PayPal-Aktie: Ist der Markt zu pessimistisch?

Ein großes Fragezeichen, gezeichnet mit Kreide auf eine schwarze Tafel
Foto: Pixabay via Pexels

PayPal (WKN: A14R7U) hat Ende April die Geschäftszahlen des ersten Quartals veröffentlicht und in dem Zeitraum insgesamt gut abgeschnitten. Trotzdem hat man die guten Ergebnisse an der Börse mehr oder weniger komplett ignoriert. Aktuell kostet eine Aktie mit 65,7 US-Dollar fast exakt genauso viel, wie am Tag vor Bekanntgabe der Zahlen (Stand 03.05.2024).

Dabei gibt es gute Gründe die dafür sprechen, dass die Aktie sehr günstig bewertet ist. Werfen wir daher einen kurzen Blick auf die Zahlen des letzten Quartals.

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PayPal glänzt mit steigenden Gewinnen

Fangen wir mit dem Umsatz an. PayPal konnte den Umsatz in den drei Monaten um 9 % auf 7,7 Mrd. US-Dollar steigern. Der Nettogewinn ist gleichzeitig um 12 % auf 888 Mio. US-Dollar gestiegen. Dank umfangreicher Aktienrückkäufe ist der Nettogewinn je Aktie sogar um knapp 19 % auf 0,83 US-Dollar gestiegen. Der Umsatz steigt und die Gewinne steigen noch schneller. Offenbar hat das Unternehmen seine Kosten unter Kontrolle.

Aber auch alle anderen Zahlen konnten überzeugen. Die Zahl der aktiven Nutzerkonten ist gegenüber dem letzten Quartal leicht gestiegen und die durchschnittliche Zahl der Transaktionen je Nutzer ging ebenfalls weiter rauf.

Für das Gesamtjahr erwartet PayPal einen Nettogewinn je Aktie von etwa 3,65 US-Dollar. Aktuell zahlt man also nur das 18-Fache des für dieses Jahr angepeilten Gewinns für die Aktie. Damit ist die Aktie so günstig bewertet, wie selten zuvor. Das zeigt, dass die Anleger die Wachstumsaussichten des Unternehmens eher skeptisch betrachten.

Noch vor wenigen Jahren war man offenbar ganz anderer Meinung. Im Jahr 2021 hat die Aktie ihren bisherigen Rekordstand von mehr als 300 US-Dollar erreicht. Damals musste man fast das 100-Fache des Jahresgewinns für die Aktie zahlen. Offenbar war man damals extrem optimistisch, was die Wachstumsaussichten des Unternehmens betrifft.

Nun muss man zugeben, dass sich PayPal ein paar strategische Fehltritte geleistet hat. Denn bis vor wenigen Jahren hat man noch darauf gesetzt so viele Kunden wie möglich anzulocken. Das hat dazu geführt, dass man zwar auf dem Papier hohe Kundenzahlen hatte, aber viele davon den Dienst kaum nutzten. Inzwischen fokussiert man sich mehr darauf seine aktiven Nutzer zu halten, die Kundenbeziehungen zu intensivieren und weitere ähnlich aktive Kunden zu finden.

Viel Potenzial für weiteres Wachstum

Die große Frage ist nun, ob PayPal es schaffen kann die aktuellen Wachstumsraten zu halten. Angesichts der enormen Größe und des kontinuierlichen Wachstums des Marktes für Zahlungsdienstleistungen stehen die Chancen dafür sehr gut. Nicht ohne Grund konnte PayPal in den vergangenen Jahren kontinuierlich wachsen. Der Markt ist so riesig, dass es genügend Platz für jede Menge Anbieter gibt und damit auch PayPal noch ein enormes Wachstumspotenzial aufweist.

Das sieht scheinbar auch das Management so und nutzt den niedrigen Aktienkurs für umfangreiche Aktienrückkäufe. Dadurch sinkt die Zahl der ausstehenden Aktien kontinuierlich. Früher oder später wird sich das auch auf den Aktienkurs auswirken. Noch wichtiger ist aber, dass PayPal die Gewinne weiter steigern kann. Alles was PayPal also tun muss, ist für seine Kunden attraktiv zu bleiben und die Kosten niedrig zu halten. Schafft man das, wird der Gewinn von ganz alleine steigen und der Aktienkurs früher oder später folgen.

Der nächste Bullenmarkt steht in den Startlöchern!

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Dennis Zeipert besitzt Aktien von PayPal. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PayPal.



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