Starke 3,4% Dividende, starker Kurs: Warum sich der Blick auf die Deutsche Bank 2x lohnt!

Skyline von Frankfurt mit Hochhäusern bei Nacht
Foto: David Mark via Pixabay

Die Deutsche Bank (WKN: 514000)  hat ein Problem, das Anleger gerne haben: Das Geschäft läuft besser, die Aktie vervielfacht sich, bleibt aber auf den ersten Blick weiter günstig.

Gab es früher Krisen in Serie und stetig fallende Kurse, sieht die Lage heute komplett verdreht aus. Die spannende Frage ist deshalb nicht mehr nur, ob die Deutsche Bank ihre Krise hinter sich gelassen hat. Entscheidend ist, ob der Markt die verbesserte Ertragskraft bereits ausreichend einpreist.

Deutsche Bank: Rekordgewinn trifft auf Milliarden für die Aktionäre

Die Zahlen sprechen zunächst eine klare Sprache. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Nachsteuergewinn um neun Prozent auf 4,1 Mrd. Euro. Die Erträge legten ebenfalls zu und erreichten 17,2 Mrd. Euro ein Plus von 5 %. Für das Gesamtjahr hält die Deutsche Bank an ihrem Ziel von rund 33 Milliarden Euro Erträgen fest.

Auch bei der Profitabilität geht es voran. Die Rendite auf das materielle Eigenkapital, kurz RoTE, kletterte im zweiten Quartal auf 11 %. Gleichzeitig verbesserte sich die Aufwand-Ertrag-Relation auf 63 %. Das ist wichtig, denn bei Banken entscheidet nicht allein das Umsatzwachstum, sondern die Kapitaleffizienz und Risikorendite.

Und je besser die bilanzielle Situation, desto mehr Kapitalrückführung darf erwartet werden. Die Deutsche Bank hat diesbezüglich ihr Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro abgeschlossen, das nächste Programm über 500 Millionen Euro läuft bereits. Für 2026 strebt die Bank insgesamt eine Ausschüttungsquote von 60 % an.

Damit wird die Bewertung interessant. Bei einem KGV von 9,8, einem KBV von 0,93 und einer Dividendenrendite von rund 3,4 Prozent wirkt die Aktie auf Basis dieser Kennzahlen vergleichsweise günstig. Besonders das KBV unter eins fällt ins Auge: Der Börsenwert liegt damit unter dem bilanziellen Eigenkapital je Aktie. 

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Dabei wollten nur wenige die Aktie in der Vergangenheit zum halben KBV kaufen – zu hoch schienen die bilanziellen Risiken. Angesichts hoher Zinsen dürfte sich aber das Umfeld für Finanzaktien weiter verbessern. 

Bleibt die höhere Profitabilität nachhaltig, könnte genau hier zusätzliches Potenzial entstehen. Denn steigt die Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital, wird es schwieriger, einen dauerhaften Abschlag auf den Buchwert zu rechtfertigen.

Warum die günstige Bewertung trotzdem kein Selbstläufer ist

Ganz ohne Risiken kommt die Investmentstory allerdings nicht aus. Banken reagieren empfindlich auf Konjunktur, Zinsentwicklung, Kreditausfälle und regulatorische Veränderungen. Zudem sind die Kosten noch nicht vollständig unter Kontrolle: Die zinsunabhängigen Aufwendungen stiegen im ersten Halbjahr um drei Prozent auf 10,5 Milliarden Euro, die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erhöhte sich um 9 %. Gleichzeitig investiert die Bank weiter in Technologie, Personal und ihr Geschäftsmodell.

Auch die starke Kapitalposition muss im Blick bleiben. Mit einer harten Kernkapitalquote von 13,9 Prozent liegt die Deutsche Bank zwar innerhalb ihrer Zielspanne von 13,5 bis 14,0 Prozent. Doch genau diese Kapitalquote begrenzt auch den Spielraum für weitere Ausschüttungen, sollte das wirtschaftliche Umfeld schwieriger werden.

Fazit: Bei der Deutschen Bank lohnt der zweite Blick

Die Deutsche Bank ist heute eine andere Aktie als noch vor einigen Jahren. Rekordgewinne, eine RoTE von 11 %, eine solide Kapitalquote und milliardenschwere Aktienrückkäufe sprechen für eine deutlich stärkere operative Basis.

Mit einem KGV von 9,8, einem KBV von 0,93 und rund 3,4 % Dividendenrendite erscheint die Aktie für 2026 zumindest auf den ersten Blick attraktiv bewertet. Das macht sie nicht automatisch zum Schnäppchen – aber zu einem Wert, bei dem sich genaueres Hinsehen lohnen kann.

Wer Aktien wie die Deutsche Bank beurteilen will, sollte deshalb nicht bei einem einzigen Bewertungskennwert stehen bleiben. Gerade bei Banken entscheidet das Zusammenspiel aus Bilanzqualität, Eigenkapitalrendite, Bewertung und Kapitalrückführung.

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Frank besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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