Top-Aktien für September 2025

Wachsende Stapel von Münzen, aus denen zarte Pflanzen keimen, neben einem Glas mit noch mehr Geld
Foto: Nattanan Kanchanaprat via Pixabay

Ralf Anders: Kubota Corp

Nachdem sich die USA quasi selbst aus Brasilien – einem der weltweit größten Landwirtschaftsmärkte – gekickt haben, locken dort für Anbieter aus Europa und Asien Marktanteilsgewinne. Ein großer Profiteur könnte Kubota (WKN: 857751) sein, nachdem Präsident Lula im März eine neue Dimension der Beziehungen zwischen Brasilien und Japan ausgerufen hat. Der Konzern produziert in den USA lokal und ist in Brasilien stark präsent. Er ist bekannt für seine kompakten Baumaschinen, spielt aber auch im Wasser- und Agrarsektor eine bedeutende Rolle. 

Neben Landmaschinen bietet Kubota ganzheitliche Agrarlösungen mit vernetzten und aufeinander abgestimmten Technologien, die alle Stufen von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Konsum landwirtschaftlicher Produkte abdecken. Auch mit seinen nachhaltigen Motortechnologien, die das Unternehmen kürzlich auf der Leitmesse Bauma präsentierte, kann es sowohl in Südamerika als auch in Europa punkten. Die Kombination aus Kursrückgängen, sinkendem Yen und einem möglichen Brasilien-Impuls macht diese Value-Aktie nun zunehmend attraktiv. 

Ralf Anders besitzt keine Aktien von Kubota.


Caio Reimertshofer: Monday.com

Meine Top-Aktie für den September 2025 ist die von Monday.com (WKN: A3CR1P). Nach der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen erlebte die Aktie einen starken Kursrückgang. Das Wachstum bzw. die Prognose für das Q3 2025 lagen unter den Erwartungen des Marktes. Außerdem befürchten viele Marktteilnehmer steigende Marketingkosten aufgrund der Entwicklung im Top-of-Funnel des Unternehmens. Ein Mix, der einfach nicht gut an der Börse ankam.

Ich persönlich sehe beide Punkte nicht so negativ. Vielmehr bin ich dankbar für die Chance, die dieser Kurssturz nun für langfristig orientierte Investoren eröffnet. Das Management ist bekannt dafür, tief zu stapeln, um anschließend für positive Überraschungen zu sorgen. 

In den kommenden Quartalen könnte dies als Rückfluss der KI-Investitionen geschehen. Denn Monday.com hat vor Kurzem mehrere KI-Tools vorgestellt, die das Workflowmanagement auf ein neues Level hieven sollen.

Aus meiner Sicht ist diese erfolgreiche Wachstumsgeschichte nach wie vor intakt: Das Wachstum liegt über 20 %, das Unternehmen spült Cash in die Kassen und baut das Engagement sowohl mit neuen als auch bestehenden Kunden durch viel Produktinnovation permanent aus. 

Für mich ist Monday also eine Aktie, die man sich im September zumindest einmal genauer ansehen sollte.

Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Monday.com.


Peter Roegner: SFC Energy AG

Eine Gewinnwarnung hat Ende Juli viel Luft aus der Aktie der SFC Energy AG (WKN: 756857) gelassen. Die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen der US-Zollpolitik unter Präsident Donald Trump setzen dem Unternehmen zu.

Dennoch bleiben die Brennstoffzellen der Bayern weiterhin spannend. Die mobilen und netzfernen Geräte kommen in der Mobilität ebenso zum Einsatz wie in der Sicherheit, der Öl- und Gasindustrie sowie in weiteren Branchen.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+85,64%

Benchmark

+73,21%

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Für 2025 erwartet SFC jetzt noch einen Umsatz von 146 bis 161 Mio. Euro. Wir schätzen den Gewinn pro Aktie auf etwa 40 Cent. Damit wäre das Papier im langfristigen Vergleich nicht besonders teuer. Dass einige Vorstandsmitglieder nach dem Einbruch Aktien gekauft haben, spricht für ihr Vertrauen in das Unternehmen.

Peter Roegner besitzt keine Aktien der SFC Energy AG.


Frank Seehawer: Live Nation Entertainment

Meine Top-Aktie für September 2025 ist Live Nation Entertainment (WKN: A0H0VZ). Das US-Unternehmen profitiert seit Jahren von Megatrends wie der steigenden Nachfrage nach Konzerten, VIP-Erlebnissen und internationalen Tourneen. „Erlebnis statt Besitz“ lautet die Devise der jungen Generation.

