Warum die Intuit-Aktie langfristig 5.000 Euro in 20.000 Euro verwandeln könnte

Programmiercode auf einem Laptop-Bildschirm
Bild: Christina Morillo via Pexels

Intuit (WKN: 886053) entwickelt Softwarelösungen für Steuererklärungen, Buchhaltung und persönliche Finanzen und gehört mit Produkten wie TurboTax, QuickBooks und Credit Karma zu den wichtigsten Softwareanbietern in diesem Bereich. Für langfristig orientierte Anleger bleibt die Intuit-Aktie besonders interessant, weil Intuit ein sehr stabiles Geschäftsmodell, starke Cashflows und einen breiten Wettbewerbsvorteil mit langfristigem Wachstum kombiniert – und das bei einer derzeit deutlich reduzierten Bewertung.

Intuit-Aktie: Wie läuft es fundamental?

Operativ lieferte Intuit jedoch auf ganzer Linie ab. Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 10 % auf 8,56 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis legte um 8 % auf 4,02 Mrd. US-Dollar zu. Auf bereinigter Basis lag das operative Ergebnis sogar bei 4,68 Mrd. US-Dollar, ebenfalls ein Plus von 8 %.

Auch beim Gewinn setzte sich die starke Entwicklung fort. Der Nettogewinn lag bei rund 3,1 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 11,09 US-Dollar je Intuit-Aktie. Das entspricht einem Wachstum von 11 % gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um 10 % auf 12,80 US-Dollar.

So entwickelten sich die Segmente

Besonders stark bleibt weiterhin das Business-Segment. Der Bereich Global Business Solutions wuchs insgesamt um 15 %. Das Online Ecosystem legte sogar um 19 % zu. Ohne den Effekt von Mailchimp lag das Wachstum dort sogar bei starken 22 %.

Aber auch das Consumer-Geschäft entwickelt sich weiterhin solide. Insgesamt stieg dieser Bereich um 8 %. Besonders positiv fiel erneut Credit Karma auf, das um 15 % wuchs. TurboTax legte ebenfalls solide um 7 % zu.

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Insgesamt erreicht Intuit inzwischen rund 100 Mio. Kunden weltweit. Das zeigt die enorme Reichweite und Stärke der Plattformen des Unternehmens.

KI gehört bei Intuit fest dazu

Sehr wichtig bleibt außerdem die Entwicklung im Bereich Künstliche Intelligenz. Intuit gehört aus unserer Sicht klar zu den Gewinnern der KI-Entwicklung und positioniert sich aktiv als Enabler. Das Unternehmen investiert massiv in sogenannte domain-spezifische KI und baut seine „AI-driven expert platform“ konsequent weiter aus.

KI wird dabei nicht als Risiko für das Geschäftsmodell gesehen, sondern aktiv genutzt, um die bestehenden Produkte besser zu machen und neue Marktsegmente zu erschließen. Besonders im Mid-Market-Bereich sieht das Unternehmen weiteres Potenzial. Vor allem bei TurboTax, QuickBooks und Credit Karma werden KI-Funktionen immer stärker integriert.

Die Strategie „AI plus human expertise“ wirkt dabei aus unserer Sicht sehr überzeugend. Intuit kombiniert also künstliche Intelligenz mit menschlicher Beratung und Expertise, statt ausschließlich auf Automatisierung zu setzen.

Intuit wird stärker wachsen als gedacht

Auch der Ausblick für das Gesamtjahr 2026 wurde angehoben. Das Management erwartet nun einen Umsatz zwischen 21,34 und 21,37 Mrd. US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 13 bis 14 %. Beim bereinigten Gewinn je Intuit-Aktie rechnet Intuit inzwischen mit 23,80 bis 23,85 US-Dollar, was einem Wachstum von etwa 18 % entspricht.

Die angehobene Prognose zeigt, wie hoch das Vertrauen des Managements in die eigene operative Entwicklung weiterhin ist.

Unser Fazit zur Intuit-Aktie

Aus unserer Sicht bleibt Intuit deshalb eines der qualitativ stärksten Softwareunternehmen überhaupt. Das Unternehmen liefert erneut operative Exzellenz mit starkem Wachstum im Business-Segment, solider Entwicklung im Consumer-Bereich und klaren Fortschritten bei KI.

Hinzu kommen eine starke Bilanz, exzellente Cashflows und ein sehr breiter Burggraben rund um die Kernprodukte des Unternehmens.

Der Kursrückgang der Intuit-Aktie nach den Zahlen wirkt deshalb eher wie eine typische kurzfristige Marktüberreaktion als ein operatives Problem. Für langfristig orientierte Investoren sehen wir Intuit weiterhin als einen der attraktivsten Qualitätswerte im Softwarebereich und als langfristiges Asset.

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