33 Gründe, dir die Shelly-Aktie heute anzusehen

Eine Frau und ein Kind verbinden eine Smartwatch mit dem Internet, darüber ein großes WLAN-Empfangs-Symbol
Foto: Ron Lach via Pexels

Die vorläufigen Zahlen hatten es ja schon angedeutet, aber jetzt ist es auch „offiziell“: Die Shelly Group (WKN: A2DGX9), Produzent von Geräten für das Internet of Things, ist ausgezeichnet ins (inzwischen nicht mehr ganz so neue) Jahr gekommen. Die Shelly-Aktie ist in den letzten drei Jahren von rund 14 Euro auf nun knapp unter 60 Euro gestiegen – kann man mal so machen!

Shelly-Aktie: Das erste Quartal im Detail

Der Umsatz stieg um 25,9 % auf 33,3 Mio. Euro. Besonders kräftig stieg die DACH-Region, die mit 57 % das Kerngebiet von Shelly darstellt. Hier erzielte die Gruppe 19,1 Mio. Euro und damit 49 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Im restlichen Europa ging der Umsatz um 10 % auf 10,5 Mio. Euro zurück. Dies sei laut Co-CEO Wolfgang Kirsch auf einen Sondereffekt in Q1 2025 zurückzuführen und werde sich im weiteren Jahr nicht fortsetzen. Der Rest der Welt (und hier insbesondere die USA und Australien) legte um 86 % auf 3,7 Mio. Euro zu.

Operative Verbesserungen führten zu einem überproportionalen Anstieg des EBIT um 30,4 % auf 8,6 Mio. Euro. Die EBIT-Marge legte um 90 Basispunkte auf 25,9 % zu. Unterm Strich steht ein Gewinn von 7,5 Mio. Euro (plus 33,5 %). Das dicke Gewinnwachstum ist aktuell ein Hauptgrund für die starke mittelfristige Performance der Shelly-Aktie.

Sehr erfreulich ist die Entwicklung des freien Cashflows, der trotz Investitionen in Wachstum und eine neue automatisierte Fabrik in Plovdiv, Bulgarien, um 77,5 % auf 6,4 Mio. Euro verbessert werden konnte. Hintergrund sind hier Verbesserungen bei der Struktur und den Laufzeiten der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Per Ende März betrug die Eigenkapitalquote 82 % und die liquiden Mittel stiegen im Vergleich zum Jahresende 2025 um 44,4 % auf 19,8 Mio. Euro.

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Das sind Zahlen, die sich sehr gut lesen. Im operativen Geschäft konnte Shelly sein Netzwerk an Profi-Partnern ausbauen. Per Ende März bestand es aus 6.700 Installateuren, von denen 1.400 alleine in Q1 2026 gewonnen wurden.

So möchte das Smart-Home-Unternehmen weiter wachsen

Im laufenden Quartal sollen Kameras für die Innenräume, Fußbodensensoren und weitere Produkte auf den Markt gebracht werden. Im zweiten Halbjahr stehen unter anderem neue Türschlösser sowie eine KI-gesteuerte Außenkamera auf dem Programm. Ohnehin spielt KI bei Shelly eine große Rolle, sowohl bei der Verbesserung der eigenen Arbeitsabläufe als auch als Angebot für die Kunden.

Ein wesentliches Thema ist für Shelly die Monetarisierung seiner Kunden. Die Shelly-Plattform spielt dabei eine immer wichtigere Rolle, auch zur Kundenbindung. Ende Juni möchten die Bulgaren die schon genannte Außenkamera auf den Markt bringen, die mit KI-Funktionen ausgestattet ist. Diese können vollumfänglich nur im Rahmen eines kostenpflichtigen Abos auf der Plattform genutzt werden. Dies ist der erste Schritt in diese Richtung und der Vorstand ist sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird.

Die Aktionäre erhalten wieder eine eher symbolische Dividende von voraussichtlich 10 Cent je Shelly-Aktie. Damit sollen, so Kirsch, die „treuen bulgarischen Aktionäre“ belohnt werden. Vermutlich meint er damit die beiden Firmengründer, von denen einer der andere Co-CEO ist und die zusammen gute 50 % aller Aktien halten.

So könnte es für die Shelly-Aktie weitergehen

Die Prognose für das gesamte Jahr 2026 wurde bestätigt: Der Umsatz soll zwischen 195 und 205 Mio. Euro liegen und das EBIT zwischen 47 und 52 Mio. Euro.

Das ist ein sehr schönes Ergebnis, wie wir es bei unserer Empfehlung erwartet haben. Das Unternehmen ist auf dem Weg, seine eigenen hohen Ziele zu erreichen. Die Shelly-Aktie hat sich von ihren Tiefstständen bei deutlich unter 50 Euro wieder erholt; wir halten sie wegen der starken Ergebnisse aber dennoch für aussichtsreich.

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