Mit 4,8 % Rendite: Diese Top-Dividendenaktie ist gerade günstiger geworden

Mehrere Geldscheine in einer Jeans-Hosentasche
Foto: Ralphs_Fotos via Pixabay

Die Brookfield Infrastructure Corp. (BIPC, WKN: A40WAH) investiert weltweit in Infrastruktur wie Kraftwerke, Transport, Midstream und Datencenter. Das Unternehmen ist seit Jahren erfolgreich und hat sich als zuverlässiger Dividendenzahler etabliert. Daher ist es eher ungewöhnlich, dass im ersten Quartal ein Verlust steht. Schauen wir uns mal an, was das für die Brookfield Infrastructure-Aktie bedeutet.

Brookfield Infrastructure-Aktie: So kam der Verlust bei BIPC zustande

Aber fangen wir ganz vorn an. Das gemeinsame Unternehmen aus BIPC und der Schwestergesellschaft Brookfield Infrastructure Partners (BIP, WKN: A0M74Z) konnte den Umsatz um 16,9 % auf 6,3 Mrd. US-Dollar steigern. Allerdings zog sich dieser Erfolg nicht bis zum Nettoergebnis durch: Dort stand für das Quartal ein Verlust von 61 Mio. US-Dollar nach einem Gewinn von 125 Mio. US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Das starke Wachstum in den einzelnen Segmenten wurde einmalig durch nicht realisierte Absicherungsverluste im Midstream-Segment belastet, die auf die gestiegenen Rohstoffpreise zurückzuführen waren. Mit der Abwicklung dieser Absicherungsgeschäfte erwartet BIPC im weiteren Jahresverlauf, von den höheren Rohstoffpreisen zu profitieren.

Bei Beteiligungsunternehmen wie Brookfield sind die Ergebnisse aus der Gewinn- und Verlustrechnung allerdings nicht sehr aussagekräftig. Wir benutzen hier lieber die Funds from Operations (FFO), die – vereinfacht gesagt – das reine Ergebnis aus der Bewirtschaftung der Investitionen darstellen. Und da sieht es bei BIPC sehr gut aus: Die FFO konnten um 9,8 % auf 709 Mio. US-Dollar oder 90 Cent je Brookfield Infrastructure-Aktie gesteigert werden. Aus diesen FFO erhalten die Aktionäre eine um 6 % erhöhte Dividende von 0,455 US-Dollar.

Die Segmententwicklung bei BIPC

Das Segment Versorgung erzielte FFO von 201 Mio. US-Dollar und lag auf vergleichbarer Basis um 5 % über dem Vorjahreswert. Der Anstieg ist in erster Linie auf die Inflationsindexierung, Investitionen von über 500 Mio. US-Dollar sowie den Beitrag des kürzlich erworbenen südkoreanischen Industriegasgeschäfts zurückzuführen. Die starke Entwicklung des Kerngeschäfts wurde teilweise durch den Ergebnisverlust aus dem Verkauf der größten von vier Konzessionen innerhalb des brasilianischen Stromübertragungsgeschäfts sowie aus dem Verkauf von regulierten mexikanischen Erdgas-Fernleitungen im ersten Quartal 2025 ausgeglichen.


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Im Segment Transport gingen die FFO um 1,7 % auf 283 Mio. US-Dollar zurück. Der Rückgang war in erster Linie auf Verkäufe von Assets zurückzuführen. Dies wurde teilweise durch die Übernahme einer nordamerikanischen Eisenbahnwaggon-Leasingplattform ausgeglichen, die am 1. Januar abgeschlossen wurde. Bereinigt um diese Faktoren lagen die FFO über dem Vorjahreswert, was auf allgemein höhere Volumina und Tarife im Schienen- und Mautstraßengeschäft zurückzuführen ist.

Das Midstream-Segment erzielte FFO von 190 Mio. US-Dollar, was einem Anstieg von 12 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg ist auf attraktive Rohstoffpreise, eine hohe Anlagenauslastung und eine rege Kundentätigkeit im gesamten Portfolio zurückzuführen. Die Ergebnisse profitierten zudem von einem kürzlich erworbenen Pipelinesystem für Raffinerieprodukte. Dagegen fehlten Einnahmen durch den Verkauf der amerikanischen Gasleitung im zweiten Quartal 2025.

Das große Wachstum bei Brookfield kommt jedoch aus den Rechenzentren. Dieses Segment erzielte mit FFO von 149 Mio. US-Dollar 46 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Anstieg ist auf mehrere neue Investitionen zurückzuführen, die 2025 getätigt wurden, darunter ein Glasfasernetz. Aber auch das Datenspeichergeschäft erzielte ein starkes organisches Wachstum.

Kapitalrecycling: Das Geheimnis der Brookfield Infrastructure-Aktie

Ein wesentlicher Teil des Geschäftsmodells von Brookfield ist das Kapitalrecycling. Dabei erwirbt das Unternehmen in der ganzen Welt Infrastruktur-Assets, baut sie aus und verkauft sie später mit Gewinn, um das damit eingenommene Geld wieder in neue Projekte zu investieren. Im ersten Quartal wurden bereits 1 Mrd. US-Dollar recycelt. Indem Brookfield ausgereifte Vermögenswerte zu attraktiven Bewertungen veräußert, kann es sein Wachstum stärker aus eigenen Mitteln finanzieren und uns attraktive Ergebnisse liefern. Trotz der schwierigen geopolitischen Situation bleibt BIPC aufgrund der defensiven Eigenschaften des Geschäfts optimistisch und erwartet für 2026 eine Steigerung der FFO um 10 % gegenüber 2025.

Trotz dieser guten Geschäfte hat die Brookfield Infrastructure-Aktie zuletzt enttäuscht und seit Februar etwa ein Drittel verloren. Wir können dafür keinen Grund erkennen, allenfalls etwas Angst vor Zinserhöhungen, die das stark mit Fremdkapital arbeitende Unternehmen treffen würden. Tatsächlich hat BIPC wohl den größten Teil des „Bewertungsvorsprungs“ gegenüber der Aktie der Partnership abgebaut und notiert jetzt nur noch wenig höher als BIP.

Ein Grund dafür können Äußerungen des Managements im Analystencall sein. So prüft Brookfield derzeit die Zusammenlegung der steuerlich komplizierten Partnership BIP mit dem Unternehmen BIPC zu einer Aktiengesellschaft kanadischen Rechts. Ein anderes Brookfield-Unternehmen, der Private-Equity-Investor Brookfield Business Partners, hat diesen Schritt bereits vollzogen. Das Management von BIPC möchte beobachten, wie sich das neue Unternehmen Brookfield Business Corp. entwickelt, und erst danach weitere Entscheidungen treffen. Sollten BIP und BIPC zusammengelegt werden, macht der Bewertungsaufschlag in der Tat keinen Sinn.

Unser Fazit: Angesichts einer Dividendenrendite von 4,8 % kaufenswert!

Da die Geschäfte in der Infrastruktur jedoch weiterhin gut laufen, sehen wir in dem Kursrückgang der Brookfield Infrastructure-Aktie eine gute Kaufgelegenheit, zumal die Dividendenrendite dadurch auf rund 4,8 % gestiegen ist.

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