Aktuell 34 % Umsatzwachstum: Kann sich die INIT-Aktie noch einmal ver-12-fachen?

Fahrgäste warten auf ihr öffentliches Verkehrsmittel, Fahrgastinformation von init im Hintergrund
Foto: INIT SE

INIT (WKN: 575980) unterstützt über 1.400 Verkehrsunternehmen weltweit bei der Digitalisierung ihrer Betriebsprozesse. Das Spektrum reicht von Hard- und Softwarelösungen für die Betriebssteuerung und Personaleinsatzplanung bis hin zur Fahrgastinformation und Bezahlung. Angetrieben vom globalen Ausbau und der Digitalisierung des öffentlichen Nahverkehrs wächst das Geschäft langfristig mit zweistelligen Raten, was die INIT-Aktie für Anleger attraktiv macht. So auch im abgelaufenen dritten Quartal 2025:

So ist die aktuelle Lage bei der INIT-Aktie

Der organische Umsatz legte um 30 % zu. Die vor einem Jahr erfolgte Übernahme des Datenmanagementspezialisten DILAX trieb das Gesamtumsatzwachstum zusätzlich auf 34 % an. Gegenüber dem letzten Quartal gab es also noch einmal eine deutliche Wachstumsbeschleunigung.

Der größte Treiber waren erneut Großaufträge in Nordamerika – allen voran das größte Projekt der Firmengeschichte, bei dem INIT in Atlanta ein cloudbasiertes Smart-Ticketing-System einführt. Im Gegensatz dazu schwächten sich kleinere Aufträge in anderen Regionen leicht ab.

Auch die Profitabilität zog kräftig an: Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) legte im Quartal um beeindruckende 74 % zu. Neben dem Umsatzwachstum wirkte sich hierbei das überproportionale Wachstum im margenstarken Nachliefergeschäft (Ersatzteile, zusätzliche Lizenzen und Verbrauchsmaterial) positiv aus. Zusätzlich stiegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten mit +28 % unterproportional. Da diese Zahlen im Rahmen der Erwartungen lagen, wurde die Jahresprognose (34 % mehr Umsatz, 37 % mehr EBIT) bestätigt.

Wer hoch fliegt, kann auch tief fallen? Die Prognose für die INIT-Aktie

Auch bei der Auftragslage wirkten sich Folgeaufträge von Großkunden aus Nordamerika positiv aus, während in anderen Bereichen der Auftragseingang sank. Das Management berichtete in dem Zusammenhang von „Stabilität durch internationale Diversifikation“. Wir sehen die breite Aufstellung des Unternehmens mit den ganz grob drei gleich großen Umsatzblöcken Deutschland, Nordamerika und Rest der Welt als positiv an, machen uns jedoch etwas Sorgen zur weiteren Umsatzentwicklung.

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Denn die Installationsphase des Großprojekts in Atlanta wird bis Mitte 2026 – pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft – abgeschlossen sein. INIT wird anschließend zwar weiterhin wiederkehrende Umsätze aus Wartung, Support und Software-Nutzung des Großprojekts erzielen. Die hohen Einmalumsätze für den Verkauf der Hardware, Systemintegration und Implementierung werden dann jedoch wegfallen. Wir beobachten gespannt, ob es INIT im nächsten Jahr gelingen wird, diesen Rückgang in der Projektsparte mit anderen (kleineren) Projekte zu kompensieren.

Auf mittlere Sicht sollte diese Herausforderung jedoch keine Rolle spielen. INIT agiert als Weltmarktführer in einer Nische mit starkem Rückenwind. Diverse staatliche Investitionsprogramme zur Förderung des öffentlichen Nahverkehrs sollten das Wachstum mittelfristig mit knapp zweistelligen Raten antreiben. Entsprechend bleiben wir bei der INIT-Aktie, die aktuell zu einem KGV von 27 gehandelt wird, gerne dabei, und sind gespannt, ob sich nächstes Jahr eine Nachkaufchance ergibt, wenn der Markt möglicherweise von einer schwächeren Umsatzentwicklung überrascht werden könnte.

Das sind die Chancen und Risiken

INIT ist nicht in einzelne Segmente unterteilt. Vielmehr bietet der Konzern Verkehrsunternehmen weltweit ganzheitliche Lösungen aus Software und Hardware inklusive Planung an. Dazu gehören beispielsweise Fahrgastinformationssysteme, oder auch Ticketingsysteme und Lösungen für das Flottenmanagement.

13+1 | RisikoReich

INIT hat die Chance, durch seine vielfältigen Lösungen, die bereits den Aufbau von Mobilitätsplattformen, die unterschiedliche Dienste umfassen können, von neuen Mobilitätskonzepten zu profitieren. Mit den Lösungen können zudem knapper werdende Personalkapazitäten (Fahrer, Leitstellenpersonal,..) effizienter genutzt werden. Darüber hinaus ist auch der weltweite Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ein Wachstumsfaktor für INIT. Eigenen Angaben zufolge arbeitet das Unternehmen weltweit mit mehr als 1.400 Verkehrsunternehmen zusammen. Diese Beziehungen sind eine hervorragende Grundlage für den nachhaltigen Erfolg.

Das größte Risiko für die INIT-Aktie besteht darin, dass ein großer Teil der Kunden öffentliche Einrichtungen, wie beispielsweise Nahverkehrsbetriebe, sind. Dadurch kann es lange dauern, bis Projekte final beschlossen werden oder auch politisch motivierte Sparmaßnahmen das Geschäft belasten. Es gibt nur wenige wiederkehrende Umsätze, der Großteil ist Projektgeschäft. In schlechten Zeiten könnten Umsätze und Gewinne also recht leicht wegbrechen. Es zeichnet sich ab, dass genau das in 2026 (und 2027?) passieren könnte: Großaufträge in Nordamerika enden und gleichwertiger Ersatz ist zumindest aktuell nicht in Sicht.

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