Wasserstoff: 2 Mega- und 1 kleines Projekt

Viele Erdöl- und Erdgaskonzerne investieren derzeit große Summen in Erneuerbare-Energie- und Wasserstoffprojekte. Shell (WKN: A0D94M) ist dafür ein gutes Beispiel. Doch auch in Saudi-Arabien steuert der weltgrößte Erdölkonzern Saudi-Aramco um. Einerseits muss das Land seine Abhängigkeit vom Öl reduzieren und andererseits möchte es von den neuen Technologien profitieren. Darüber hinaus wird mit Wasserstoffprojekten die eigene CO2-Bilanz verbessert.
1. Aramco, Air Products und ACWA gründen Wasserstoff-Joint-Venture
Zuletzt haben Saudi Aramco, Air Products (WKN: 854912), ACWA Power (aus Riad, Saudi-Arabien) und Air Products Qudra (Joint Venture zwischen Air Products und Qudra Energy) einen Vertrag zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens unterschrieben. Dabei verteilen sich die Anteile wie folgt: Saudi Aramco Power 20 %, Air Products 46 %, ACWA Power 25 % und Air Products Qudra 9 %.
Insgesamt werden 12 Mrd. US-Dollar investiert, um in Jazan zukünftig Wasserstoff und Strom zu produzieren. Das neue Unternehmen übernimmt die Luftzerlegungsanlagen, die Vergasung, die Versorgungsanlagen, die Synthesegasreinigung und die Energiebetriebe von Aramco. Zudem zahlt es über 25 Jahre monatlich eine fixe Gebühr. Das Joint Venture liefert unter anderem Wasserstoff, Dampf und Strom an Aramco und verbessert so dessen CO2-Bilanz. Im Gegenzug liefert der Konzern die benötigten Rohstoffe.
Saudi-Arabien hat aber auch den Weltmarkt im Blick und möchte ihn mit Wasserstoff beliefern. Die genau anstrebte Produktionsmenge wurde noch nicht bekannt. Bereits im vergangenen Jahr (2020) beschloss die Stadt Neom ein 5 Mrd. US-Dollar schweres Wasserstoffprojekt, das bis 2025 jährlich etwa 1,2 Mio. Tonnen grünen Ammoniak produzieren wird.
2. Mauretanien prüft 10-Gigawatt-Anlage
Chariot Energy und die mauretanische Regierung haben eine Absichtserklärung für ein 10-Gigawatt-Projekt zur späteren grünen Wasserstoffproduktion unterzeichnet. Afrika besitzt beste Voraussetzungen für erneuerbare Energien. Mauretanien möchte sie nutzen und hat erklärt, zu einem weltweit führenden Hersteller für grünen Wasserstoff werden zu wollen.
Aufgrund der hohen Sonnen- und Windenergieaufkommen kann das Land sehr günstigen grünen Wasserstoff produzieren. Das Projekt Nour nutzt für die Machbarkeitsstudie eine Fläche von 14.400 Quadratkilometern. Später soll ein Konsortium das Projekt umsetzen.
1. Hamm plant 20-Megawatt-Wasserstoffprojekt
In Deutschland wurde in Hamm ein 20-Megawatt-Projekt beschlossen. Seine Fertigstellung wird bis 2024 geplant. Beteiligt sind das Energieversorgungsunternehmen Trianel und die Stadtwerke Hamm. Mit dem produzierten grünen Wasserstoff werden später 30 Wasserstoffbusse und bis zu 20 Müllfahrzeuge betrieben. Zudem verbessert Trianel so seine CO2-Bilanz.
„Als Projektpartner des Wasserstoffzentrums Hamm können wir bald selbst klimaneutrale Lösungen anbieten, um mit städtischen Dienstleistungen des ÖPNV und der Abfallentsorgung zum Klimaschutz beizutragen“, so der Geschäftsführer der Stadtwerke Hamm Reinhard Bartsch.
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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.
