Trotz Umsatzwachstum und 30 % Marge: Darum steigt die Sartorius-Aktie nicht

In einem Labor stehen Reagenzgläser mit cyanblauer Flüssigkeit
Foto: Chokniti Khongchum via Pexels

Wir setzen bei dem Göttinger Laborzulieferer Sartorius (WKN: 716563) und der Sartorius-Aktie darauf, dass die Gesundheitsbranche im Allgemeinen und die Biopharma-Sparte im Speziellen langfristig wachsen – und damit die Nachfrage nach hochspezialisierten Laborprodukten des Unternehmens wie Bioreaktoren, Filtrationssystemen und Laborwaagen zunimmt.

Nachdem Sartorius in den Jahren nach der Pandemie mit dem Wegfall der Corona-Sonderkonjunktur sowie einem unsicheren, weniger risikoaffinen Marktumfeld zu kämpfen hatte (was zu schrumpfenden Umsätzen und Margen führte), geht es seit Ende 2024 wieder aufwärts. Im Jahr 2025 legte der währungsbereinigte Umsatz um 7,6 % zu, während die EBITDA-Marge auf 29,7 % kletterte.

Sartorius-Aktie: Wie läuft es aktuell?

Fast identische Werte erreichte Sartorius nun im ersten Quartal 2026: Der währungsbereinigte Umsatz stieg um 7,5 %, die EBITDA-Marge lag erneut bei 29,7 %. Getrieben wurde das Wachstum vor allem durch die hohe Nachfrage nach Verbrauchsmaterialien und Services (wie Filtern, Schläuchen, Nährmedien oder der Wartung von Anlagen). Der Absatz neuer Maschinen stockt zwar weiterhin, für den weiteren Jahresverlauf wird hier jedoch eine Verbesserung prognostiziert. Die Mitte 2025 abgeschlossene Übernahme des Spezialisten für 3D-Mikrogewebedruck, MITEK, trug zusätzliche 0,5 % zum Umsatzwachstum bei.


va-Q-tec
+216,96%
Cloudflare
+355,79%
MercadoLibre
+1603,70%
The Trade Desk
+371,80%
ATOSS Software
+127,01%


Cloudflare
+355,79%
MercadoLibre
+1603,70%
va-Q-tec
+216,96%
The Trade Desk
+371,80%
ATOSS Software
+127,01%

Bei der EBITDA-Marge, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahezu konstant blieb, gab es keine Überraschungen. Dass der Gewinn je Sartorius-Aktie dennoch um 2 % sank, ist auf höhere Abschreibungen im Zuge des globalen Kapazitätsausbaus zurückzuführen. Das Management sprach insgesamt von einem „positiven Start ins Jahr“ und bestätigte die Prognose für 2026, die ein Umsatzwachstum von 5 bis 9 % sowie eine EBITDA-Marge von über 30 % vorsieht.

Was wir daraus ziehen

Für sich genommen sind die Zahlen solide und deutlich besser als in den Krisenjahren 2023 und 2024, in denen die Prognosen regelmäßig gesenkt werden mussten. Gemessen an der Bewertung der Sartorius-Aktie – mit einem KGV von 37 (Stammaktie) bzw. 45 (Vorzugsaktie) – erscheint uns das aktuelle Wachstum jedoch noch zu gering. Wir setzen weiterhin darauf, dass die Dynamik in der Biopharmabranche mittelfristig anzieht und Sartorius somit in seine Bewertung hineinwächst.

Investieren wie ein Profi: Mit diesen Kennzahlen meisterst du jede Aktienanalyse!

Wenige Kennzahlen – maximaler Durchblick: In unserem exklusiven Sonderbericht zeigt dir Aktienwelt360-Chefanalyst Florian König, wie du mit 15 clever ausgewählten Bilanzkennzahlen jedes Unternehmen im Handumdrehen durchleuchtest.

Lerne, wie das Wälzen trockener Zahlen zur spannenden Schatzsuche für smarte Anleger werden kann. Praxisnah, fundiert und überraschend einfach erklärt – in unserem Sonderbericht „15 Bilanzkennzahlen, die dich zu einem besseren Anleger machen”.

Jetzt lesen und deinen Investment-Kompass schärfen!

Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Sartorius.



Das könnte dich auch interessieren ...