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Wie weit kann der Amazon-Aktienkurs noch steigen?

Foto: Amazon

Wer dieser Tage den FC Schalke sucht, der muss in der Tabelle tief nach unten blicken. Um die Amazon-Aktie (WKN: 906866) zu finden, muss man dagegen weit nach oben schauen. Mittlerweile hat sich der Amazon-Aktienkurs deutlich über der 3.000-Dollar-Marke eingependelt (Stand aller Angaben: 23. April 2021). Die Analysten sind weiter optimistisch hinsichtlich der Anteilsscheine des Tech-Konzerns.

Doch auch der FC Schalke spielte vor gut zwei Jahren noch in der Champions League. Kann der Amazon-Aktienkurs seinen Höhenflug wirklich noch weiter fortsetzen oder wird hier auch langsam ein Absturz fällig?

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Amazon-Aktie: Die fundamentale Situation

Das Jahr 2020 war – teilweise aufgrund der Corona-Pandemie – das stärkste in der Geschichte von Amazon. Der Tech-Konzern erzielte einen beeindruckenden Gewinn von mehr als 21 Milliarden Dollar. Damit entfielen auf jede Amazon-Aktie knapp 42 US-Dollar. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt damit bei 80. Das ist auch der Wert, um den die Amazon-Aktie in den letzten Jahren pendelte.

Daran erkennen wir: Wenn das Unternehmen Amazon wächst, passt der Aktienmarkt seine Wachstumserwartungen für die Zukunft nach oben an. Daher zieht der Amazon-Aktienkurs mit jedem Wachstumsschub des Tech-Konzerns immer weiter nach oben.

Irgendwann jedoch wird sich auch die Amazon-Aktie der durchschnittlichen Bewertung im Markt anpassen müssen. Vermutlich sobald klar wird, dass die Zeiten des zweistelligen Wachstums dem Ende entgegengehen. Das langjährige KGV des US-Aktienindex S&P 500, in dem die Amazon-Aktie enthalten ist, lässt sich etwa bei 20 verorten. Also bei einem Viertel des aktuellen KGV von Amazon.

Um den aktuellen Amazon-Aktienkurs rechtfertigen zu können, sollte das Unternehmen also zumindest in der Lage sein, seinen Gewinn nochmals zu vervierfachen.

Ist der Aktienkurs zu heiß gelaufen?

Welche Wachstumstreiber könnten den Gewinn des Tech-Konzerns noch befeuern? Ich sehe hier insbesondere die steigende Bedeutung des Onlinehandels, steigende Margen im internationalen Geschäft und das Wachstum im Cloud-Bereich als Treiber:

Obwohl der Internethandel letztes Jahr stark an Bedeutung gewonnen hat, stand er erst für 14 % der Einzelhandelsumsätze in den USA. Branchenexperten rechnen bis mindestens 2027 mit zweistelligen Wachstumsraten. Hier ist also noch jede Menge Luft nach oben für Amazon.

Auch im internationalen Geschäft kann Amazon noch deutlich zulegen. Dieses war 2020 erstmals leicht profitabel, womit ein positiver Trend aus den letzten Jahren bestätigt werden konnte. Dennoch hängt die operative Marge (0,7 %) der im US-amerikanischen Heimatmarkt (3,7 %) hinterher.

Die dicksten Margen erwirtschaftet Amazon im Cloud-Business, wo das Unternehmen mit seiner Cloud-Lösung AWS Marktführer ist. Branchenexperten erwarten bis 2025 ein jährliches Wachstum des Marktes von durchschnittlich 17,5 %. Auch das könnte Zündstoff für die Amazon-Aktie werden!

Wenn wir diese drei Wachstumstreiber kombinieren, könnte es für Amazon möglich sein, seinen Gewinn bis Mitte des Jahrzehnts zu vervierfachen und langfristig sogar noch weiter zu steigern. Der Amazon-Aktienkurs könnte dementsprechend noch weiteres Potenzial besitzen.

Die Amazon-Aktie ist in den letzten Jahren phänomenal gestiegen. Die Corona-Krise dürfte jedoch der letzte große Wachstumsimpuls für den Tech-Konzern gewesen sein. Ich rechne daher in Zukunft mit einem Abflachen des Kursanstiegs. Investoren sollten nicht in Euphorie verfallen – aber eben auch nicht in Pessimismus.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Amazon.com. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.



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