Plus 32,5 % pro Jahr seit 2015: Diese Aktie ist gerade deutlich günstiger geworden!

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Foto: Credit Commerce auf Pixabay

Die Aktie des Kreditscoring-Spezialisten Fair Isaac Corporation, kurz FICO (WKN: 873369), leidet kurzfristig unter einer Entscheidung der US-Regierung: Das Weiße Haus möchte die Wirtschaft ankurbeln, unter anderem, indem es die Kreditvergabe günstiger macht. Da Donald Trump bei den FED-Zinsen aktuell auf Granit beißt, denkt die Regierung schon länger über die Kreditprüfung nach.

FICO ist eine sehr wichtige und renommierte Kreditprüfung, die aber durch die Ankündigung von Bill Pulte, dem Direktor der Federal Housing Finance Agency, mehr Konkurrenz bekommen soll. Pulte kündigte an, dass VantageScore, ein Konkurrent der Fair Isaac Corporation, nun ebenfalls zur Bewertung der Kreditwürdigkeit für staatlich geförderte Hypotheken von Fannie Mae oder Freddie Mac verwendet werden darf. Bisher war hierfür nur FICO zugelassen.

Sowohl FICO als auch VantageScore – eine Kooperation der Kreditratingagenturen Equifax, Experian und TransUnion – vergeben Kreditwürdigkeitsbewertungen. Damit soll die Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden, mit der eine Person bei der Rückzahlung ihrer Schulden in Verzug gerät. Die beiden Unternehmen verwenden jedoch unterschiedliche Methoden, um diese Bewertung zu ermitteln. Die Regierung erhofft sich dadurch niedrigere Abschlusskosten. VantageScore bezieht bei der Berechnung schon länger nicht nur Daten von Kreditkarten und Darlehen, sondern auch die Miete mit ein. Nach dem letzten Update berücksichtigt FICO die Miete nun ebenfalls.

Konkurrenz für FICO: Keine schlechte Nachricht?

Konkurrenz belebt das Geschäft, weshalb die Initiative der Regierung richtig ist. FICO ist jedoch der etablierte Anbieter und kann von den meisten Kreditgebern auch heute schon frei gewählt werden. FICO ist oft die erste Wahl, da er als der aussagekräftigste und zuverlässigste Kredit-Score gilt. Diesen Ruf hat sich FICO über Jahre erarbeitet. Ein Darlehensausfall wiegt deutlich schwerer als die Kosten für die Prüfung, weshalb FICO wahrscheinlich auch in Zukunft der wichtigste Score in den USA bleiben wird.

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Das liegt daran, dass Kreditgeber nur sehr wenig Erfahrung mit VantageScore im Hypothekengeschäft haben und hier der Leistungsnachweis fehlt. Vantage Score existiert erst seit 2006, FICO hingegen seit 1956. Gerade die praktischen Erfahrungen in Krisenzeiten fehlen dem VantageScore, da er in der Finanzkrise von 2007 bis 2009 noch nicht wirklich relevant war. Hinzu kommt, dass die Kosten für FICO unter 10 US-Dollar betragen und in der Regel nur einen sehr geringen Anteil der Hypothekenkosten ausmachen.

FICO verfügt über eine enorme Datenbasis und einen guten Ruf. Wir sind gespannt, wie sich die neue Konkurrenz im operativen Geschäft bemerkbar macht. Wenn die FED beispielsweise die Zinsen bis zum Jahresende senkt, könnte die Nachfrage nach Kreditprüfungen insgesamt steigen, wovon beide Unternehmen profitieren würden.

Aktienrückkäufe und gute Zahlen als Kurstreiber

Das Unternehmen FICO hat sich auch am Aktienmarkt einen guten Ruf erarbeitet, da das Unternehmen ständig eigene Aktien zurückkauft und vernichtet. In den letzten Wochen wurde erneut die Verlängerung des Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu 1 Mrd. US-Dollar angekündigt, um damit knapp 2,5 % der ausstehenden Aktien zurückzukaufen. Das freut uns langfristige Aktionäre besonders, denn auch durch den Kursrücksetzer ist FICO mittlerweile wieder fair bewertet und die Aktienrückkäufe stiften langfristig Mehrwert für die Aktionäre.

13+1 | RisikoReich

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres war der Umsatz im Bereich Scoring, der die B2B- und B2C-Scoring-Lösungen des Unternehmens umfasst, um 25 % auf 297,0 Mio. US-Dollar gestiegen. Besonders stark stieg der B2B-Umsatz (+31 %), was in erster Linie auf die Umsätze aus dem Hypothekengeschäft, aber auch auf Preiserhöhungen zurückzuführen ist. Der B2C-Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6 %. Positiv ist zu erwähnen, dass die Umsätze aus dem Hypothekenvermittlungsgeschäft im zweiten Quartal um 48 % stiegen. Der Softwareumsatz, der mit der Analyse- und Entscheidungstechnologie des Unternehmens arbeitet, war im zweiten Quartal um 2 % auf 201,7 Mio. US-Dollar gestiegen.

Insgesamt war das Quartal durch den starken Umsatzanstieg im Bereich Score erfolgreich. Den GAAP-Gewinn je Aktie hatte man um 28 % auf 6,59 US-Dollar und den Non-GAAP-Gewinn um 27 % steigern können. In den letzten vier Quartalen belief sich der freie Cashflow auf 677 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg von 45 % gegenüber dem am 31. März 2024 endenden Zwölfmonatszeitraum entspricht.

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