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BASF-Aktie nach Q2-Zahlen: Dividende jetzt endgültig in Gefahr?

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Foto: BASF SE

Die Aktie von BASF (WKN: BASF) schlug sich eigentlich recht wacker seit dem Tiefpunkt im Corona-Crash. Mit den Anteilsscheinen ging es zuletzt im Juli von ca. 38,50 Euro hinauf auf 53,60 Euro. Das entsprach einem Plus von 39 %. Eine in etwa marktübliche Performance im Zuge des freundlicheren Gesamtmarktes.

Doch waren die Investoren hier zu voreilig? Fest steht jedenfalls: Als DAX-Chemiekonzern hat das Coronavirus das Zahlenwerk belastet. Das zweite Quartal, das stand eigentlich schon im Vorfeld fest, ist dabei ein Zeitraum gewesen, in dem sich das zeigen dürfte.

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Jetzt hat BASF Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und die schlechte Erwartungshaltung erfüllt. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen sollten. Sowie, ob die zuletzt eigentlich sehr stabile Dividende endgültig in Gefahr sein könnte.

Das zweite Quartal im Überblick

Wie wir mit Blick auf die aktuellen Zahlen feststellen können, sind wesentliche Kennzahlen rückläufig gewesen. Das fängt dieses Mal sogar bereits beim Umsatz an: Dieser sank im Jahresvergleich nämlich um 12 % auf 12,68 Mrd. Euro.

Besser wird es auch nicht bei den Ergebniszahlen, ganz im Gegenteil: Das EBIT vor Sondereinflüssen liegt bei 226 Mio. Euro, nach einem Vorjahreswert von 995 Mio. Euro. Das generelle EBIT liegt sogar bloß bei 59 Mio. Euro, nach 507 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern ist mit -878 Mio. Euro sogar in der Verlustzone gelandet. Wobei ein negativer, belastender Sondereffekt auf den DEA-Wintershall-Deal zu einem ordentlichen Verlust geführt hat. Aber immerhin: Das führt unterm Strich zu einem Ergebnis je Aktie von -0,95 Euro. Ein sehr schwaches Zahlenwerk, das das Ausmaß des Coronavirus verdeutlicht.

Für das dritte Quartal scheint das Management alles andere als optimistisch zu sein: Man rechne mit keiner wesentlichen Verbesserung, wie es im Kontext dieser Zahlen heißt. Das wiederum zeigt sehr eindeutig: Das Geschäftsjahr 2020 ist definitiv durchwachsen. Oder gelaufen. Das wiederum könnte Auswirkungen auf die Dividende haben.

Die Dividende in Gefahr?

Wie wir mit Blick auf die vorherigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 bereits sehen, ist das Ausschüttungsverhältnis mit einem Wert von 110 % gemessen am Gewinn hoch und nicht mehr nachhaltig gewesen. Jetzt ist BASF im zweiten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Das belastet insgesamt das erste Halbjahr. Und das wiederum zeigt: Mit dem Ausschüttungsverhältnis dürfte es nicht besser werden. Ganz im Gegenteil.

Das Management hat die Dividende für das nächste Jahr innerhalb dieses Zahlenwerks nicht erwähnt. Auf der Dividendenseite des DAX-Chemiekonzerns steht inzwischen keine Aussage mehr, dass Konstanz und ein moderates Wachstum Priorität besitzen. Das könnte ein alarmierendes Zeichen für Investoren sein.

Zumal sich die Situation nicht verbessert. Womöglich auch nicht über das Geschäftsjahr 2020 hinaus. Die zuletzt ausgeschütteten 3,30 Euro je Aktie könnten daher das Limit sein. Vielleicht wird es sogar eine Kürzung geben, die in Anbetracht der Ergebnisse eine logische Konsequenz wäre.

Es läuft derzeit einfach nicht

Beim DAX-Chemiekonzern BASF läuft es derzeit einfach nicht. In Anbetracht des Coronavirus ist diese Entwicklung allerdings absehbar gewesen. Dass das zweite Quartal mit Ergebnisrückgängen ausfallen wird, damit haben die Investoren gerechnet. Allerdings ist es die Aussicht, die derzeit trübe stimmt. Und auch ein Fragezeichen hinter die zuletzt stabilen Dividenden setzt. Ja, womöglich hat BASF in diesem Jahr zunächst ein letztes Mal stabil ausgezahlt. Zumindest sollten sich Einkommensinvestoren auf ein solches Szenario vorbereiten.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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