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Gazprom-Aktie & Nord Stream 2: Positives Statement!

Foto: Gazprom

Beim Themenkomplex Gazprom (WKN: 903276) und Nord Stream 2 hat es zuletzt wieder etwas Uneinigkeit gegeben. Die Inhaftierung des Kreml-Kritikers Nawalny hat zu Forderungen nach Sanktionen geführt. Sowie die Diskussion um die EU-Pipeline weiter angestachelt.

Besonders bemerkenswert dabei: Aus verschiedenen politischen Lagern gab es dabei zuletzt konträre Meinungen. Ja, möglicherweise auch solche, die gegen die eigenen Erwartungshaltungen gegangen sein dürften.

Jetzt hat es augenscheinlich allerdings ein Machtwort vonseiten der Regierung und der Spitzenpolitik zum Thema Nord Stream 2 gegeben. Hier ist, was Foolishe Investoren dazu wissen sollten.

Bundesregierung: Positiv zu Nord Stream 2!

Wie am Anfang dieser Woche bekannt geworden ist, scheint die Bundesregierung weiterhin am Bau und dem Betrieb von Nord Stream 2 festhalten zu wollen. Ein direkter Zusammenhang zwischen dem Bau von Nord Stream 2 und der Inhaftierung des Kreml-Kritikers Nawalny bestehe demnach nicht, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag bereits bestätigte.

Die Haltung der Bundesregierung bezüglich der EU-Pipeline habe sich daher nicht geändert, was auf eines hindeutet: Der Bau soll weiterhin stattfinden. Sowie Nord Stream 2 kurz- bis mittelfristig zur Deckung des hiesigen Energiebedarfs beitragen. Das hängt augenscheinlich auch damit zusammen, dass die Regierung dieses Projekt in erster Linie aus einem wirtschaftlichen Blickwinkel betrachtet und nicht unbedingt politisch.

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Definitiv ein spannendes Statement, das zumindest die Haltung von deutscher Seite klarstellen dürfte. Die Diskussionen werden jedoch trotzdem nicht abreißen. Weder auf politischer Ebene noch auf anderer.

Was weiterhin wichtig ist

Mit diesem Lippenbekenntnis dürfte es ein sehr klares und sehr unmissverständliches Pro-Argument für den Weiterbau der umstrittenen Pipeline geben. Wobei möglicherweise auf EU-Ebene noch Diskussionen stattfinden könnten, die dem Bau im Wege stehen. Allerdings ist das metaphorisch nicht die einzige Baustelle.

Nein, sondern auch der Betrieb dürfte weiterhin entscheidend für den Erfolg des Projekts werden. Zuletzt haben sich ein Versicherer und ein Anlagenbauer mit einem Projekt von Nord Stream 2 mit Verweis auf die US-Sanktionen von der EU-Pipeline distanziert. Das könnte möglicherweise das schwerwiegendere Problem werden. Die Schlagzeilen reißen jedenfalls nicht ab und für mich bleibt das eine der wesentlichsten Erkenntnisse in dieser medial sehr aufmerksam verfolgten Periode.

Nord Stream 2: Gute und schlechte Nachrichten

Dass Nord Stream 2 vonseiten der Bundesregierung jetzt nicht anders bewertet wird, das können wir durchaus als positiv verbuchen. Aber, wie gesagt: Das ist nicht mehr unbedingt das, worum es kurz- und mittelfristig im Kern gehen wird. Nein, sondern auch der Betrieb dürfte schwieriger werden. Beziehungsweise mit Stolpersteinen verbunden sein.

Die EU-Pipeline und Gazprom werden daher vermutlich weiterhin für Schlagzeilen sorgen. Es dürfte ein Auf und auch mal ein Ab bei der Stimmungslage geben. So wie eigentlich bereits in den vergangenen Wochen und Monaten …

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.



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