2.062-%-Comeback: Wie eine DAX-Aktie zur neuen Kursrakete wird!

Drei Flaggen mit dem Logo von Siemens Energy
Foto: Siemens Energy Global GmbH & Co. KG

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Konzern, der zeitweise wie ein Sanierungsfall wirkte, zum Hoffnungsträger der Energiewende avancieren würde? Die Aktie von Siemens Energy (WKN: ENER6Y) hatte es in der Vergangenheit wahrlich nicht immer leicht, was sich jedoch seit dem Tief im Herbst 2023 geändert hat.

Nach der Abspaltung von Siemens (WKN: 723610) im Jahr 2020 sollte das Unternehmen als eigenständiger Energietechnikkonzern durchstarten. Stattdessen sorgten Qualitätsprobleme bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa für milliardenschwere Belastungen, Gewinnwarnungen und einen dramatischen Vertrauensverlust am Kapitalmarkt. Der Kurs stürzte ab, es wurden staatliche Garantien notwendig und der Konzern wurde zum Sinnbild industrieller Fehlkalkulation.

Die Krise als Wendepunkt

Im Zentrum der Probleme standen technische Mängel bei Onshore-Windturbinen, die nicht nur hohe Rückstellungen erforderten, sondern auch die Reputation beschädigten. Hinzu kamen gestörte Lieferketten, steigende Rohstoffpreise und ein intensiver Wettbewerb im globalen Windmarkt. 

Das Management reagierte mit einem radikalen Restrukturierungsprogramm, einer vollständigen Integration von Siemens Gamesa und einer strategischen Fokussierung auf profitable Projekte. 

Parallel stabilisierte eine staatlich flankierte Bürgschaftsstruktur die Bilanz und stellte die notwendige Liquidität für Großaufträge sicher. Diese Phase markierte den Übergang von der Krisenverwaltung zur strategischen Neuausrichtung.


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Das Geschäftsmodell von Siemens Energy im Kern

Siemens Energy positioniert sich schon länger als integrierter Anbieter entlang der gesamten energietechnischen Wertschöpfungskette. Das Portfolio reicht von Gas- und Dampfturbinen über Stromübertragungstechnologien bis hin zu Offshore- und Onshore-Windkraftanlagen.

Besonders stark ist der Konzern im Bereich der Netztechnik, also bei Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungssystemen, Transformatoren und Netzstabilisierungsanlagen. Diese Technologien sind essenziell, um volatile erneuerbare Energien in bestehende Netze zu integrieren – ein Zukunftsmarkt.

Interessant ist auch die Umsatzstruktur. Während das Windgeschäft zyklisch und margensensibel bleibt, liefern Serviceverträge und das klassische Turbinengeschäft planbare Cashflows. Ohne Rückenwind durch Megatrends wäre die Equity Story aber nur halb so spannend.

Wachstumstreiber der kommenden Jahre

Zentraler Wachstumsmotor ist die globale Dekarbonisierung. Staaten investieren Milliarden in den Ausbau erneuerbarer Energien, in die Wasserstoffinfrastruktur und in intelligente Stromnetze.

Siemens Energy profitiert dabei nicht nur von Neuinstallationen, sondern vor allem vom Modernisierungsbedarf alter Netze in Europa und Nordamerika. Großprojekte im Nahen Osten und in Asien stärken zusätzlich den Auftragsbestand, der zuletzt historische Höchststände erreichte.

Zudem dürfte die Wasserstofftechnologie an Bedeutung gewinnen. Elektrolyseure zur Herstellung von grünem Wasserstoff eröffnen in Kombination mit Offshore-Windparks neue Märkte. Durch technologische Kompetenz, Skaleneffekte und politische Rückenwinde verbessert sich die Margenperspektive spürbar. Nach Jahren der Abschreibungen und Rückstellungen rückt nun operative Exzellenz in den Vordergrund.

Eine besondere Rolle dürften dabei die kommenden KI-Rechenzentren spielen. Hier zeigt sich, dass Gasturbinen das Mittel der Wahl sein könnten, um den hohen Energiebedarf zu decken.

Das Comeback der Aktie ist daher weniger ein spekulativer Hype als vielmehr das Resultat einer strukturellen Marktverschiebung. Ich halte neue Allzeithochs für vorstellbar, wobei der aktuell erwartete KGV von 30 schon einiges dieser Fantasie vorwegnimmt.

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Frank besitzt Aktien von Siemens. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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