BioNTech-Aktie: Milliardendeal, guter Newsflow und vielversprechende Aussichten
Mit dem strategischen Zukauf von CureVac (dazu weiter unten mehr), dem Milliardendeal mit Bristol Myers Squibb (BMS), einem Förderbescheid Großbritanniens in dreistelliger Millionenhöhe, und der EU-Zulassung des angepassten COVID-19-Impfstoffs hat BioNTech (WKN: A2PSR2) in den vergangenen Wochen und Monaten einen mutmachenden Nachrichtenstrom geliefert. Der Weg zu einem Biotechnologieunternehmen mit mehreren zugelassenen Produkten ist vorgezeichnet. Bis dahin sind die Umsatzerlöse von 260,8 Mio. Euro und der Nettoverlust von 386,6 Mio. Euro wenig aussagekräftig.
Was gibt es Neues bei der BioNTech-Aktie?
Interessant ist hingegen, dass die Forschungs- und Entwicklungskosten im Vorjahresvergleich rückläufig sind. Obwohl BioNTech dem Eindruck nach seinen Wirkungsbereich stetig ausbaut, gibt es eine konsequente Kostenkontrolle. Dazu gehört auch die „Repriorisierung der klinischen Studien hin zu den Schwerpunktprogrammen“. Es wird also primär dort investiert, wo die Blockbuster-Potenziale am größten sind. Anderes läuft auf Sparflamme. Auch beim Bezug von externen Dienstleistungen für Verwaltung und Vertrieb hat BioNTech Einsparungen in zweistelliger Millionenhöhe erzielt.
Die Reichweite der kurzfristig verfügbaren Mittel in Höhe von 16 Mrd. Euro dürfte auf diese Weise ewig sein, zumal im laufenden Quartal von BMS noch eine Zahlung von 1,5 Mrd. Euro in der Kassen klingeln wird. Bereits im Q2 war der operative Cashflow mit 146,5 Mio. Euro bei der BioNTech-Aktie trotz der Verluste deutlich positiv. Offenbar gab es eine große Vorauszahlung im Vorfeld der nun startenden Impfsaison.
Und wie sieht die Zukunft für BioNTech aus?
Was die Umsatzprognose angeht, bleibt die Spanne mit 1,7 bis 2,2 Mrd. Euro noch weit. Hier kommt es auch die Großbestellungen der einzelnen Länder und die Impfbereitschaft an. CureVac wird wohl erst gegen Jahresende konsolidiert und dürfte dann allenfalls in homöopatischen Dosen zum Umsatz beitragen. Spürbare Umsätze aus zugelassenen Produkten gibt es wohl erst ab 2027, während die Kosten des kombinierten Unternehmens 2026 voraussichtlich deutlich steigen werden. Das gehört beim Investieren in die BioNTech-Aktie und andere Biotechs dazu.
Da die Pipeline immer stärker und aussichtsreicher wird und es finanziell unverändert prächtig ausschaut, sind wir sehr zufrieden mit der Entwicklung von BioNTech.
Wir dürfen gespannt sein, was BioNTech auf dem AI Day am 1. Oktober in London über die Potenziale der künstlichen Intelligenz für das Unternehmen berichten wird. Gut möglich, dass die Fantasie der Investoren damit einen weiteren Schub bekommen wird.
Unsere Einschätzung zur CureVac-Übernahme
BioNTech hat dank der Impfstoff-Milliarden und üppigen Zinserträge trotz hoher Forschungsausgaben noch immer rund 15 Mrd. Euro in der Kasse. Angesichts des sinkenden Werts des US-Dollars und der sinkenden Euro-Zinsen wollen diese investiert werden.
Entsprechend sucht das Management kontinuierlich nach passenden Zukäufen, um die klinische Pipeline auszubauen und schneller voranzubringen. Die Zukunft für die BioNTech-Aktie liegt in wirksamen Krebstherapien.
Nun erfolgte ein Paukenschlag: BioNTech möchte den einst erbitterten deutschen Rivalen CureVac übernehmen. Und das zum Sparpreis! Denn einst war die Pandemiehoffnung viele Milliarden wert. Heute nur noch etwas mehr als 1 Mrd. Euro – nach dem Kurssprung vom 12. Juni.
CureVac hat das COVID-19-Rennen vorloren und in der Folge ist es nicht gelungen, irgendetwas zur Zulassung zu bringen. Am aussichtsreichsten sind derzeit Impfstoffe für die saisonale Grippe, die in Phase II stecken. So richtig agil scheint das CureVac-Team im Vergleich zu BioNTech nicht zu sein.
Dennoch hat das Unternehmen einiges zu bieten, das für BioNTech wertvoll ist, darunter Patente und Verfahren rund um mRNA-Design, Verabreichungsformulierungen und die mRNA-Herstellung. Vieles davon ist komplementär zu BioNTechs eigenen Technologien und Patenten. Auch an den mRNA-Drucker, der einen wesentlichen Teil der verbliebenen Kursfantasie von CureVac darstellte, ist zu denken. Damit sind neue Geschäftsmodelle denkbar.
Bonus: Die BioNTech-Aktie wird ein Problem los
Und vielleicht am wichtigsten: Sämtliche anhängige Rechtsstreitigkeiten werden sich erledigen. Das spart beiden Seiten hohe Anwaltskosten und nimmt bei BioNTech ein Milliardenrisiko aus der Bilanz.
Das größte Risiko bei der BioNTech-Aktie sind trotz der CureVac-Übernahme Rechtsstreitigkeiten mit Rivalen wie Moderna. Zudem stoppt die Impfmüdigkeit den Barmittelzustrom, während Krebstherapien sich noch Jahre hinziehen könnten. Die stark schwankende Kapazitätsauslastung sowie den Übergang von COVID-Fokus auf Pipeline-Vorantrieb zu managen, ist eine Herausforderung, die BioNTech jedoch zu bewältigen scheint.
Auf der positiven Seite verfügt das Unternehmen über einen extrem hohen Cashbestand. BioNTech kann über günstige Zukäufe sein Wachstum beschleunigen und eigene Programme problemlos finanzieren. Besonders interessant finden wir die KI-bezogene Übernahme von InstaDeep.
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