„Hidden“ Gem der Gaming-Landschaft: 19,86 Mio. verkauften Konsolen – Aktie crasht – jetzt kaufen?

Nahaufnahme von Figuren der Nintendo-Charaktere Luigi, Yoshi und Mario
Foto: Pixabay via Pexels

Wenn eine Aktie aus der Gaming-Landschaft 19,86 Mio. Einheiten einer Konsole innerhalb eines Jahres verkauft: Ist das ein Erfolg? Ja, durchaus. Solche Verkäufe bilden oft einen wichtigen Eckpunkt für zukünftige Verkäufer. Mit jeder Konsole steigt die Anzahl der Spieleverkäufe. Mit dem Gerät selbst beginnt schließlich ein neuer Konsumzyklus.

Nintendo (WKN: 864009) hat zum Ende des letzten Quartals bereits 19,86 Mio. Einheiten seiner Switch 2 verkauft. Damit konnte man bereits den Ladenhüter Wii U im ersten Geschäftsjahr übertreffen. Wobei die Konsole noch nicht einmal ein Jahr auf dem Markt ist. Dennoch gibt es auch Belastungen: Handelszölle, steigende Chipkosten und andere Faktoren führen dazu, dass die Aktie zuletzt massiv korrigiert ist.

Seit der Spitze verlor die Nintendo-Aktie von über 80 Euro bis auf aktuell etwa 38 Euro an Wert. Das entspricht einer Halbierung des Aktienkurses. Doch solltest du jetzt in Anbetracht der guten Verkaufszahlen in die Aktie investieren? Sehen wir uns die News an und die weiteren Aussichten.

Nintendo: Aktie crasht, doch die Switch 2 ist trotz Produktionskürzung ein Erfolg

Wenn wir uns die Zahlen ansehen, so erkennen wir viel Potenzial bei gleichzeitig auftretenden Belastungen. Das Bild ist nicht ganz klar. Auch deshalb verliert die Aktie derzeit massiv an Wert. Derzeit macht Nintendo beispielsweise Schlagzeilen damit, dass man den Preis für die Switch 2 um 100 US-Dollar auf 500 US-Dollar erhöhen möchte. Hintergrund sind die steigenden Produktionskosten. Besonders Halbleiter und Speicherchips seien kaum zu bekommen, und wenn, dann mit höheren Preisen verbunden. Diese Preise gibt Nintendo an die Verbraucher weiter.

Beides führt auch dazu, dass Nintendo zuletzt die eigenen Produktionsziele gesenkt hat. Im laufenden Quartal sollen demnach lediglich vier Mio. Einheiten gebaut werden. Ursprünglich rechnete das Management mit sechs Mio. Einheiten. Diese Produktionskürzung um ein Drittel hat dem Markt nicht unbedingt gefallen. Deshalb korrigierte die Aktie ebenfalls deutlich.

Trotzdem müssen wir auch sagen, dass die 19,86 Mio. Einheiten binnen Jahresfrist bahnbrechend sind. Das Management von Nintendo sieht besonders im Spielemarkt noch viel Potenzial. Die aktuellen Zocker der neuesten Konsole würden demnach im Durchschnitt 2,5 Spiele besitzen. Im Durchschnitt wird es in einem Zyklus häufig eine hohe, einstellige Anzahl. Gerade bei den hochmargigeren Spielen dürfte Nintendo daher noch punkten können, wenn man guten Content erstellt. Mit der Traumfabrik, bestehend aus Super Mario, The Legend of Zelda, Kirby, Yoshi, Donkey Kong, Pokémon, Pikmin und vielen weiteren Franchises, besteht die Möglichkeit, dass wir uns noch am Anfang des Zyklus befinden. Die Switch 2 steht nach nicht einmal einem Jahr also wirklich noch an ihrem Anfang.


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Operative Zahlen und die Hoffnung auf Besserung

Die Verkäufe der Switch 2 sind jedoch nicht allein entscheidend. Wichtig ist bei der Aktie von Nintendo auch, dass der japanische Konzern ausreichend verdient. Höhere Produktionskosten haben zuletzt die Ergebnisse gehemmt. Im zuletzt abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 stieg deshalb zwar der Umsatz um 98 % auf 2,3 Billionen Yen. Beim operativen Ergebnis hat es aber lediglich einen Zuwachs von 27,5 % auf 360 Mrd. Yen gegeben. Das Konzernergebnis stieg hingegen um 52 % auf 424 Mrd. Yen. Aber auch das konnte nicht mit dem Umsatzwachstum mithalten.

Per Preiserhöhungen kann Nintendo grundsätzlich die Marge erhöhen. Es bleibt jedoch die Frage bestehen, ob der Absatz darunter leidet. 100 US-Dollar mehr sind schließlich alles andere als wenig, für gewöhnlich sinkt im fortlaufenden Konsolenzyklus der Preis auch eher. Die kommenden Quartale werden daher überaus wichtig für die Aktie von Nintendo. Denn es steht viel auf dem Spiel.

Apropos Spiel: Gute Inhalte dürften den Gewinn ebenfalls stärker beeinflussen. Denn Spiele besitzen hohe Margen. Sie kosten in der Produktion eher wenig, sind sie einmal entwickelt, praktisch nur noch für das Modul, die Verpackung und den Versand. Auch das könnte im neuen Geschäftsjahr 2027 die Margen bedeutend verbessern. Nintendo wird aber zeigen müssen, dass man an die bisherigen Erfolge anknüpfen kann. Mit 214.000 verkauften Einheiten allein in Japan markierte Nintendo im Heimatmarkt aber einen neuen Absatzrekord. Womöglich ein Indikator dafür, dass Big N abseits von Handelszöllen durchaus ein gutes und nachgefragtes Produkt besitzt.

Nintendo-Aktie: Unter dieser Prämisse würde ich heute kaufen!

Kommen wir nun also zu einem Fazit: Nintendo präsentiert mit der Switch 2 grundsätzlich ein gutes Produkt. Die größeren Probleme resultieren eher aus dem Herstellungsprozess und der Zollpolitik. Nicht zwangsläufig von der Nachfrageseite her. Dennoch belastet der japanische Konzern auch hier: Die Preiserhöhung wird womöglich einige Verbraucher vergraulen. Wenn ich die Aktie daher heute kaufen würde, dann eher mit der Annahme, dass die positiven Indikatoren überwiegen und die Switch 2 das Potenzial zu einem großen Erfolg hat.

Mit einem KGV von 19,6 ist die Aktie jedenfalls nicht wirklich teuer. Wenn die Switch 2 mit guten Spielen und einem hochlaufenden Konsolenzyklus weiteres Wachstum bringt, wäre die aktuelle Bewertung zu günstig. Mit einem Misserfolg bei der Switch 2 dürften wir das Tal der Tränen aber noch nicht durchschritten haben.

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