Zinswende voraus! Diese Aktien sollten profitieren

Symbol des Euro mit Sternen vor der Europäischen Zentralbank EZB
Foto: Hans Braxmeier via Pixabay

Nachdem die Europäische Zentralbank den Leitzins jahrelang bei 0 Prozent unverändert ließ, gab es im Juli 2022 die erste Änderung seit dem Frühling 2016. Hierbei wurde der Zinssatz auf 0,5 Prozent erhöht. Dabei war dies erst der Anfang. Um die stark gestiegene Inflation im Euroraum in den Griff zu bekommen wurden die Zinsen insgesamt zehn Mal angehoben. Der Höhepunkt wurde dabei im September 2023 erreicht als der Leitzins auf 4,5 Prozent anstieg.

Die Inflationsrate befindet sich mittlerweile wieder auf dem Weg in Richtung des 2 Prozent Ziels und lag im Februar in der Eurozone bei 2,6 Prozent. Nachdem die EZB den Leitzins zuletzt zum vierten Mal in Folge unverändert ließ, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis die Zinsen sinken. So erwarten beispielweise die Deutsche Bank und die Commerzbank, dass die EZB ab dem nächsten Quartal die Zinsen senken werden. Auch in den USA erwarten die Experten, dass die Federal Reserve noch in diesem Jahr anfangen wird die Zinsen zu senken. Einige Aktien dürften hierbei jedoch stärker als andere von den sinkenden Zinsen profitieren.

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Wachstumsaktien

Um zu verstehen, warum insbesondere Wachstumsaktien massiv von sinkenden Zinsen profitieren könnten, muss man sich vor Augen halten wie Unternehmen und damit auch Aktien bewertet werden. Dabei hat sich in der Praxis die sogenannte Discounted-Cash Flow-Methode durchgesetzt. Hier werden die zukünftigen Zahlungsüberschüsse, die ein Unternehmen generiert, mit einem unternehmensspezifischen gewichteten Kapitalkostensatz (Diskontierungssatz) auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst.

Hierbei hat der Leitzins in der Berechnung massive Auswirkungen auf den Diskontierungssatz. Niedrige Leitzinsen sorgen nämlich zu verringerten Diskontierungssätzen. Dadurch verändert sich das Verhältnis von aktuellen Zahlungsüberschüssen und zukünftigen Zahlungsüberschüssen, wobei der Unterschied zwischen den beiden kleiner wird. Dadurch gewinnen in der Gesamtbetrachtung die zukünftigen Zahlungsüberschüsse an Wert. Growth Aktien, die momentan vielleicht keinen Gewinn machen, von denen jedoch erwartet wird, dass sie in der Zukunft massive Zahlungsüberschüsse erzielen, könnten also ein starkes Comeback feiern.

Dividendenaktien

Dividendenaktien sind insbesondere bei Investoren beliebt, die darauf setzen regelmäßig ein passives Einkommen zu beziehen. Die durchschnittliche Dividendenrendite des S&P 500 liegt dabei momentan (28.03.2024) bei lediglich 1,34 Prozent. Durch den starken Anstieg der Zinsen haben sich viele Aktionäre jedoch gefragt, ob es Sinn macht in Dividendenaktien zu investieren. Zumal anderweitig quasi risikolos ähnliche oder teils sogar bessere Renditen erzielt werden können.

So liegt momentan die Rendite der 10-jährigen US-Staatanleihe bei über 4,2 Prozent. Wer als deutscher Anleger das Wechselkursrisiko scheut, findet aber auch im Euroraum attraktive Angebote. So haben in den letzten Monaten verschiedenste Banken mit Tagesgeld- und Festgeldzinsen von teilweise über 4% gelockt. Es wäre nicht überraschend, wenn viele Investoren, die derartige Angebote angenommen haben, ihr Geld bei einem niedrigeren Zinsumfeld wieder in Dividendenaktien stecken würden.

Immobilienaktien

Täglich hört man von der miserablen Stimmung in der Baubranche. In den letzten Jahren konnten, die aufgrund von strengeren Bauvorgaben und teureren Baumaterialien gestiegenen Kosten in den Baubranche durch niedrige Zinsen abgefedert werden. Die plötzlich gestiegenen Zinsen haben die Finanzierung von vielen Projekten jedoch schlagartig unerschwinglich gemacht. So stoppte beispielsweise Deutschlands größter Wohnungsbaukonzern Vonovia letztes Jahr alle für das Jahr 2023 geplanten Neubauprojekte.

Dementsprechend warten viele Unternehmen der Baubranche erwartungsvoll darauf, dass die Zinsen bald wieder sinken. Doch es sind nicht nur die Hausbauer selbst, die auf niedrige Zinsen warten.  Auch Einzelhändler für Baumaterialien und Heimwerkarbeiten wie beispielsweise die amerikanischen Unternehmen Lowe´s und HomeDepot mussten im letzten Jahr Umsatz- und Gewinneinbußen verkraften und können den Anfang der Zinswende kaum abwarten.

Der Bärenmarkt-Überlebensguide: Wie du mit einer Marktkorrektur umgehst!

Ein erneutes Aufflammen von Corona in China, Krieg innerhalb Europas und eine schwächelnde Industrie in Deutschland in Zeiten hoher Inflation und steigender Zinsen. Das sind ziemlich viele Risiken, die deinem Depot nicht guttun.

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Samuel Tazman besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Home Depot.



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