Coca-Cola zahlt mir meine Getränke: PepsiCo bald die Miete?!

Die Aktien von Coca-Cola (WKN: 850663) und PepsiCo (WKN: 851995) befinden sich beide in meinem Depot. Seit Jahren profitiere ich von stabilen Dividenden. Ich gehe stark davon aus, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.
Momentan unterscheiden sich allerdings die Bewertungen der beiden US-amerikanischen Getränkekonzerne deutlich. Möglicherweise führt das dazu, dass mir Coca-Cola auch in Zukunft eher mal eine monatliche Getränkerechnung zahlt. Bei PepsiCo könnte es vielleicht für die Miete reichen.
Das braucht Erklärung? Sehr gern. Blicken wir heute auf die Bewertungen, die Dividenden und die Aussichten der beiden Dividendenkönige. Ich erkläre dir außerdem, was noch nötig ist, damit mir eine oder vielleicht auch beide Aktien irgendwann die Miete zahlen. Aus dem Stehgreif wird das jedenfalls noch nix.
PepsiCo und Coca-Cola: Starke Dividenden, unterschiedlich bewertet
Die Aktien von Coca-Cola und PepsiCo sind lange Zeit ähnlich bewertet gewesen. PepsiCo war sogar eine Idee teurer, weil das Geschäftsmodell um mehr milliardenschwere Marken (23 an der Zahl) diversifizierter gewesen ist. Das Dividendenwachstum war höher. Heute hat sich diese Bewertungsdiskrepanz komplett gedreht.
Denn Coca-Cola besitzt derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 28,7. Zumindest bei einem Aktienkurs von 70,63 US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 2,46 US-Dollar erhalten wir diesen Wert. Die Aktie von PepsiCo schafft es hingegen auf einen Wert von 21,4. Der von mir verwendete Aktienkurs liegt dabei bei 148,99 US-Dollar bei einem 2024er Gewinn je Aktie von 6,95 US-Dollar. Soweit zu den Basics hinsichtlich der wohl wichtigsten Ertragskennzahl.
PepsiCo zahlt auf das Jahr hochgerechnet 5,69 US-Dollar an uns als Investoren aus. Das entspricht einer Dividendenrendite von 3,81 %. Zum Vergleich: Coca-Cola zahlt derzeit 2,04 US-Dollar pro Jahr aus, was einer Dividendenrendite von 2,88 % entspricht. Wir sehen daher, dass der Markenverfolger momentan sehr weit abgeschlagen ist. Ob das gerechtfertigt ist? Kurzfristig womöglich schon. Denn das operative Wachstum lahmte hier zuletzt etwas.
So konnte PepsiCo (wie viele andere Getränke- und insbesondere Lebensmittelkonzerne auch) beim Wachstum nicht mehr an alte Erfolge anknüpfen. Der US-Konzern stagnierte aus Umsatzsicht und musste beim Nettoergebnis einen Rückgang verkraften, der teils auf Sondereffekte zurückzuführen ist. Der springende Punkt ist jedoch: Coca-Cola erzielt weiterhin solide Wachstumsraten. Im ersten Halbjahr wuchs hier das Ergebnis je Aktie bereinigt um 4 % auf 0,88 US-Dollar. Wir sehen daher im Moment einen Unterschied in vielerlei Hinsicht.
Miete vs. Getränkerechnung: Ich nutze die Korrektur!
Kehren wir nun zum eigentlichen Thema zurück: Der Grund, warum mir PepsiCo vielleicht bald zumindest eine Miete zahlt, hängt damit zusammen, dass ich hier eher geneigt bin, massiv zuzukaufen. Coca-Cola ist mit um 3 % Dividendenrendite nicht verkehrt, versteh mich hier nicht falsch. Aber die große Chance sehe ich eher bei dem Wettbewerber.
Denn auch wenn PepsiCo momentan weniger wächst und vielleicht auch die Dividende zukünftig nicht mehr so stark erhöht, bleibt die Aktie aussichtsreich. Mit Marken wie der Pepsi-Cola, 7Up, Mirinda und Gatorade prägt der Konzern ebenfalls die Getränkesparte. Die Snacks um Frito-Lays sind eine gute Diversifikation. Langfristig erwarte ich hier, dass sich der Mix aus steigenden Preisen und leicht steigenden Mengen wieder in einem Wachstum äußern wird. Vergessen dürfen wir zudem nicht, dass der US-Konzern auch seit über 50 Jahren eine stabile und jährlich wachsende Dividende auszahlt. Der Status als Dividendenkönig wird nicht so leicht geopfert. Zumal PepsiCo mit seinem Dividendenwachstum im mittleren bis höheren einstelligen Prozentbereich neue Maßstäbe gesetzt hat.
Ich kann mir daher vorstellen, meine Position in PepsiCo massiv auszubauen. Bei über 4 % würde ich erneut kaufen, bei über 4,5 % meine Position noch einmal vergrößern und bei über 5 % Dividendenrendite sogar überlegen, meine bis dahin aufgebaute Position zu verdoppeln. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis würde dann schließlich bei lediglich 16 liegen. Das wäre für mich eine sehr klare Value-Chance.
Coca-Cola ist hingegen fair bis leicht teuer bewertet. Hier baue ich meine Position derzeit nicht aus, auch wenn die Aktie als Evergreen gilt. Aber, wer weiß: Wenn auch die Aktie irgendwann deutlich günstiger wird, würde ich selbstverständlich auch hier mehr Qualität zu einem guten Preis kaufen. Denn ich habe gewiss nichts gegen Coca-Cola, die Aktie ist mir für den Moment nur einfach zu teuer.
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Vincent besitzt Aktien von Coca-Cola und PepsiCo. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PepsiCo.