Insidertrades: 3 Top-Aktien, bei denen Insider im Juni zugeschlagen haben

Eine Person betrachtet auf dem Smartphone einen fallenden Aktienkurs
Foto: Liza Summer via Pexels

Wenn Vorstände oder Aufsichtsräte Aktien ihres Unternehmens kaufen, ist das generell ein gutes Zeichen. Schließlich haben sie als Insider einen viel tieferen Einblick in die Unternehmensentwicklung als du und ich. Wir schauen auf drei spannende Aktien, bei denen Insider im Juni 2024 Käufe getätigt haben.

LVMH – Einer der reichsten Männer der Welt kauft zu

Die erste dieser Aktien ist die des Luxuskonglomerats LVMH (WKN: 853292). Hier kaufte der CEO und Mehrheitsaktionär Bernard Arnault im Juni mehrfach für einige Millionen Euro Aktien hinzu. Der derzeit drittreichste Mensch der Welt nutzte den zuletzt nur mäßig gelaufenen Aktienkurs (-1 % seit Jahresbeginn, -17 % seit einem Jahr – Stand aller Angaben: 30.06.2024) und stockte seinen Anteil an dem größten Luxuskonzern der Welt damit etwas auf.

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Offensichtlich sieht er die derzeitige Schwächephase mit rückläufigen Umsätzen im letzten Quartal als vorübergehend an und setzt darauf, dass LVMH an seine langjährige Erfolgsgeschichte anknüpfen kann. Ich sehe dies ganz ähnlich. Schließlich ist LVMH mit seinen 75 einzigartigen Marken wie LVMH, Christian Dior, Dom Pérignon und Tiffany & Co. im gesamten Luxusbereich stark positioniert, um von der langfristig steigenden Nachfrage nach dem Besonderen und Exklusiven zu profitieren.

Wenn die Gesamtkonjunktur wieder anzieht, dürften auch die Umsätze und Gewinne wieder deutlich steigen. Bis dahin kann man hier als Aktionär eine Dividendenrendite von 1,8 % mitnehmen und heute zu einem KGV von 24 einsteigen.

Insider setzen bei Henkel auf den Turnaround

Bei dem DAX-Konzern Henkel (WKN: 604843) schlugen im Juni sogar zwei Insider zu. Sowohl der Leiter der Klebstoffsparte (50 % Umsatzanteil in 2023) als auch der Leiter des relativ neuen Unternehmensbereichs Consumer Brands (49 % Umsatzanteil in 2023) kauften Aktien ihres Unternehmens.

Der Bereich Consumer Brands wurde Anfang 2023 ins Leben gerufen, um das zuletzt schwächelnde Geschäft mit Waschmitteln (Persil, Somat, …) und Pflegeprodukten (Schwarzkopf, Fa, …) zu stärken und gleichzeitig Kosteneinsparungen zu erzielen. Bisher wurden bereits 250 Mio. Euro eingespart, während das bisher breite Marken-Portfolio gestrafft und stärker auf attraktive Bereiche ausgerichtet wird. Kleinere, wenig margenstarke Marken wie Right Guard und Dry Idea wurden verkauft, neue Marken wie die chinesische Premium-Marke Vidal Sassoon übernommen. Henkel hat diese im Februar 2024 von Procter & Gamble übernommen. Im ersten Quartal 2024 stieg der Umsatz in dem Segment um starke 5 %. Auch das zyklische Geschäft mit Klebstoffen, Dichtstoffen und Beschichtungen (hier ist Henkel globaler Marktführer) entwickelte sich im ersten Quartal 2024 mit einem Umsatzplus von 1 % ordentlich.

Henkel scheint also auf einen guten Weg, um das Unternehmenswachstum wieder anzukurbeln. So soll das Mittelfristziel von 3 bis 5 % jährlichem Umsatzwachstum bei gleichzeitig leichter Margensteigerung erreicht werden. Gemessen daran finde ich das KGV von 19 angemessen.

Mehrfache Insiderkäufe bei Unilever

In den letzten Jahren stagnierte das Geschäft des Konsumgütergiganten Unilever (WKN: A0JNE2) mehr oder weniger. Von 2012 bis 2022 stieg der Umsatz im Durchschnitt um gerade einmal 2 % im Jahr. Entsprechend entwickelte sich auch der Aktienkurs deutlich schlechter als der breite Markt.

Doch mit dem seit einem Jahr amtierenden neuen CEO könnte es nun besser laufen. Er kündigte an, das breite Spektrum von rund 400 Marken zu verschlanken und die Produkte noch stärker auf wachstumsstarke Bereiche wie Pflege- und Gesundheitsprodukte auszurichten. Ein erster bedeutender Schritt in diese Richtung wurde bereits im März verkündet: Das Eis-Geschäft mit Marken wie Langnese, Magnum und Ben & Jerry’s soll bis Ende 2025 ausgegliedert werden.

Weitere Schritte dürften folgen und könnten Unilever auf den anvisierten Wachstumspfad mit 3 bis 5 % Umsatzwachstum im Jahr führen. Der CEO, der CFO und eine Reihe weiterer Manager scheinen davon überzeugt zu sein, dass dies gelingt. Sie kauften jeweils im Juni 2024 Aktien des Konsumgüterunternehmens. Ich bin jedoch noch nicht ganz überzeugt und halte auch aufgrund des KGV von 19 Abstand von der Aktie.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von LVMH und Procter & Gamble. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Henkel und LVMH.



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