WKN: A3EU6F) hat einfach keine Lobby. Weniger Wachstum, eine schwächere Prognose für 2026 und besonders der Konkurrenzdruck von Eli Lilly (WKN: 858560) im Adipositas-Markt bremsen derzeit die Performance. Die Anteilsscheine pendeln um die Marke von 30 Euro herum. Vor wenigen Jahren kosteten sie noch 100 Euro mehr!
In Teilen ist es daher berechtigt, dass Novo Nordisk nicht in der Gunst der Investoren schwelgt. Meiner Meinung nach geht der Pessimismus aber mittlerweile zu weit. Nicht nur wegen der geringen fundamentalen Bewertung. Sondern auch, weil offensichtlich gute Neuigkeiten wirkungslos verpuffen. Sehen wir uns das an: Am 19. März dieses Jahres präsentierten die Dänen eigentlich spannende News!
Novo Nordisk: Gute Nachrichten, keine Lobby!
Die Unternehmensmeldung von Novo Nordisk vom 19. März besagte, dass ein neues mögliches Medikament in Phase II der klinischen Studien eigentlich gute Daten erzielt hat. Novo UBT251 (das neue Mittelchen) erzielte in klinischen Studien und im Rahmen eines 24-Wochen-Tests eine Reduktion des Langzeit-Blutzuckerwertes HbA1c in Höhe von 2,16 %. Die Datengrundlage bildete eine Studie mit chinesischen Probanden über den besagten Zeitraum. Es hat außerdem einen Gewichtsverlust von 16 bis 17 % gegeben. Wobei die Studie nicht auf Adipositas abzielte, sondern auf die Behandlung von Diabetes.
Novo UBT251 ist ein sogenannter Triple-Agonist. Das bedeutet, dass es drei Rezeptoren gleichzeitig stimulieren soll. Vor allem im Diabetes-Markt stehen sie für die neuesten Generationen möglicher Medikamente. Der Vergleich mit Eli Lilly zeigt zudem: Novo Nordisk ist offenbar besser. Denn auch Eli Lilly besitzt mit Retatrutid einen Triple-Agonisten, der sich bereits in Phase III der klinischen Studien befindet, aber den HbA1c-Wert um 1,7 bis 2,0 % nach 40 Wochen reduzieren konnte. Der Wirkstoff von Novo Nordisk wirkt augenscheinlich schneller und stärker. Eigentlich eine gute Neuigkeit für die Aktie der leidgeplagten Dänen.
Warum reagieren die Anteilsscheine von Novo Nordisk daher nun verhalten? Das könnte damit zusammenhängen, dass Retatrutid schneller ist und voraussichtlich ein bis anderthalb Jahre eher zur Marktreife geführt werden könnte. Möglicherweise konzentriert sich der Aktienmarkt auch einfach nur auf den Adipositas-Markt, der für mehr neues Potenzial einsteht. Ich finde es jedenfalls bemerkenswert, wie sehr wir hieran ablesen können, dass Novo Nordisk keine Lobby hat.
Bewertung und vergleichbare Neuigkeiten!
Fangen wir vielleicht mit einem guten Beispiel an, wo die Anleger bei Novo Nordisk bedeutend verhaltener reagiert haben. Mit Wegovy besitzen die Dänen seit Jahresanfang ein erstes orales Abnehmprodukt auf dem Markt. Eli Lilly hat hier zeitlich das Nachsehen. Euphorie? Keineswegs. Die Aktie fällt weiter, während die von Eli Lilly steigt. Auch bei CagriSema gab es mit einer geringeren Wirksamkeit von etwa 10 % kein Mitgefühl vom Markt. Der Abnehm-Markt gehört offenbar einfach Eli Lilly. So zumindest mein Empfinden mit Blick auf den aktuellen Markt.
Mit Novo UBT251 hat Novo Nordisk nun jedenfalls einen wirksamen möglichen Nachfolger für Wegovy und Ozempic im Diabetes-Segment präsentiert. Die Ergebnisse deuten auf einen deutlich stärker gesenkten Blutzuckerspiegel hin. Quittiert das der Markt? Nein. Er gibt Novo Nordisk nicht einmal die Chance, sich in seinem eigentlichen Kernmarkt Diabetes weiterhin qualitativ und führend durchzusetzen.
Das sehen wir ebenfalls an der fundamentalen Bewertung. Die Aktie von Novo Nordisk wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 10 bei einer Dividendenrendite von deutlich über 5 % gehandelt. Und Eli Lilly? Deren Aktie besitzt ein KGV von 40 bei einer Dividendenrendite von nicht mal 1 %. Ich sehe jedenfalls, dass der Markt die beiden Aktien vollkommen anders bewertet. Anders auf Neuigkeiten, positive wie negative, reagiert. Das ist meiner Meinung nach deutlich übertrieben. Denn die Schlagzeilen rund um Novo UBT251 zeigen, dass der dänische Konzern weiterhin seinen führenden Anspruch in der Diabetes-Therapie verteidigt. Etwas, das der Aktienmarkt derzeit einfach nicht honoriert.
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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Novo Nordisk.
