Starbucks-Aktie: Plus 28 % in 6 Monaten – der Turnaround kommt in Fahrt!

Nahaufnahme eines Pappbechers der Kaffeekette Starbucks
Foto: Engin Akyurt via Pexels

Starbucks (WKN: 884437) hat sich wieder voll und ganz auf Kaffee konzentriert, was bei den Kunden gut ankommt. Das Ziel sind zufriedene Kunden und bald auch wieder zufriedene Investoren der Starbucks-Aktie. Zeit wird’s, denn seit etwa fünf Jahren dümpelt der Kurs seitwärts. Schauen wir uns mal an, was dafür spricht, dass der längerfristige Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden kann.

Die Starbucks-Aktie in der Fundamentalanalyse

Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete Starbucks ein deutliches Momentum. Der konsolidierte Nettoumsatz stieg um 9 % auf 9,5 Mrd. US-Dollar (währungsbereinigt um 8 %). Besonders beeindruckend war die Entwicklung des vergleichbaren Ladenumsatzes (Comparable Store Sales), der weltweit um 6,2 % stieg.

Mit einem Plus von 7,1 % bei den vergleichbaren Umsätzen war das Segment Nordamerika/USA der klare Wachstumsmotor. Ein entscheidender operativer Erfolgsfaktor war hier die Strategie, durch die eine verbesserte Steuerung der digitalen Bestellungen erreicht wurde. Dadurch konnte die Effizienz massiv gesteigert werden, was zu einem Transaktionswachstum von 4,4 % führte – ein Wert, der weit über dem Branchendurchschnitt liegt. Die internationalen Märkte wuchsen um 2,6 %.

Bemerkenswert ist, dass erstmals seit neun Quartalen alle zehn Top-Märkte wieder positive Wachstumsraten verzeichneten. Das Ergebnis wurde durch anhaltend hohe Kaffeepreise und geopolitische Unsicherheiten gebremst, die insbesondere die operativen Margen im internationalen Segment leicht unter Druck setzten.

Der Non-GAAP-Gewinn je Starbucks-Aktie (EPS) stieg auf konstanter Währungsbasis um 22 % auf 0,50 US-Dollar. Der GAAP-Gewinn je Aktie stieg um 32 % auf 0,45 US-Dollar. Der freie Cashflow bleibt robust und wird durch das disziplinierte Kostenmanagement unterstützt. Gleichzeitig investiert das Unternehmen weiterhin massiv in die Modernisierung der Filialen.

Starbucks wird digitaler und schneller

Der größte Wettbewerbsvorteil von Starbucks ist und bleibt die Marke sowie die tiefe Integration in den Alltag der Kunden durch die App. Die „Cold Foam“-Innovationen und personalisierte Angebote führten in diesem margenstarken Bereich zu einem Umsatzplus von 40 %. Die Skalierbarkeit der digitalen Plattform ermöglicht es Starbucks, Trends schneller zu monetarisieren als lokale Konkurrenten.


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Dem stehen jedoch auch Risiken gegenüber. Neben der Volatilität der Rohstoffpreise (Kaffee) ist die regulatorische Landschaft in China ein Unsicherheitsfaktor. Zudem stellt die hohe Erwartungshaltung an die Servicegeschwindigkeit ein operatives Risiko dar. Sollte die Qualität unter dem Zeitdruck leiden, könnte das Premium-Image Schaden nehmen. „4-4-12” ist ein zentrales Serviceziel der Starbucks-Strategie (Green Apron Model). Es steht für vier Minuten Wartezeit im Café, vier Minuten am Drive-Through und weniger als zwölf Minuten bei Mobile Order.

Starbucks verfolgt eine klare Strategie der Kapitalverwendung. Zunächst kommt „Back to Starbucks“, d. h. Investitionen in das Filialnetz und die digitale Infrastruktur haben Vorrang. Danach folgt eine lange Pause und dann hält das Unternehmen an seiner Politik fest, überschüssiges Kapital an die Aktionäre in Form von Dividenden und Rückkäufen von Starbucks-Aktien zurückzugeben.

Der letzte Schachzug war wirklich gut: Der Verkauf von Anteilen am China-Geschäft an Boyu Capital ist ein Beispiel für eine effiziente Kapitalallokation. Dadurch werden Risiken reduziert und gleichzeitig Wachstumskapital für andere Regionen freigesetzt. Langfristig transformiert sich Starbucks zu einem globalen Lizenzmodell. Mit einem Anteil von fast 90 % lizenzierten Filialen im internationalen Bereich wird das Geschäftsmodell weniger kapitalintensiv und krisenresistenter.

Starbucks-Aktie: Eine Prognoseanhebung als Topping

Dank der guten operativen Entwicklung hat das Management die Prognose für das Gesamtjahr 2026 erhöht. Nun wird ein weltweites vergleichbares Ladenumsatzwachstum von über 5 % sowie ein Non-GAAP-EPS zwischen 2,25 und 2,45 US-Dollar erwartet. Bisher ging man eher von einem vergleichbaren Ladenumsatz-Wachstum von 3 % und einem Non-GAAP-Gewinn je Starbucks-Aktie von 2,15 bis 2,4 US-Dollar aus.

Durch die Einführung von Funktionen wie vorplanbaren Abholzeiten in der App soll die Kundenbindung weiter gefestigt werden. Starbucks scheint den „Turnaround“ erfolgreich in eine Phase nachhaltigen Wachstums überführt zu haben. Nach der Erholung des Aktienkurses liegt das Verhältnis von Unternehmenswert zu Umsatz bei 3,7, im Mittel der letzten zehn Jahre liegt es bei 4,1. Dies zeigt, dass die Starbucks-Aktie trotz des Anstiegs nicht zu teuer ist.

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