Novo Nordisk: Was bis zum Jahre 2036 alles passiert

Ein Thermometer liegt auf einem Berg an Medikamenten, Arzneien und Pillen.
Foto: Pixabay via Pexels

Bei der Aktie von Novo Nordisk (WKN: A3EU6F) konzentrieren wir uns als Investoren aktuell gerne auf die kurzfristigen Perspektiven. Das Management prognostiziert für das Geschäftsjahr 2025 einen leichten operativen Rückgang. Umsatz und Gewinn dürften um 5 bis maximal 13 % einbrechen. Wobei die Prognose besser ausfallen könnte, wenn es Überraschungen gibt. Besser und Novo Nordisk? Ja, ja. Ich verstehe in Anbetracht der Nachrichtenlage deine Skepsis.

Mittelfristig bremst Eli Lilly viele Erwartungen. Die Mittel des US-amerikanischen Konzerns wirken derzeit einfach besser. Zwar liegen sie mit ihrer eigenen Abnehmpille zeitlich weiter hinten. Novo Nordisk hinkt aber mit CagriSema bei den Produkten des US-Konzerns um rund 2 % hinterher, wenn es um die Wirksamkeit selbst über 84 Wochen geht. Es ist die berühmt-berüchtigte Nasenlänge, die der Wettbewerber vor den Dänen liegt.

Ich möchte dir nicht in die Negativ-Parade grätschen. Aber eines solltest du nicht vergessen: Und zwar, was bis zum Jahre 2036 so alles passieren kann. Blicken wir heute mal wirklich langfristig in die Zukunft. Novo Nordisk und Eli Lilly werden bis dahin vollkommen andere Unternehmen sein. Oder es sein müssen. Die Karten werden bis dahin noch einmal komplett neu gemischt.

Novo Nordisk: Bis zum Jahre 2036 laufen allein die Patente wieder aus

Betrachten wir zunächst die aktuellste Generation an Medikamenten: Die Patente von Produkten wie Ozempic oder auch Wegovy dürften bis zum Jahre 2031 oder spätestens 2034 auslaufen. Der Patentschutz greift in der Regel für zehn Jahre. Das bedeutet, dass sich Novo Nordisk bis dahin neu erfinden muss. Die gute Nachricht ist: Mit CagriSema oder auch Amycretin hat der dänische Konzern bereits eine neue Generation in der Pipeline. Es müssen aber auch neue Produkte in der Pipeline reifen, um eine breitere Basis an Produkten zu ersetzen.

So bedrohlich das auch klingen mag: Auch für die Produkte von Eli Lilly gelten ähnliche Patentzeiten. Für Zepbound dürfte der Patentschutz ebenfalls im Januar des Jahres 2036 auslaufen. Beide Pharmakonzerne werden bis dahin also neue Produkte auf dem Markt haben müssen, mit denen sie den Abnehmmarkt aufrollen. Wer dann die Nase vorn hat? Ehrlich gesagt: Ich würde mich nicht einmal dahingehend festlegen wollen, wer bis zum Jahre 2031 das führende Produkt lanciert hat. Die Produktentwicklung endet schließlich nicht heute mit Wegovy, Ozempic, CagriSema, Amycretin, Mounjaro oder Zepbound. Wir werden in den nächsten zehn Jahren daher sehr viele Schlagzeilen zu Studien und Ergebnissen neuer Präparate bekommen. Meine These ist, dass Novo Nordisk durchaus aus den aktuellen Studien und Produkten lernen kann und bessere Resultate einfährt.


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Im Endeffekt werden sowohl Eli Lilly, als auch Novo Nordisk bis zum Jahre 2036 vollkommen andere Konzerne sein. Sie besitzen dann andere Produkte, andere Hoffnungsträger und eine ganz andere Pipeline. Misserfolge wird es wohl bei beiden Konzernen geben. Aber es besteht auch die Chance, dass sich dieser Markt mit seinem prognostizierten Volumen von über 100 Mrd. US-Dollar noch einmal vollkommen verändert.

Diabetes bleibt auch das Fundament bis zum Jahre 2036

Die zweite wichtige Erkenntnis ist meiner Meinung nach, dass Novo Nordisk bis zum Jahre 2036 noch immer ein starkes Standbein im Diabetes-Segment haben wird. Auch hier gilt, dass die heutigen Produkte wie Ozempic und Wegovy natürlich mit Blick auf ihre Patente auslaufen. Es benötigt daher neue Generationen, neue Patente und idealerweise bessere Produkte. Möglich ist, dass Novo Nordisk bis zu diesem Zeitpunkt orale Produkte mit Langzeitwirkung etabliert hat. Das würde auch diesen Markt gegebenenfalls neu aufmischen.

Der springende Punkt ist jedoch: Novo Nordisk besitzt im Diabetes-Segment ein weitgehend stabiles Standbein. Das ist das eigentliche Fundament. Hier existieren ebenfalls viele Umsatzmöglichkeiten. Diabetes wächst bis zum Jahre 2045 auf über 700 Mio. Patienten. Das Umsatzpotenzial dürfte bis zum Jahre 2035 bei 150 Mrd. US-Dollar liegen. Der dänische Pharmakonzern besitzt daher allein hier die Möglichkeit, Umsatz und Gewinn pro Jahr um 5 % zu steigern, wenn man Marktanteile gewinnt oder neue regionale Märkte mit passenden Produkten wie einer oralen Therapie erobert.

Wir dürfen daher nicht vergessen, dass sich für Novo Nordisk nicht alles um Adipositas-Produkte dreht. Die Patente, Diabetes und ein sich konsequent wandelndes Geschäft, das Novo Nordisk aber durch orale Alternativen konsequent vorantreibt, gehören ebenso dazu.

Novo Nordisk: KGV von knapp über 10 & 4,9 % Dividende!

Die Aktie von Novo Nordisk wird bei einem Aktienkurs von 237 Dänischen Kronen gerade einmal mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 10 gehandelt. Hinzu kommt, dass bei einer Dividende je Aktie von 11,60 Dänischen Kronen die Dividendenrendite bei 4,9 % liegt. Ob das im Jahre 2036 noch der Fall sein wird? In einem wandelbaren Markt bin ich hier jedenfalls skeptisch und glaube eher, dass sich die Bewertung normalisiert.

Natürlich bleibt das Pharma-Segment immer etwas spekulativ. Es kann auch anders kommen. Neue Produkte können scheitern. Das Chance-Risiko-Verhältnis erscheint mir aktuell aber sehr attraktiv. Vor allem im Vergleich zu Eli Lilly, dem Wettbewerber, der gerade jetzt nach Perfektion bepreist wird.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Novo Nordisk.



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