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Die Datagroup-Aktie erobert nun die USA

Uncle Sam USA
Foto: Getty Images

Der deutsche IT-Outsorucing-Spezialist Datagroup (WKN: A0JC8S) hat seit Börsengang im Jahr 2006 eine faszinierende Erfolgsgeschichte gefeiert. Von einem Umsatz von weniger als 30 Mio. Euro ging es auf über 300 Mio. Euro hoch. Auch an der Datagroup-Aktie ging diese Erfolgsgeschichte nicht spurlos vorbei. Erst kürzlich erreichten die Papiere ein neues Allzeithoch bei 71,20 Euro. Der einstige Ausgabekurs im Jahr 2006 betrug gerade einmal 2,80 Euro. Und nun will das schwäbische Unternehmen unter Führung von Gründer und Mehrheitsaktionär Max Schaber die USA erobern. Aber keine Angst, auch wenn man in Übersee neue Investoren begeistern möchte, bleibt das Unternehmen seiner auf Deutschland ausgerichteten Strategie weiter treu.

Nächster Stopp für die Datagroup-Aktie: New York, Chicago und Salt Lake City

Erst kürzlich begrüßte man mit Peter Schneck einen zusätzlichen Vorstandsvorsitzenden am Datagroup-Stammsitz in Pliezhausen. Schneck ist seitdem verantwortlich für die Investorenbeziehungen und das anorganische Wachstum – eine Aufgabe, die zuvor wahrscheinlich Max Schaber verantwortete, da es kein eigenständiges Vorstandsressort hierfür gab. Und es scheint, als ob die zusätzlichen Vorstandskapazitäten gleich genutzt werden.

Berlin, Frankfurt am Main, Madrid, Paris, München, London, Stockholm, Kopenhagen, Helsinki, Cannes, Wien, Stuttgart, Zürich, Warschau, Dublin, Köln, Düsseldorf und Heidelberg: Das waren die letztjährigen Stationen für Investorenveranstaltungen der Datagroup. Das klingt zwar nicht nach schwäbischer Provinz, aber auch nicht nach der wirklich großen weiten Welt.


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Im Jahr 2020 wird sich das nun aber ändern. Der Reiseplan der Investorenkonferenzen enthält mit Stationen in New York, Chicago und Salt Lake City ganze drei Stopps in Nordamerika. Nachdem man sich in den letzten Jahren also auf Europa konzentrierte, versucht man im neuen Jahr nun, mit einer USA-Roadshow neue Investoren zu erreichen. Für alle Datagroup-Aktionäre sollte das ein gutes Zeichen sein. Denn je mehr potente Investoren man von der Kapitalmarktstory der Datagroup-Aktie überzeugen kann, umso besser für den Kurs.

Das hilft aber natürlich nur, wenn man langfristig dann auch das liefert, was man einst versprochen hat. Bei den gemachten Versprechungen konzentriert man sich aber wohl auch weiterhin auf den Heimatmarkt Deutschland. Zum Glück, wie ich finde.

Das Unternehmen konzentriert sich hoffentlich noch lange auf den Heimatmarkt Deutschland

Vielleicht mag diese rein deutsche Story für den einen oder anderen Investor zu wenig ambitioniert klingen, sie erleichtert Datagroup aber die derzeitige Arbeit ungemein. Denn anstatt sich mit dem ressourcenfressenden und oftmals nicht von unmittelbarem Erfolg gekrönten Eintritt in neue Märkte herumzuschlagen, konzentriert man sich auf die großartigen Chancen hier in Deutschland.

Aber keineswegs, weil man in Pliezhausen keine großen Ambitionen hat. Datagroup ist überzeugt davon, mit seinen Outsourcing-Services alleine in Deutschland rund 5.000 Kunden erreichen zu können. Beim Ziel, jährlich rund 20 Neukunden zu gewinnen, reicht dieses Marktpotenzial noch lange aus, um sich ausschließlich auf den deutschen Markt zu konzentrieren.

Hinzu kommen unzählige Möglichkeiten, durch die Übernahme kleinerer IT-Spezialisten das bestehende Produktportfolio zu ergänzen. Und im Anschluss den bestehenden Kunden immer größere Leistungspakete verkaufen zu können. Die drei Wachstumssäulen – Neukundengewinnung, Cross-Selling und Akquisitionen – begründeten den vergangenen Erfolg und dürften ganz ohne Auslandsgeschäfte ausreichen, zumindest in die Nähe der  ambitionierten Umsatzziele von bis zu 500 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2020/2021. Dennoch sind Investoren aus Übersee natürlich trotzdem gerne gesehen.

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Sven besitzt Aktien von Datagroup. The Motley Fool empfiehlt Datagroup.



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