Trendwende in der zweiten Jahreshälfte? Brandheiße Logistik-Aktie mit Turnaround-Fantasie!

Eine Frau und ein Mann die gerade Pakete für den Versand verladen.
Foto: Tima Miroshnichenko via Pexels

An der Börse gibt es ja immer mal wieder Branchen, die eine Zeit lang von den Investoren verschmäht werden. Was allerdings meistens nicht ganz ohne Grund geschieht. Nach dem Corona-Boom sind es hier unter anderem die Logistik-Aktien, welche die letzte Zeit unter einer gewissen Schwäche zu leiden haben.

Doch zumindest in den USA könnte sich die Situation für die Paketdienste im zweiten Halbjahr eventuell etwas aufhellen. Als einen der großen Profiteure kann man an dieser Stelle wohl sicherlich den United Parcel Service (WKN: 929198) oder kurz UPS anführen. Dies wäre absolut wünschenswert, denn auch die Aktie des Konzerns könnte etwas Rückenwind dringend gebrauchen.

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Kursflaute nach Corona

Wie sich sicher jeder noch erinnern kann, hatte die Coronapandemie damals einen regelrechten Online-Boom ausgelöst. Was sich natürlich äußerst positiv auf das Paketaufkommen auswirkte. Die Liefer- und Logistikdienste profitierten also und so ist es auch nicht verwunderlich, dass die UPS-Aktie in dieser Zeit einen neuen absoluten Höchststand erreichte.

Bis auf 232,11 US-Dollar (02.02.2022) ging es damals mit den Papieren nach oben. Als die Pandemie dann allerdings überstanden war, legten sie ganz allmählich den Rückwärtsgang ein. Unter Schwankungen ging es hier immer weiter nach unten und mit 135,78 US-Dollar notiert die UPS-Aktie (01.07.2024) derzeit rund 42 % unter ihrem damaligen Allzeithoch.

Aber vielleicht könnte in der gerade begonnenen zweiten Jahreshälfte eventuell eine Trendwende einsetzen. Schauen wir uns dazu am besten einmal die Hintergründe der aktuellen Kursflaute einmal kurz an. Und versuchen die Aussichten auf einen Turnaround der UPS-Papiere vorsichtig abzuschätzen.

Die Lage hat sich wieder aufgehellt

Nach einem turbulenten 2023 reichten einige Herausforderungen, mit denen UPS zu kämpfen hatte, auch in die erste Jahreshälfte des aktuellen Geschäftsjahres hinein. Ein verlangsamtes Wirtschaftswachstum hatte sich hier negativ auf das Paketvolumen ausgewirkt und so zu einem Rückgang bei den Umsätzen geführt.

Des Weiteren hatte UPS mit harten Tarifverhandlungen zu kämpfen. In deren Verlauf sich die Situation noch etwas verschärfte, weil viele Kunden aus Angst vor Streiks bei ihren Sendungen auf Mitbewerber auswichen. Und auch der ausgehandelte Tarifvertrag war für UPS relativ kostspielig.

Doch nun hat sich die Lage etwas aufgehellt und laut dem Management könnte ein Anziehen bei den Paketzahlen bereits im zweiten Quartal spürbar geworden sein. Auch sind in den Zahlen mittlerweile die Kostensteigerungen aufgrund des Tarifvertrages enthalten, sodass Vergleiche mit dem Vorjahr jetzt einfacher werden. Zudem ist von UPS als Reaktion auf eine schwächere Nachfrage die Streichung von 12.000 Stellen geplant.

Ausblick ist positiv

Da vieles auf eine Besserung hindeutet, geht UPS davon aus, dass sich im zweiten Halbjahr das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 bis 30 % erhöhen wird. Man sollte in dieser Angelegenheit aber erst einmal die Zahlen zum zweiten Quartal abwarten. Denn hier muss man sich genau anschauen, ob tatsächlich ein Wachstum des Paketvolumens erkennbar ist.

Blicken wir aber ganz allgemein auf den mittelfristigen Ausblick, den die Experten von MarketScreener für uns bereithalten, dann könnten positive Auswirkungen auf die UPS-Aktie vielleicht nur eine Frage der Zeit sein. Denn nicht nur im laufenden, sondern auch in den kommenden beiden Jahren sollen sich Umsatz und EBIT weiter nach oben entwickeln.

Auf ihrem aktuellen Niveau können wir für die UPS-Aktie ein 2024er KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) von 16,7 ermitteln. UPS ist übrigens auch als solider Dividendenzahler bekannt und die aktuelle Ausschüttungsrendite liegt mit 4,8 % sicherlich in einem sehr interessanten Bereich.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Wirtschaft in den USA weiter entwickelt und ob UPS sein selbst gestecktes EBIT-Ziel auch tatsächlich erreichen kann. Wenn sich dies beginnt, nachdrücklich abzuzeichnen, könnte ich mir für die Aktie des Konzerns eine Trendumkehr in den nächsten Monaten durchaus vorstellen. Allerdings bleibt ein gewisses Restrisiko, was die UPS-Aktie in meinen Augen daher als eine eher spekulative Turnaround-Chance erscheinen lässt.

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Andre Kulpa besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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