Dividendenaktie Münchener Rück: 4 % in 2024 möglich?!

Eine leuchtende Glühbirne in einer Reihe vieler erloschener Glühlampen
Foto: Arek Socha via Pixabay

Die Dividendenaktie der Münchener Rück (WKN: 843002) besitzt im Moment keine 4 % Dividendenrendite. Ausgehend von 11,60 Euro je Aktie und einem Aktienkurs von 327,60 Euro läge der Wert momentan bei 3,54 %. Ob das verkehrt ist, oder nicht, ist definitiv eine andere Frage, die uns aber auch noch kurz beschäftigen wird.

Für den Moment wollen wir jedoch einer anderen Fragestellung auf den Grund gehen: Sind bei dem DAX-Rückversicherer 4 % im Jahr 2024 möglich? Denken wir das weiter. Es braucht zwar ein halbes Prozent mehr an Dividendenrendite. Aber es könnte auch Mittel und Wege geben. Oder eine Abkürzung, wenn man es denn so will.

Münchener Rück: 4 % in 2024? Nicht nur die Dividende (aber auch!)

Die erste Anlaufstelle für diesen Wert ist die Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2023. Das Management der Münchener Rück rechnet mit 4 Mrd. Euro in dieser Berichtsperiode. Wobei diese Prognose natürlich stets dem Vorbehalt unterliegt, dass die kommenden Monate keine außergewöhnlichen Belastungen bringen.

Denken wir das weiter. Die Münchener Rück konnte nach 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2022 also 21 % Gewinnwachstum erzielen. Ausgehend von 11,60 Euro Dividende je Aktie und einer fiktiv angenommenen, gleichsam wachsenden Dividende je Aktie könnte die Ausschüttungssumme je Aktie in der nächsten DAX-Dividendensaison bis auf ca. 14 Euro klettern. Dadurch würde sich dann nicht einmal das Ausschüttungsverhältnis verschlechtern. Mit 14 Euro Dividende je Aktie läge die Dividendenrendite bei dem aktuellen Aktienkurs bei ca. 4,25 %. Insofern können wir sagen: Ja, es ist denkbar. Zumindest, wenn die Jahresprognose für 2023 realistisch und weiterhin haltbar ist.

Denken wir noch weiter. Die Münchener Rück kam im Jahr 2022 bereits auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 24,63 Euro. Selbst mit diesem Wert könnte ein Dividendenwachstum auf 14 Euro möglich sein. Wobei rein rechnerisch knapp über 13 Euro Dividende für die 4-%-Messlatte ausreichend wären. Möglich? Realistisch? Es wären jedenfalls rund 12 % Dividendenwachstum, was nicht unmöglich erschiene. Aber bei stagnierenden Ergebnissen je Aktie wüsste ich, ehrlich gesagt, nicht, ob das Management diesen Schritt ginge.

Vielleicht ist es dir aufgefallen: Wir sprachen eingangs lediglich von 4 %. Denken wir das im Sinne der Kapitalrückführungen insgesamt weiter, so wären selbst mit einer konstanten Dividende 4 % Kapitalrückführungsrendite möglich. Das Management kauft in diesem Jahr 1 Mrd. Euro zurück. Davon ausgehend, dass das Management auch im nächsten Jahr eine solche Summe in die eigenen Wertpapiere investiert, würden knapp über 2 % der ausstehenden Aktien gekauft und eingezogen werden. Heißt übersetzt: 4 % Kapitalrückführungen wären auch damit denkbar. Selbst, wenn es lediglich eine konstante Dividende je Aktie und 3,54 % Dividendenrendite gäbe, könnten Aktienrückkäufe für das fehlende Quäntchen sorgen.

Summa summarum…

Das Gedankenspiel im Kontext der Münchener Rück ist ziemlich interessant. Selbst 4 % Dividendenrendite sind denkbar, sofern das Management auch nur annähernd in den Bereich der ausgegebenen Jahresprognose kommt und die Dividende solide erhöht. 12 % Dividendenwachstum wären ausreichend. Wobei die Prognosen ein Gewinnwachstum von bis zu 21 % in Aussicht stellt.

Mit 4 Mrd. Euro Gewinn wären durchaus auch Aktienrückkäufe und Dividendenwachstum denkbar. Unter dieser Prämisse stellt sich eigentlich die Frage, ob die 4 % nicht sogar ein wenig tief gestapelt sind. Aber kalkuliere selbst, was für dich realistisch und attraktiv ist. Bei 4 Mrd. Euro Gewinn läge das Kurs-Gewinn-Verhältnis jedenfalls bei knapp über 11, was zeigen würde: Teuer wäre die Dividendenaktie damit definitiv nicht.

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Vincent besitzt Aktien der Münchener Rück. Aktienwelt360 empfiehlt keine der genannten Aktien. 



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