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Deutsche Bank – Das Ende der Verluste, aber trotzdem der Anfang vom Ende

Foto: Pixabay

Die Deutsche Bank (WKN: 514000) bringt gemischte Zahlen heraus. Es lässt sich darüber streiten, ob es mittelfristig gut aussieht für das deutsche Finanzinstitut, für langfristige Investoren gibt es in der Zukunft aber noch eine Menge potentiellen Ärger.

Hier sind zwei positive und zwei negative Aspekte, die man von den neuen Zahlen mitnehmen kann.

Top 1: Die Verlustzone ist vorerst überwunden

Die gute Nachricht ist, dass die Deutsche Bank zumindest wieder einen Gewinn zu verbuchen hat. Im zweiten Quartal wurden 20 Millionen Euro erwirtschaftet und alle Geschäftsbereiche waren profitabel.

Analysten hatten für das Quartal eine enorme Spanne an Gewinn bzw. Verlust vorhergesagt und im Durchschnitt kam das Ergebnis nicht überraschend. Auch wenn der Trend in die richtige Richtung geht, gibt es für zukünftige Gewinne noch viele Hürden und es wird sicherlich noch große Schwankungen geben.

Top 2: Das Management setzt den Rotstift an

Die Deutsche Bank ist sich bewusst, dass sie langfristig ihre Kostenstrukturen deutlich verschlanken muss und Aktionäre sollten mit Freude sehen, dass der Trend bereits in die richtige Richtung geht.

Es sollen einige Filialen geschlossen werden und es heißt, die Restrukturierung der Bank „betrifft rund 3.000 Stellen“, was natürlich übersetzt bedeutet, dass man bereit ist, einen Teil der Belegschaft zu entlassen, um gegen die hohen Fixkosten anzukämpfen. Es wurde kürzlich sogar betont, dass man dazu bereit ist, noch drastischere Maßnahmen zu ergreifen, wenn das die Situation fordert.


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Flop 1: Die Bank ist noch immer kein sicheres Finanzinstitut

Nach Rügen von den amerikanischen Finanzbehörden und deutlicher Warnungen vom IWF war die Deutsche Bank in den letzten Monaten immer wieder aus den falschen Gründen in den Schlagzeilen und es kam erneut die Frage auf, welches Risiko das Finanzinstitut für die Weltwirtschaft darstellt.

Bei den dringenden Sanierungsbemühungen kommt man bisher langsamer voran als geplant. Die Kernkapitalquote von 10,8 % wird sich doch erst im zweiten Halbjahr verbessern, wenn die geplante Veräußerung der Hua Xia Bank-Beteiligung umgesetzt wird.

Flop 2: Nur noch Indexfonds halten der Bank die Treue

Bei den vielen Diskussionen um den Aktienkurs der Deutschen Bank wird oftmals vergessen, dass die Aktie zwar schon enorm tief gefallen ist, aber immer noch Potenzial hat weiter zu fallen.

Eine der letzten Stützen der Deutschen Bank-Aktie ist, dass sie noch in vielen Indizes enthalten ist und somit automatisch durch die Zuflüsse von Index-Trackern gekauft wird. Aktive Investoren machen derzeit einen großen Bogen um die Aktie und falls sie aus wichtigen Indizes herausfällt, könnte es noch eine Stufe tiefer mit dem Aktienkurs gehen.

Der Anfang vom Ende

Langfristig habe ich große Zweifel daran, dass die Deutsche Bank wieder an alte Erfolgszeiten anknüpfen kann. Bevor die große Umstrukturierung geschafft ist, wird wahrscheinlich schon die Konkurrenz von Tech-Unternehmen und anderen Finanzinstituten Druck auf die Gewinnmargen ausüben und für die Aktionäre dürfte kaum etwas übrig bleiben.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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