Was du erwarten kannst, wenn du heute 5.000 Euro in die Nemetschek-Aktie investierst!

Ein Mann im Anzug hält ein Tablet in der Hand, auf dem illustrierte Kräne und andere Baustellenfahrzeuge stehen
Bild: Gerd Altmann via Pixabay

Nach dem beeindruckenden damaligen Hochlauf auf 90 Euro sind wir bei unserem aufstrebenden Bausoftware-Konzern Nemetschek (WKN: 645290) etwas vorsichtig geworden und stuften im Februar 2024 auf Silber ab. In der Folge konnte die Nemetschek-Aktie mit einer bärenstarken operativen Entwicklung überzeugen und neue Kursrekorde erklimmen. Im Juli 2025 schrieben wir trefflich: „[…] die Bewertung von 15 Mrd. Euro birgt Rückschlagpotenzial“ – zumal wir auch einige Schönheitsfehler identifizierten.

Nach einer Kursabkühlung in Richtung 100 Euro erkannten wir wieder ein besonders attraktives Chancen-Risiko-Verhältnis und stuften im September 2025 auf Gold hoch. Die Nemetschek-Aktie ist langfristig schließlich ein absoluter Top-Performer und dahinter steht ein großartiges Unternehmen, das wir gerne mögen. Umso gespannter waren wir auf die Q3-Zahlen. Würden sie den Abwärtstrend beim Kurs stoppen können?

Die Nemetschek-Aktie liefert Gutes und Schlechtes

Die ersten Börsenreaktionen geben kaum Aufschluss darüber. Es ging hoch und runter. Und das liegt daran, dass sich im Detail sowohl positive als auch negative Aspekte verstecken, die schwierig in ein schnelles Gesamturteil zu fassen sind.

CEO Yves Padrines betonte natürlich zunächst das Positive: Die wiederkehrenden Umsätze (ARR) bei den wichtigen Segmenten Design und Build wuchsen mit hohen zweistelligen Raten. Insgesamt gab es beim ARR ein Plus von 22 % auf 1,08 Mrd. Euro, währungsbereinigt sogar +26 %. Und die EBIT-Marge stieg von 22,9 auf 26,4 %.

Um das gute Momentum zu halten, investiere man gezielt in seine Plattformen. Beim Einbetten von agentischer KI über alle Anwendungen hinweg komme man gut voran. Der Untertitel des Q3-Berichts “Intelligence beyond AI” macht auch den Anspruch deutlich, beim KI-Thema nicht nur ein Mitläufer zu sein, sondern eigene Akzente zu setzen, die Teil eines umfassenderen Plans sind.

Aktienwelt360 Aktienkompass

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Benchmark

+74,65%

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Das sind die negativen Nachrichten

Nach 9 erfolgreichen berichteten Monaten und einem Oktober im Rückspiegel ist man sicher, dass die im Juli angehobene Jahresprognose voll erfüllt werden kann. Aber eben nur erfüllt. Manch einer hatte gehofft, dass sich das Management eine weitere Anhebung beim Umsatz und normalisierten EBITDA zutrauen würde.

Aber die beiden Segmente Manage und Media stagnieren. Beim ersten ist es die lahmende Bauwirtschaft in Europa und beim anderen die “gemischte Marktdynamik”. Es besteht auch die Sorge, dass die Videoeffekt-Werkzeuge zunehmend von KI-Tools zur Bewegtbildgenerierung bedrängt werden. Zwar ist es wahrscheinlicher, dass die präzise Software im Tandem mit KI eingesetzt wird für optimale Ergebnisse, aber auch das könnte Einbußen bedeuten.

Nemetschek wird dort investieren müssen, um relevant zu bleiben und neue Dynamik entfachen zu können. Bei Manage jedenfalls erkennt das Management große Potenziale rund um Öko- und Energieeffizienz-Bauvorschriften.

Diese Schritte geht Nemetschek jetzt

Mit der Anfang Oktober abgeschlossenen Übernahme der amerikanischen Firmus AI hat sich Nemetschek zunächst im Bereich der digitalen Entwurfsprüfung und Risikoanalyse von Bauprojekten verstärkt. Mit solchen komplementären Akquisitionen baut Nemetschek seine Reichweite aus und vertieft sein Leistungsspektrum entlang der Wertschöpfungskette. Zudem kommen so Talente mit KI-Know-how unter das Konzerndach, was die Gesamtstrategie unterstützt.

13+1 | RisikoReich

Noch immer unschön ist, dass Nemetschek trotz der Nettogewinne und der geringen Ausschüttungen weiterhin Eigenkapital verliert. Währungseffekte senken das Vermögen und der Kursanstieg führt zu höheren aktienbasierten Vergütungen.

Davon abgesehen steht Nemetschek bilanziell ausgezeichnet da. Die Finanzschulden von 450 Mio. Euro sind gut beherrschbar, angesichts von über 300 Mio. Euro kurzfristig verfügbaren Mitteln und einem operativen Quartals-Cashflow von 94 Mio. Euro.

Unser Fazit zur Nemetschek-Aktie

Insgesamt sehen wir eine Menge Hebel, um die Wachstumsmaschine auf Jahre hinaus am Laufen zu halten. Der Gewinn je Nemetschek-Aktie lag nach 9 Monaten bei 1,52 Euro (+21 %) und dürfte 2025 bei rund 2 Euro herauskommen. Das zugehörige KGV von derzeit etwa 50 könnte sich aufgrund des Wachstums alle drei bis vier Jahre halbieren.

Wir sind davon überzeugt, dass Nemetschek das schaffen kann. Deshalb empfehlen wir die Nemetschek-Aktie weiterhin sehr gern zum Kauf.

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