Brookfield-Aktie: Das spricht für eine Verdreifachung bis 2030!

Die auf Infrastruktur, Rechenzentren und Einkaufszentren spezialisierte Beteiligungsholding Brookfield Corp (WKN: A3D3EV) sieht ihre eigene Aktie als unterbewertet an und kündigt einen Plan an, mit dem der Wert bis ins Jahr 2030 auf 210 US-Dollar je Brookfield-Aktie gesteigert werden soll. Wohlgemerkt: Aktuell liegt der Kurs bei 70 US-Dollar, der Planwert bei 102 US-Dollar. Das heißt, bis 2030 könnte sich der Kurs, wenn alles richtig läuft, verdreifachen. Doch wie soll das funktionieren, und ist das überhaupt plausibel?
So möchte Brookfield den Aktienwert steigern
Das Vermögensverwaltungsunternehmen Brookfield (nicht zu verwechseln mit der Tochter Brookfield Infrastructure!) ist kein Unbekanntes: In den letzten 30 Jahren hat das Unternehmen eine Aktienmarktperformance von 19 % p. a. erzielt und damit den S&P 500 deutlich übertroffen. Nun möchte das Unternehmen in eine neue Wachstumsphase übergehen. Wie schon auf dem Investorentag vor ein paar Wochen möchte man neue Schwerpunkte setzen. Diese sind das Versicherungsgeschäft, Investitionen in KI-Infrastruktur und die Stärkung der Immobilienexpertise für die Erholung des Marktes.
Der größte Treiber soll aus der investitionsorientierten Versicherungsorganisation kommen. Hier möchte man auch die Pensionsversicherung beackern. Diese wird durch die alternde Bevölkerung in den westlichen Ländern zu einem großen Markt.
Anders als die aktuellen Marktteilnehmer, die erhaltene Beiträge zu nur 20 bis 30 % in Sachwerte wie Immobilien und Aktien investieren und den Rest in Anleihen und Bargeld, will Brookfield 50 % der Beiträge in Sachwerte investieren. Dadurch hat Brookfield einen Vorteil bei der langfristigen Rendite und geht weniger Risiko ein. Hier hat man sich an Berkshire Hathaway und Markel ein Beispiel genommen, die dies seit vielen Jahrzehnten sehr erfolgreich betreiben. Die Gewinne aus diesem Geschäft sollen bis 2030 um 26 % p.a. wachsen.
Brookfield-Aktie: Hier liegen weitere Potenziale
Auch die Investitionsmöglichkeiten im Bereich der KI-Innovationen sollen für Wachstum sorgen. Gemeint sind KI-Fabriken, Stromnetze, Batterien und erneuerbare Energien. Das ist ein riesiger Markt, der Kapital benötigt. Brookfield kann dieses Kapital einerseits durch die Versicherungsbeiträge und andererseits von den Versicherungen und Family Offices, für die Brookfield Private-Equity-Fonds verwaltet, bereitstellen.
Dazu möchte man bei einer globalen Erholung des Immobilienmarktes das erstklassige Portfolio nutzen, um die eine oder andere Immobilie zu verkaufen und dadurch Gewinn für die Fonds zu realisieren. Bei hohen Gewinnen kann auch Carried Interest, eine Gewinnbeteiligung für die Manager von Private-Equity-Fonds, realisiert werden, das durch eine geschickte Kapitalallokation der Beträge zusätzlich den Gewinn je Brookfield-Aktie steigern kann.
Ohne diese Carried Interests und Kapitalallokationen geht das Management von einer Steigerung des ausschüttungsfähigen Gewinns um 17 % p. a. auf 6,9 US-Dollar je Brookfield-Aktie aus. Unter Berücksichtigung der Carried Interest kann dieser sogar auf 10,4 US-Dollar und ein jährliches Plus von 25 % p. a. steigen. Der Hebel ist enorm. So verringerte sich das KGV beispielsweise von 21 (jetzt) auf 10 oder sogar auf 7.
Fest steht: Brookfield, Besitzer von Vermögenswerten wie dem Shoppingcenter Potsdamer Platz in Berlin oder Manhattan West in New York, profitiert von der Senkung der Leitzinsen. Dadurch kann das Unternehmen auch Angebote anderer Investoren nutzen.
Wie wir über die Brookfield-Aktie denken
Die Strategie klingt plausibel und es besteht die Möglichkeit auf profitables Wachstum in den nächsten Jahren. Wenn der Aktienkurs jedoch nicht mitzieht, geht das Management dazu über, eigene Aktien zurückzukaufen. Das kann den Hebel auf den Gewinn je Brookfield-Aktie nochmals stärken. In den letzten zwei Jahren wurden Aktien im Wert von zwei Milliarden für durchschnittlich 44 US-Dollar je Aktie zurückgekauft.
Heute steht der Kurs der Brookfield-Aktie bei 71 US-Dollar. Ein Plan-Value von 210 US-Dollar ist möglich. Und wir als langfristige Investoren freuen uns, das Unternehmen auf diesem Weg zu begleiten.
Die größte Chance für die Brookfield-Aktie ist das Portfolio mit einigen Zukunftschancen wie erneuerbaren Energien und Datenautobahnen wie Funkmasten und Glasfaserkabeln. Diese können durch gute Erträge aus dem Asset Management und dem Versicherungsgeschäft finanziert werden. Das größte Risiko ist ein Imageverlust durch eine oder mehrere Fehlinvestitionen. Eine Überregulierung des Sektors, wie sie bei den Banken zu beobachten ist, könnte sich ebenfalls negativ auswirken.
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Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway, Brookfield Corp. und Markel.
