Diese Aktie kaufe ich jetzt, bevor sie ein Dividendenaristokrat ist!

Ob es sich bei einer Aktie um einen Dividendenaristokraten handelt oder nicht, ist für meine Investitionsthese eigentlich unerheblich. Das Merkmal spiegelt zwar ein wenig die Zuverlässigkeit bei der Dividende wider. Es sagt jedoch wenig über das Geschäftsmodell oder die Bewertung aus.
Im Moment sehe ich jedoch eine Aktie, die kurz davorsteht, ein Dividendenaristokrat zu werden. Sie ist gerade jetzt preiswert, unternehmensorientiert interessant und bietet ein attraktives Potenzial für ein passives Einkommen.
Um die Katze direkt aus dem Sack zu lassen: Es handelt sich hierbei um Fuchs (WKN: A3E5D5). Mit 24 jährlichen Dividendenerhöhungen dürfte im kommenden Jahr der Status als adeliger Ausschütter erreicht werden. Blicken wir jedoch zuerst auf das Unternehmen und das Wachstum selbst, ehe wir die Bewertung und die Dividende in den Fokus rücken.
Fuchs: Die Aktie, die bald ein Dividendenaristokrat wird!
Hinter Fuchs steckt ein Unternehmen, das aus dem Segment der Chemiebranche entstammt. Bereits das ist überaus interessant. Denn die Branche gilt als zyklisch mit schwankenden Umsätzen und Gewinnen, je nach konjunktureller Lage. Dass Fuchs es geschafft hat, in diesem Marktumfeld die Dividende 24 Jahre in Folge zu erhöhen, zeigt, wie besonders dieses Geschäftsmodell ist. Es handelt sich auch um keinen „klassischen“ breiten Chemiekonzern, sondern um einen Hersteller von Spezialchemie.
Spezialchemie sind hierbei vor allem Schmierstoffe, die in der Automobilindustrie eingesetzt werden. Oder im Maschinenbau die Reibung reduzieren. Fuchs hat es sich zur Aufgabe gemacht, gerade für größere Kunden und Geschäftsbereiche immer passende Lösungen zu erarbeiten. Das macht das Unternehmen so unique: dass man es sich zur Aufgabe macht, spezielle Lösungen für jeden Kunden im Bereich der Spezialchemie zu kreieren. Dieser Ansatz führt dazu, dass das Geschäft deutlich weniger zyklisch ist, als die Chemiebranche im Allgemeinen. Denn solche Stoffe werden eigentlich immer benötigt.
Deshalb konnte Fuchs im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 den Umsatz erneut um 1 % im Jahresvergleich auf 934 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs sogar um 16 % auf 125 Mio. Euro, wohingegen das Ergebnis je Aktie von 0,58 Euro auf 0,69 Euro kletterte. Ein solches Wachstum ist überaus attraktiv. Die Spezialisierung führt hier zu einem sehr robusten Geschäftsmodell, das eben im kommenden Jahr im Status eines Dividendenaristokraten münden dürfte.
Eine attraktive Dividende zu einer günstigen Bewertung!
Fuchs besitzt als angehender Dividendenaristokrat dabei eine attraktive Bewertung. Die Stammaktie notiert aktuell bei 33,15 Euro, wohingegen die Vorzugsaktie bei 39,22 Euro liegt. Gemessen am 2025er Gewinn je Aktie von 2,33 Euro je Stammaktie und 2,34 Euro je Vorzugsaktie liegen die Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) bei 14,2 und 16,7. Kleiner Hinweis: Im Moment wäre die Stammaktie mein klarer Favorit, weil die Vorzüge leicht teurer sind. Deshalb betrachten wir im Weiteren lediglich die Stämme.
Die Stammaktie zahlte in diesem Jahr eine Dividende je Aktie von 1,22 Euro aus. Dieser Wert würde bei den aktuellen Aktienkursen einer Dividendenrendite von 3,7 % entsprechen. Ein attraktiver Wert, der weiter wachsen dürfte. Das Ausschüttungsverhältnis ist mit 52 % im Geschäftsjahr 2025 sehr moderat. Der Gewinn je Aktie im ersten Quartal reicht bereits aus, um mehr als die vergangene Dividende zur Hälfte zu bezahlen. Mit der Vision FUCHS100 soll das EBIT von Fuchs bis zum Geschäftsjahr 2030 auf 550 bis 600 Mio. Euro klettern. Ausgehend von 435 Mio. Euro in 2025 dürfte ein Wachstum von bis zu 38 % in den nächsten Jahren möglich sein. Meine These: Das dürfte auch die Dividende je Aktie weiter klettern lassen. Die 3,7 % Dividendenrendite sind daher nicht das Ende der Fahnenstange bei dem Dividendenaristokraten.
Fuchs Petrolub erhöhte in den letzten zehn Jahren die Dividende je Aktie durchschnittlich um etwa 4,2 % pro Jahr. Rein rechnerisch könnte damit die Dividendenrendite in weiteren zehn Jahren bis auf 5,8 % wachsen. Eine spannende Perspektive, die Fuchs als angehender Dividendenaristokrat meiner Meinung nach erfüllen kann.
Fuchs: Ich kaufe die Aktie jetzt (erneut) als angehenden Dividendenaristokrat!
Hinter Fuchs steckt daher meiner Meinung nach eins: ein moderat wachsendes und beinahe defensives Geschäftsmodell in einer eigentlich zyklischen Branche. Das macht den Dividendenaristokraten so interessant. Die Bewertung spiegelt mit einem KGV von 14 und 3,7 % Dividendenrendite bei der Stammaktie eher die Zyklizität wider. Die aber eigentlich nicht vorhanden ist. Deshalb lege ich mir die Aktie jetzt ins Depot und halte einfach an ihr fest. Ein moderates Wachstum und eine steigende Dividende dürften meiner Meinung nach langfristig zu einer guten Rendite führen.
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Vincent besitzt Aktien von Fuchs. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Fuchs.