55 Milliarden Euro Dividenden-Rekord im DAX 40: Die spannendsten Wetten für 12 % Rendite!

Der deutsche Aktienmarkt erlebt derzeit einen jener seltenen Momente, in denen selbst nüchterne Bilanzexperten vor Begeisterung glänzende Augen bekommen. Die DAX-40-Konzerne schütten in diesem Jahr rund 55 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus – ein Rekord.
Bemerkenswert ist, dass viele Sparer noch immer auf Tagesgeldzinsen setzen. Dabei verzehren Inflation, Steuern und Gebühren nahezu die gesamte Rendite. Im Gegenzug dazu werfen einige Standardwerte so hohe Dividendenrenditen ab, dass sich die Anlagen quasi von selbst abbezahlen.
Natürlich ist die Börse keine Einbahnstraße. Wo hohe Ausschüttungen locken, lauern auch Risiken. Doch genau dort entstehen auch die spannendsten Chancen, wie ich finde.
Besonders interessant wird es, wenn solide Dividendenzahler zusätzlich Kurspotenzial besitzen. Dann kann sich eine Gesamtrendite von zwölf Prozent oder mehr aus sechs Prozent Ausschüttung plus möglichen Kursgewinnen ergeben.
Klingt ambitioniert? Vielleicht. Unrealistisch ist es derzeit allerdings nicht.
Die neue Jagd auf Cashflows im DAX
Die Allianz (WKN: 840400) ist und bleibt die wohl stabilste Dividendenmaschine. Der Versicherungsriese kombiniert verlässliche Ausschüttungen mit robusten Gewinnen und einer bemerkenswerten Preissetzungsmacht. Für viele Investoren ist die Aktie inzwischen fast wie ein Sparkonto mit Aktienkurs. Nur eben mit einer deutlich besseren Verzinsung.
Auch der Ludwigshafener Chemieriese BASF (WKN: BASF11) steht wieder im Fokus. Die Chemiebranche gilt zwar als konjunktursensibel und hat strukturelle Wettbewerbsnachteile, doch genau deshalb notiert die Aktie vergleichsweise günstig. Wenn sich die globale Wirtschaft stabilisiert, die chinesische Expansion auszahlt, könnte neben der hohen Dividende auch der Kurs kräftig ansteigen.
Ähnlich setzen Anleger mit der Aktie der DHL Group (WKN: 555200) auf die Rückkehr des Welthandels. Der Logistikkonzern hat zwar nach dem Pandemieboom Tempo verloren, bleibt aber profitabel. Sollte die Weltwirtschaft wieder an Fahrt gewinnen, dürfte auch die Aktie davon profitieren.
Die Münchener Rück (WKN: 843002) wirkt dagegen fast schon aristokratisch. Rückversicherer profitieren von steigenden Preisen nach globalen Schadensereignissen. Dieses Geschäft ist weniger langweilig, als es klingt – schließlich verdient der Konzern Geld mit den Risiken anderer. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Deutschen beim Thema Rückversicherung einiges besser machen als ihre Kollegen aus der Chemie. und Automobilindustrie.
12 % Rendite? Das ist mit Aktien möglich, aber kein Selbstläufer.
Aktuell zeigt der DAX, dass Dividenden in volatilen Börsenzeiten weit mehr sind als nur ein Trostpflaster. Wer Qualität, Bewertung und Ausschüttungen intelligent kombiniert, kann in den kommenden Jahren mit etwas Glück zweistellige Gesamtrenditen erzielen.
Entscheidend bleibt allerdings Geduld. Die Börse ist schließlich kein Geldautomat – was manche Dividendenjäger gerne mal vergessen.
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Frank besitzt Aktien von Allianz, BASF, DHL Group und Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Allianz und der Münchener Rück.