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Zalando-Aktie: Diese positive Überraschung könnte der Startschuss für den Turnaround sein

Zalando Outlet
Foto: Zalando

Bei der Zalando-Aktie (WKN: ZAL111) lief im aktuellen Jahr noch nicht allzu viel in die richtige Richtung. Nicht nur, dass der Aktienkurs um mehr als zwei Drittel eingeknickt war (Stand: Schlusskurs vom 2. November 2022). Auch operative Probleme plagten den Berliner E-Commerce-Akteur. Denn dem Unternehmen war im ersten Halbjahr urplötzlich das Umsatzwachstum abhandengekommen.

Nun hat die Zalando-Aktie ein Zahlenwerk geliefert, das am Aktienmarkt mit Erleichterung aufgenommen wurde. Man könnte auch sagen: Es war eine positive Überraschung. Deuten die Quartalszahlen zum dritten Quartal nun tatsächlich auf einen bevorstehenden Turnaround beim Online-Modehändler hin?

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Zalando-Aktie: Positive Überraschungen

Zalando wächst also operativ wieder. Diese Zahlen und Fakten sollten Investoren der Zalando-Aktie kennen.

Erfreulich ist, dass sowohl die Anzahl der aktiven Kunden als auch die Anzahl der Bestellungen je Kunde leicht gestiegen ist. So ergab sich ein Wachstum des Bruttowarenvolumens um gut 7 % auf 3,28 Mrd. Euro. Das Management berichtet, dass die zur Verbesserung der Profitabilität eingeführten Mindestbestellwerte Kunden dazu gebracht hätten, ihre Bestellvolumina zu erhöhen. Dadurch, dass Kunden andernfalls die Versandkosten übernehmen, seien nun auch Bestellungen unterhalb dieser Grenze profitabel.

Die Zalando-Plus-Mitgliedschaften verdreifachten sich im Vergleich zum Vorjahresquartal, was die gute Kundenbindung unterstreicht. Der Anteil des Partnerprogramms am Bruttowarenvolumen stieg im Vorjahresvergleich um sieben Prozentpunkte, was langfristig zu besseren Gewinnmargen bei kleinerem Geschäftsrisiko führen soll.

Endlich wieder profitabel

Bei einem Umsatzwachstum von knapp 3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum konnte die Zalando-Aktie das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 3,7 Mio. auf 13,5 Mio. Euro steigern. Die Marge verbesserte sich von 0,4 auf 0,6 %.

Das klingt nach einer Verbesserung in kleinen Trippelschritten. Jedoch sollten wir bedenken, dass das wirtschaftliche Umfeld für Zalando letztes Jahr ein ganz anderes war. Nun ist die Verbraucherstimmung angespannt und die Unsicherheit hoch. Aus diesem Blickwinkel betrachtet können Investoren der Zalando-Aktie diese Margenverbesserung wohl als kleinen Erfolg verbuchen.

Zalando hatte nach den enttäuschenden Halbjahreszahlen vor drei Monaten einen Strategieschwenk vollzogen, der die Profitabilität stärker in den Vordergrund stellt. Die Marketingausgaben sollten sinken, die Effizienz der Logistik steigen. Das ist dem Unternehmen laut eigenen Aussagen gelungen; die Aufwendungen für Marketing seien im laufenden Jahr um fast 100 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen.

Welche Hürden es jetzt noch zu überwinden gilt

Mit einem einzigen Quartal, das ein Mini-Wachstum und eine Mini-Gewinnsteigerung brachte, ist die Zalando-Aktie natürlich nicht plötzlich wieder die allerbeste der Welt. Aber es sieht so aus, als hätten die Berliner die Kurve gekriegt. Schließlich ist Zalando nicht das einzige Unternehmen, das unter der aktuellen Verbraucherstimmung leidet. Der britische Konkurrent Asos sowie der Online-Gigant Amazon haben ähnliche Probleme. Doch diese sind vorübergehender Natur und schwächen Zalandos Marktposition nicht.

Wenn Zalando nun noch das Shopping-Erlebnis ähnlich wie About You attraktiver für eine junge Zielgruppe macht und den Use Case der Partnerprogramme an eine Zeit nach der Pandemie anpasst, hat das Unternehmen eine große Chance auf weitere operative Erfolge. Das würde die Zalando-Aktie sicherlich honorieren.

Mit einem Kursanstieg von 8,5 % am Tag nach der Zahlenpräsentation ist der erste Schritt getan.

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Christoph Gössel besitzt Aktien von Amazon und Zalando. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und Zalando und empfiehlt About You.

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