Aber auch Fan-Communities von Stars werden immer größer und sind bereit, hohe Preise für Live-Events zu zahlen. Letztere wiederum sind für Künstler notwendig, um gut zu verdienen. Zudem profitiert das Unternehmen von der fortschreitenden Digitalisierung des Ticketvertriebs und dem Ausbau datengetriebener Monetarisierungsstrategien. 

Live Nation Entertainment hat sich hier als klarer globaler Marktführer etabliert und verfügt über eine unglaubliche Macht, über die sich Künstler regelmäßig beschweren. Nicht umsonst klettert die Aktie des Unternehmens ständig auf neue Allzeithochs. Das dürfte auch so weitergehen, sofern nicht eine stärkere Regulierung Einzug hält.

Frank Seehawer besitzt Aktien von Live Nation Entertainment.


Hendrik Vanheiden: Dassault Systèmes

Während die großen Börsenindizes von einem Allzeithoch zum nächsten jagen, lief es bei der Aktie des Softwarespezialisten für virtuelle Umgebungen Dassault Systèmes (WKN: A3CRC5) zuletzt weniger gut. Im letzten Jahr fiel ein Kursminus von 23 % an, ausgehend vom Allzeithoch im Herbst 2021 hat sich die Aktie sogar mehr als halbiert. Das KGV liegt nun bei 21 (bezogen auf den Non-IFRS-Gewinn aus 2024).

Das finde ich ziemlich günstig. Denn die Gewinne je Aktie (Non-IFRS) wachsen weiterhin wie am Schnürchen und sollen bis 2029 im Durchschnitt um rund 10 % pro Jahr zulegen. Dabei dürften die neuen KI-Features helfen. Alles in allem ist Dassault Systèmes für mich eine Top-Aktie, die im September den Weg in mein Depot finden könnte.

Hendrik Vanheiden besitzt keine Aktien von Dassault Systèmes.


Henning Lindhoff: FirstCash Holdings

Du suchst nach einer Aktie, die auch in unsicheren Zeiten verlässlich abliefert? Dann wirf im September unbedingt einen Blick auf FirstCash Holdings (WKN: A3C9LA). Mit über 3.300 Filialen ist das Unternehmen der größte Pfandhausbetreiber in den USA, Mexiko und jetzt auch Großbritannien – dank der Übernahme von H&T Group. 

Für das zweite Quartal 2025 meldete FirstCash 831 Mio. Dollar Umsatz und ein Gewinnwachstum von 31 %. Besonders stark: Die Nachfrage nach Pfandkrediten wuchs in den USA und Lateinamerika um 13 %. Und während Tech-Finanzierer oft noch rote Zahlen schreiben, liefert FirstCash solide Margen und steigert seine Dividende. Hinzu kommt die wachstumsstarke „Buy now, pay later“-Plattform AFF, die inzwischen über 15.000 Händlerpartner zählt. 

Kurz: FirstCash kombiniert altes Geschäftsmodell mit digitalem Schub – und das zu einer recht spannenden Bewertung. Die Aktie ist definitiv einen Blick wert.

Henning Lindhoff besitzt keine Aktien von FirstCash Holdings.


Peter Wolf-Karnitschnig: Fielmann

Meine Top-Aktie für den September ist Fielmann (WKN: 577220). Nach der Vorlage der Halbjahreszahlen wurde die Optikerkette an der Börse ein wenig abgestraft – meiner Meinung nach aber zu Unrecht.

Die Zahlen fielen mit einem Umsatzwachstum von über 12 % gegenüber dem Vorjahr und einer Steigerung des operativen Ergebnisses (EBITDA) um 26 % hervorragend aus. Sie unterstreichen die nach wie vor starke Dynamik des Fielmann-Geschäftsmodells.

Die Pläne des Hamburger Konzerns könnten kaum ehrgeiziger sein. In den kommenden fünf Jahren will Fielmann seinen Jahresumsatz von 1,5 auf über 4,0 Mrd. Euro erhöhen. Wachstumstreiber sollen vor allem das inzwischen gestartete Geschäft in den USA und der Einstieg in die Hörakustik sein. 

Ich halte die Fünfjahresstrategie von Fielmann für realistisch. Der Konzern hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er erfolgreich einen internationalen Vertrieb aufbauen kann. Das wird auch in den USA und bei Hörgeräten gelingen.

Peter Wolf-Karnitschnig besitzt keine Aktien von Fielmann.


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Offenlegung: Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Dassault Systems, Fielmann und Montag.com.



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