2 Top-Aktien für 2026: Value, Dividende und Wachstum!

Wenn mir jemand unterstellen würde, ich säße hier wie ein halbseriöser Börsenflüsterer mit Seidenschal und geheimem Markt-Orakel, müsste ich schmunzeln: In Wahrheit stütze ich mich aber schlicht auf solide Fakten – vor allem bei den Aktien von Wolters Kluwer (WKN: A0J2R1) und FactSet Research Systems (WKN: 901629).
Beide Unternehmen vereinen meiner Meinung nach Value, Dividende und strukturelles Wachstum in einer Weise, die 2026 durchaus attraktive Gelegenheiten bereithalten könnte, sofern man bereit ist, die aktuellen Turbulenzen nüchtern einzuordnen und die offensichtlichen Fallstricke nicht zu ignorieren. Aber schauen wir einmal näher hin, warum die Aktien derzeit spannend sein könnten.
Wolters Kluwer: Stabilität mit cash-starkem Rückkauf
Die Equity-Story von Wolters Kluwer basiert auf einem soliden Informations- und Softwaregeschäft in den Bereichen Recht, Steuern, Gesundheitswesen und ESG. Besonders spannend finde ich, dass das Unternehmen hohe wiederkehrende Umsätze generiert, vor allem in digitalen Segmenten. Hohe Margen und ein starker Cashflow sind somit quasi vorprogrammiert.
Doch derzeit bleibt der Kurs hinter den Erwartungen zurück. In diesem Jahr brach die Aktie um 43 % ein, nachdem sie ihr Jahreshoch von über 180 Euro erreicht hatte.
Gründe hierfür sind unter anderem Herabstufungen durch Analysten wie Morgan Stanley, die das mittelfristige organische Wachstum vorsichtiger sehen. Zudem wurde der Verkauf einer Sparte für Finanz- und Risikoberichte angekündigt. Dies ist zwar strategisch begründet, weckt aber kurzfristig Unsicherheit über die zukünftige Fokussierung. All dies, kombiniert mit einer hohen Bewertung, wirkt toxisch.
Den Ausverkauf halte ich jedoch für überzogen. Das erwartete KGV liegt bei 17. Mittelfristig könnte die Dividendenrendite auf 3 % steigen und das Wachstumstempo dürfte wieder anziehen.
Vor allem die neuen KI-Features halte ich für interessant. Die seit 2018 regelmäßig stattfindenden Aktienrückkaufprogramme sollten den Gewinn je Aktie weiter steigern und damit den Shareholder Value erhöhen.
FactSet Research Aktie: Daten-Dauerläufer mit Führungswechsel
Bei FactSet Research Systems liegt die Stärke im Angebot von Finanzdaten, Analytik und Workflow-Lösungen für institutionelle Investoren. Das Modell ist äußerst sticky: Das organische Annual Subscription Value (ASV) wächst verlässlich – im Q4/2025 stieg es um 5,7 %. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Dividende 26 Jahre in Folge erhöht, was seine starke Kapitalallokation und stabile Free-Cashflow-Generierung unterstreicht. FactSet ist also vom Grundsatz her ein klassischer Quality-Wert mit inflationsresistentem Abo-Geschäft, was ein solides Fundament für langfristiges Wachstum bietet.
Dennoch ist die Aktie zuletzt stark gefallen – ein Grund ist der angekündigte Rücktritt des langjährigen CEO Phil Snow und der geplante Führungswechsel hin zu Sanoke Viswanathan von JPMorgan. Solche Wechsel erzeugen Unsicherheit, insbesondere, wenn das Management bislang sehr stabil war.
Darüber hinaus sieht sich FactSet mit Druck auf die Margen konfrontiert, weil Ausgaben für Personal und Technologie steigen. Trotz Rekord-Free-Cashflow von 618 Mio. US-Dollar im Jahr 2025 bleibt der Markt vorsichtig.
Mittlerweile überzeugt mich die Bewertung mit einem erwarteten KGV von unter 16 angesichts eines möglichen mittelfristigen Wachstums im hohen einstelligen Bereich. Ich halte dies für attraktiv – vor allem auch wegen der tiefen Burggräben, die sich aus hohen Wechselkosten durch tief integrierte Analyse-Workflows, veredelten Premium-Finanzdaten und einem eng verzahnten Software-Ökosystem ergeben, das Kunden langfristig bindet.
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Frank besitzt Aktien von FactSet Research Systems und Wolters Kluwer. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

