FICO-Aktie: Top-Performer nutzt die gesunkene Bewertung für Aktienrückkäufe!

US-Präsident Trump möchte die Kreditkosten reduzieren und erlaubt mehr Konkurrenz bei der Risikobewertung staatlich geförderter Darlehen. Davon ist Fair Isaac Corporation (kurz FICO) (WKN: 873369) operativ „noch“ nicht betroffen, da Kreditgeber Vertrauen benötigen und daher bei den bewährtesten, aussagekräftigsten und besten Scores bleiben, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Kreditausfalls am geringsten ist. Das ist ein großer Mehrwert für die Kreditgeber – auch stetige Preisanpassungen von FICO werden daran nichts ändern. Dies ist die Auffassung des Managements. Es möchte die Preispolitik beibehalten, da es weiterhin eine signifikante Diskrepanz zwischen dem kalkulierten Preis und dem gebotenen Wert sieht.
So sehen die Zahlen der „amerikanischen Schufa“ aus
Das letzte Quartal verlief operativ unbeeindruckt von den Schlagzeilen rund um FICO und Trump. Die „amerikanische Schufa“ konnte den Umsatz um 20 % und den Gewinn je Aktie um 37 % (nach Non-GAAP) bzw. 47 % steigern. Der wichtigste Beitrag kam aus dem Score-Segment. Hier legte der Umsatz um 34 % zu. In diesem Segment zeigten die Geschäftskunden eine hohe Nachfrage, was zu einem Umsatzanstieg von 42 % führte. Dieser ist in erster Linie auf einen höheren Stückpreis, ein höheres Volumen an Hypothekenvergaben und eine mehrjährige Verlängerung der US-Lizenz für das Versicherungs-Scoring-Produkt zurückzuführen. Der Umsatz mit Endverbrauchern zeigte sich mit einem Plus von 6 % eher stabil. Positiv ist, dass die Umsätze aus der Vergabe von Hypotheken um 53 % gegenüber dem Vorjahr stiegen. Diese machten 53 % der B2B-Umsätze und 44 % der gesamten Score-Umsätze aus.
Trotz des Wachstums bleibt das Hypothekenvolumen insgesamt auf einem niedrigeren Niveau als der Höchststand, was das Management optimistisch für das künftige Volumenwachstum stimmt, insbesondere in einem Umfeld sinkender Zinsen. Die Einnahmen aus der Vergabe von Autokrediten stiegen um 23 %, während die Einnahmen aus der Vergabe von Kreditkarten-, Privat- und anderen Krediten gegenüber dem Vorjahr um 3 % zunahmen.
FICO ist eine versteckte KI-Aktie
Das Softwaresegment von FICO findet weniger Beachtung in der Presse, macht aber ebenfalls gute Fortschritte und wurde von dem Marktforschungsunternehmen Forrester zum vierten Mal in Folge als beste KI-Entscheidungsplattform ausgezeichnet. Auf der Homepage ist dazu ein markanter Satz eines Forrester-Analysten zu finden: „FICO lebt, denkt und atmet Entscheidungen, und das merkt man.“
Die eigene Plattform verzeichnete einen Anstieg des ARR um 18 % und auch die Netto-Kundenbindungsrate ist mit 115 % hoch. Aktuell liegt der Fokus auf der eigenen Plattform, sodass der Softwareumsatz von FICO nur um 3 % zulegte. Auf der FICO-World wurde die eigene Plattform vorgestellt und Anwender präsentierten ihre Erfolge, was zu weiterer Nachfrage führte. Mithilfe der FICO-Plattform können intelligente Entscheidungen über den gesamten Kundenlebenszyklus hinweg getroffen und die Interaktion mit den Verbrauchern optimiert werden. Bald werden auch Unternehmenslösungen zur Betrugsbekämpfung möglich sein. Trotz der Neuerungen bleibt das Segment von der derzeitigen Zurückhaltung bei IT-Ausgaben betroffen. Das Management bleibt aber zuversichtlich, dass das Wachstum auf dem aktuellen Niveau bleibt und es bald wieder aufwärts geht. Es will im Plattformbereich ein Wachstum im zweistelligen Bereich erzielen.
Die wiederkehrenden Umsätze und die gute Performance im Bereich Score sorgten dafür, dass auch der frei verfügbare Cashflow im letzten Quartal um 34 % auf 276 Mio. US-Dollar gestiegen ist. FICO nutzt die Liquidität gerne, um eigene Aktien zurückzukaufen, was nach dem Aktienkursrückgang noch mehr Freude macht. So hat das Unternehmen knapp 490 Mio. US-Dollar für Aktienrückkäufe im letzten Quartal aufgewendet. Dafür wurden sogar Schulden aufgebaut, die Schuldenquote soll weiterhin zwischen 2 und 3 liegen. Das ist ein gesunder Bereich.
Wie ist die FICO-Aktie bewertet?
Nach dem Kursrückgang ist die FICO-Aktie wieder attraktiver bewertet. Bei einem angehobenen Gewinn-Ausblick von 25,60 US-Dollar je Aktie nach GAAP liegt das KGV bei 50, was dem Schnitt der letzten zehn Jahre entspricht und für ein Gewinnwachstum von 25 % p. a. aus unserer Sicht angemessen ist.
Auch der historische Track Record der FICO-Aktie kann sich übrigens sehen lassen.
Nicht zittern – handeln! Der Bärenmarkt-Überlebensguide für Börsenkrisen
Der Aktienmarkt ist derzeit wieder höheren Risiken ausgesetzt. Droht vielleicht sogar ein Bärenmarkt? Vielleicht – aber steck jetzt bloß nicht den Kopf in den Sand!
Wenn die Märkte schwanken und die Nerven flattern – genau dann zählt es, wie du dich als Anleger verhältst. Unser Bärenmarkt-Überlebensguide zeigt dir in vier Schritten, wie du klug, ruhig und strategisch durch jede Korrektur kommst – und sie vielleicht sogar zu deiner größten Chance machst.
Jetzt lesen und vorbereitet sein, wenn andere in Panik verfallen!
Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von FICO.
