„Top-Aktien unter 10 €“: In 95 % der Fälle gilt – lass es!

Eine Person verfasst einen Text, im Vordergrund ein aufwärts weisendes Balkendiagramm
Foto: Gerd Altmann via Pixabay

Top-Aktien für unter 10 Euro? Jeder Investor hatte wohl schon mal den Gedanken. Wenn ich für einen Betrag viele Aktien kaufe, machen selbst kleinere Kursausschläge einen bedeutenden Unterschied. Man kauft Masse. Aber auch Klasse?

In einem sehr bemerkenswerten Interview hat der The Motley Fool Gründer Tom Gardner gesagt: Lass es lieber. Meine heutigen Ausführungen sind daher zum Teil nicht meine Gedanken. Sie sind aber zu wichtig, als dass ich sie nicht mit dir teile.

Top-Aktien für unter 10 Euro: Das große Problem

Bei all der Theorie und den guten Überlegungen: Tom Gardner führt sehr gut aus, was das Problem in den meisten Fällen der Top-Aktien unter 10 Euro ist. Es gibt in der Regel einen Grund, warum diese Aktien so niedrig notieren. Häufig sind das begrenzte Risikomöglichkeiten oder eine schwache Performance in der Vergangenheit.

Gardner führt weiter aus, dass insbesondere ältere börsennotierte Gesellschaften hierunter litten. Wenn eine Aktie seit 10 Jahren oder 20 Jahren auf dem Börsenparkett existiert: Warum liegt sie nicht höher? In einigen und sehr wenigen Fällen können extreme Aktiensplits dafür verantwortlich sein. In vielen Fällen ist es jedoch eine insgesamt durchwachsene Performance. Und die begrenzten Renditemöglichkeiten, die den Zinseszinseffekt nicht zum Tragen gebracht haben.

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Denken wir das weiter. Mal angenommen, eine Aktie geht zu 5 Euro an die Börse. Bei einer jährlichen Wertsteigerung von 10 % pro Jahr müsste sie nach 10 Jahren bei 12,97 Euro stehen. Nach 20 Jahren hingegen bei 33,64 Euro. Der Aktienkurs kann daher in sehr vielen Fällen eine Selektion ermöglichen, welche Investitionsthesen nicht aufgegangen sind. Viele der vermeintlichen Top-Aktien für unter 10 Euro sind daher eher Flop-Aktien für einen günstigen Preis.

Was wirklich wichtig ist

Wie gesagt: Es wäre vermessen zu sagen, dass jede Aktie unter 10 Euro sehr fatal scheitert. Aber für Gardner stehen diese Aktien häufig nicht ohne Grund bei einer so niedrigen Bewertung. Das wiederum führt zu einer anderen Erkenntnis: Der Preis ist nicht entscheidend. Sondern der Wert. Es gilt, dass wir als Investoren eine gute Chance mit attraktiven Renditemöglichkeiten entdecken. Dann können wir auch lieber eine Aktie kaufen, die vielleicht von 10 Euro auf 100 Euro gestiegen ist, als zehn Aktien für 10 Euro, die keine Wertsteigerung und kein Wachstum erreichen.

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Denk daher vielleicht etwas anders über den Preis. Sehr günstig ist in vielen Fällen nicht unbedingt gut. Entscheidend ist die Qualität, die du als Investor zu einem möglichst fairen Preis kaufst. Wobei der Preis hier nicht exakt den Euro misst, sondern den von dir errechneten fairen Wert, egal wie hoch er auch sein mag.

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