Dream Finders-Aktie: Diese Punkte sprechen für einen Turnaround 2026

Patrick Zalupski, Gründer und CEO des Häuserbauers Dream Finders Homes (WKN: A2QMNU), sprach im jüngsten Quartalsbericht von „einem weiterhin komplexen und herausfordernden Umfeld im Wohnungsbau.“ Zugleich bezeichnete er das Ergebnis seines Unternehmens im dritten Quartal als „bewundernswert“ – eine Ansicht, die er wohl ziemlich exklusiv hat, denn die Dream Finders-Aktie reagierte mit Verlusten von fast 8 % auf die jüngsten Ergebnisse.
Dream Finders Homes: Ja, was ist denn so bewundernswert?
Vielleicht meine Zalupski die Zahl für den Eigentumsübergang von Häusern, die mit 1.915 (plus 1 % gegenüber dem Vorjahr) den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte für ein drittes Quartal erreichte. Auch die Netto-Neubestellungen waren mit 2.021 (plus 20 %) so hoch wie noch nie von Juli bis September.
Der Markt schien sich dagegen auf andere Werte zu konzentrieren. So ging etwa der Umsatz aus dem Hausbau um 7 % auf 917 Mio. US-Dollar zurück. Die entsprechende Bruttomarge sank um 170 Basispunkte von 19,2 auf 17,5 %, was Dream Finders mit Änderungen im Produktmix, Preisnachlässen sowie höheren Kosten für Grundstücke und Finanzierungen begründet.
Auch nach vorn raus ist kurzfristig keine Besserung in Sicht. Der durchschnittliche Verkaufspreis („ASP“) des Auftragsbestands per 30. September betrug 447.133 US-Dollar. Per Ende Juni betrug der ASP noch 477.865 US-Dollar und damit rund 6,4 % mehr. Derzeit kann Dream Finders also nur günstigere Häuser verkaufen oder muss größere Nachlässe gewähren. Immerhin ist der Auftragsbestand mit 2.619 Häusern größer als Ende Juni mit 2.513 Objekten.
Höhere Kosten und fallende Gewinne
Wie schon in den Quartalen zuvor legten die allgemeinen Aufwendungen um rund 7 % zu. DFH führt dies auf Kosten für Forward-Hypothekenprogramme zurück, die es „Hauskäufern ermöglichen, ihre Hypothekenzinsen zum Zeitpunkt des Verkaufs festzuschreiben“.
Unterm Strich steht ein Nettoergebnis von 47 Mio. US-Dollar (minus 33,5 %) oder 47 Cent je Aktie. Im dritten Quartal kaufte das Unternehmen für 10 Mio. US-Dollar 357.715 eigene Aktien zurück (durchschnittlich etwa 28 US-Dollar je Dream Finders-Aktie). Weiterhin sammelte DFH 300 Mio. US-Dollar über die Ausgabe einer fünfjährigen Anleihe mit einem Zinssatz von 6,875 % ein.
Einen finanziellen Ausblick gibt Dream Finders traditionell nicht. Es gibt lediglich die Zahl der erwarteten Hausverkäufe für das gesamte Geschäftsjahr. Und die zeigt, wie schwierig die Situation derzeit ist: Das Management nahm die bisherige Prognose von 9.250 zurück und rechnet bis Jahresende jetzt nur noch mit etwa 8.500 Häusern. Das dürfte auch zum Kursrückgang der Dream Finders-Aktie beigetragen haben.
Das Ergebnis des dritten Quartals zeigt die Schwierigkeiten, mit denen es Häuserbauer derzeit zu tun haben. Vorsicht bei den Verbrauchern angesichts einer unsicheren Konjunktur, höherer Materialpreise und weiterhin hoher Zinsen sorgt für Zurückhaltung.
Dream Finders-Aktie: Darum bleiben wir bei der Kaufempfehlung
Dennoch bleibt die Dream Finders-Aktie für uns weiterhin ein spannendes Investment, denn der „amerikanische Traum“ eines Eigenheims ist ja nicht verschwunden. Dank des „Asset-Light“-Geschäftsmodells ist DFH eine der besten Unternehmen der Branche. Die Zinssenkungen der Fed könnten das Geschäft ankurbeln; zuletzt sind diese auch am langen Ende bei Immobilienfinanzierungen angekommen.
Daher hat CEO Zalupski das Schlusswort: „Obwohl wir weiterhin kurzfristige Herausforderungen für den Immobilienmarkt sehen, sind wir zuversichtlich, dass wir die Grundlage geschaffen haben, um unser Geschäft weiter auszubauen und unseren Aktionären auch langfristig überdurchschnittliche Renditen zu bieten.“ Investoren der Dream Finders-Aktie werden sich darauf freuen, wenn dieser Moment endlich kommt.
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