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NVIDIA erwartet, dass der Krypto-Umsatz im nächsten Quartal abstürzen wird

Halbleiter-Chip auf Leiterplatte
Foto: Getty Images

Am Donnerstagabend meldete der Grafikchip-Riese NVIDIA (WKN:918422) die Ergebnisse des ersten Quartals. Trotz der rückläufigen Nachfrage aus dem Krypto-Mining verzeichnete das Unternehmen auf breiter Front ein solides Wachstum.

Hier ein Blick auf das erste Quartal des Geschäftsjahres 2019 von NVIDIA.

NVIDIAs Ergebnisse für das erste Quartal: Die nackten Zahlen

Kennzahl

Q1 2018

Q1 2017

Veränderung im Jahresvergleich

Umsatz

3,21 Milliarden USD

1,94 Milliarden USD

66 %

Reingewinn

1,24 Milliarden USD

507 Millionen USD

145 %

GAAP-Gewinn pro Aktie (verwässert)

1,98 USD

0,79 USD

151 %

Datenquelle: NVIDIA.

Was ist mit NVIDIA in diesem Quartal passiert?

  • NVIDIA verzeichnete in fast allen Segmenten und Zielmärkten ein komfortables Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Die Tegra-Prozessoren erzielten einen Umsatzzuwachs von 33 %, während die größeren Grafikprozessoren (GPUs) um 77 % zulegten.
  • Der Umsatz im Gaming-Segment stieg gegenüber dem Vorjahr um 68 %, was 54 % der Gesamteinnahmen von NVIDIA entspricht. Die Umsätze im Rechenzentrumsbereich stiegen um 71 %, und das OEM-Segment, das Produkte speziell für das Mining umfasst, stieg um 148 % auf 387 Mio. US-Dollar (289 Mio. US-Dollar des Umsatzes kamen von den Krypto-Produkten).
  • Ein auffälliger Nachzügler war der Automotive-Computing-Markt, wo die Umsätze nur um 4 % stiegen. Dieses Segment befindet sich in einer Phase moderaten Wachstums, aber einer großen Erweiterung der Plattform hinter den Kulissen. Laut den Kommentaren von CFO Colette Kress während einer Telefonkonferenz mit den Analysten arbeiten mittlerweile mehr als 370 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit der autonomen Fahrplattform von NVIDIA. Diese Projekte sollten zu gegebener Zeit zu echten Umsätzen marktreifer Produkte führen, aber momentan ist es ein Geduldsspiel.

Was das Management zu sagen hatte

Die Nachfrage nach den Kryptowährungen stieg im ersten Quartal so stark an, dass NVIDIA Maßnahmen ergreift, um den Gaming-Markt vor dem Verschlingen aller Grafikkarten durch Krypto-Miner zu schützen. Allerdings, laut Kress, kommen diese Umsätze schnell wieder zurück:


The Trade Desk
+371,80%
ATOSS Software
+127,01%
MercadoLibre
+1603,70%
Cloudflare
+355,79%
va-Q-tec
+216,96%


MercadoLibre
+1603,70%
Cloudflare
+355,79%
ATOSS Software
+127,01%
va-Q-tec
+216,96%
The Trade Desk
+371,80%

Die Nachfrage nach den Kryptowährungen war wieder stärker als erwartet, aber wir konnten den größten Teil davon mit krypto-spezifischen GPUs erfüllen, die mit 289 Millionen US-Dollar in unserem OEM-Geschäft enthalten sind. Dadurch konnten wir den überwiegenden Teil unseres begrenzten Gaming-GPU-Angebots für die Gamer schützen. Mit Blick auf das zweite Quartal erwarten wir einen kryptospezifischen Umsatz von etwa einem Drittel des Q1-Niveaus.

Ein Blick in die Zukunft

Das Management von NVIDIA hat folgende Zielvorgaben für das zweite Quartal formuliert:

  • Der Umsatz sollte bei 3,1 Milliarden US-Dollar liegen, etwa 40 % über dem Vorjahreswert.
  • Die Bruttomargen nach GAAP bewegen sich in Richtung 63,3% , und damit runter von 64,5 % in Q1, aber höher als 58,4 % im zweiten Quartal des Vorjahres.
  • Unterm Strich wird erwartet, dass die GAAP-Gewinne ihre 151-prozentige Steigerung gegenüber dem Vorjahr bei etwa 1,98 US-Dollar pro verwässerter Aktie fortsetzen werden.

Zu diesen Zielen gehört der Blick auf die Krypto-Umsätze, aber das Management geht davon aus, dass die große Popularität der First-Person-Shooter Fortnite und PlayerUnknown’s Battlegrounds stark bleiben wird. Das klingt nach einer vernünftigen Annahme.

Langfristig sieht NVIDIA die ansprechbaren Rechenzentrumsmärkte von 30 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf mindestens 50 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2023 wachsen, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach Tools für künstliche Intelligenz und Datenanalyse.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt NVIDIA.

Dieser Artikel wurde von Anders Bylund auf Englisch verfasst und am 08.05.2018 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.



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