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DAX bei 4.600 Punkten: Diese Aktien tragen dazu bei!

Foto: Getty Images

Der DAX hat in diesen Tagen ein historisch niedriges Level erreicht. Gegenwärtig beläuft sich das Punkteniveau auf 4.600 Zähler, wobei das natürlich der Kursindex ist. Doch auch der bekanntere Bruder des Leitindex, der Performanceindex, gerät in diesen Tagen mächtig ins Straucheln. Zum Donnerstag dieser Woche hat das Börsenbarometer schließlich die Marke von 10.000 Punkten nach unten durchbrochen.

Doch welche Aktien tragen maßgeblich zu diesem Abverkauf bei? Eine spannende Frage, der wir im Folgenden mal etwas näher auf den Grund gehen wollen.

SAP: Börsengewicht 10 %

Eine erste Aktie, die maßgeblich zu einem Ab- oder auch Aufschwung beiträgt, ist dabei die von SAP (WKN: 716460). Der Grund hierfür ist eigentlich recht simpel: Mit einem Indexgewicht von 10 % macht der hiesige Dienstleister im Bereich der Unternehmenssoftware bereits einen großen Anteil an unserem heimischen Leitindex aus.

Dabei korrigierten die Anteilsscheine von SAP ebenfalls ordentlich. Innerhalb des letzten Monats sank das Kursniveau von 129,14 Euro auf die aktuellen Notierungen von 94,90 Euro (12.03.2020, maßgeblich für alle Kurse), was unterm Strich einem Minus von mehr als 25 % entspricht. Wie gesagt: SAP ist für den Abverkauf stark mitverantwortlich.

Allerdings möglicherweise auch für den kommenden Aufschwung. Als Software-as-a-Service-Dienstleister und Cloudanbieter verfügt das DAX-Schwergewicht schließlich über ein starkes und stabiles Geschäftsmodell mit Zukunftspotenzial. Sobald das Coronavirus der Vergangenheit angehört, besteht hier eine solide Möglichkeit für einen Rebound. Das sollten Investoren nicht vergessen.

Allianz: 8,7 % Börsengewicht

Eine zweite Aktie, die ebenfalls für den Abverkauf mit in die Verantwortung gezogen werden kann, ist die der Allianz (WKN: 840400). Der Anteil am DAX beläuft sich hier auf ca. 8,7 %, somit ist auch das Schicksal des Münchener Versicherers maßgeblich für die Performance des Leitindex. Zusammen kommen die beiden Schwergewichte beinahe auf ein Fünftel der Gesamtperformance. Das sollten Investoren hier generell im Hinterkopf behalten.


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Wie auch immer: Die Allianz hat in den letzten Tagen ebenfalls bedeutend korrigiert. Von einem Kursniveau von knapp über 230 Euro ging es dabei auf derzeit ca. 163 Euro hinab. Das entspricht einem starken Abverkauf von fast 30 % innerhalb dieses kurzen Zeitraums.

Allerdings gilt auch hier: Ein Turnaroundpotenzial ist grundsätzlich vorhanden. Der operative Alltag ist und bleibt voraussichtlich stark, die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,6 und einer Dividendenrendite von fast 6 % vergleichsweise preiswert. Im kommenden Aufschwung und sofern die Allianz ihren operativen Mojo nicht verliert, besteht hier eine hervorragende Chance für einen starken Rebound.

Deutsche Bank: Minus 45 % in einem Monat

Zu guter Letzt ist auch die Deutsche Bank (WKN: 514000) ein Kandidat, der für die schlechte Performance verantwortlich gewesen ist. Aufgrund des Jahre und Jahrzehnte andauernden negativen Laufs beläuft sich der Anteil des Geldhauses am DAX zwar auf vergleichsweise geringen 1,4 %. Dafür ist die Performance der Bank jedoch wirklich schwach gewesen. Bedeutend schwächer als der Gesamtmarkt.

Von einem Kursniveau von 9,99 Euro ging es auf derzeit 5,53 Euro hinab, was einem Einbruch von fast 45 % entspricht. Möglicherweise auch hier erst die Spitze des Eisbergs. Da die EU und die EZB womöglich in den Krisenzeiten eine weitere Lockerung der Geldpolitik anstreben, könnten die Zeiten für Banken noch schwieriger werden. Ein Ausweg aus der aktuellen Marktlage ist und bleibt jedenfalls schwer vorhersehbar.

Günstig ist manchmal einfach nicht günstig genug und zumindest in der Vergangenheit hat das Geldhaus bewiesen, dass dieser Spruch hier leider zutreffend ist. Ob sich hieran mittel- bis langfristig etwas ändern wird, bleibt abzuwarten.

Durchwachsene Performer, (teilweise) operative Stärke!

Wie wir mit Blick auf den DAX (egal ob die Kurs- oder die Performancevariante) feststellen können, gibt es einige Schuldige, die wir für das schlechte Abschneiden verantwortlich machen können. Da bei SAP und Allianz jedoch die Investitionsthesen intakt sind, gibt es hier gleichzeitig ein starkes Aufholpotenzial. Das sollten Investoren bei all der Skepsis, die den Markt derzeit angeht, nicht vergessen.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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