Was wäre, wenn du diese Aktie einfach liegen lässt?

Ein Stapel Münzen in Nahaufnahme, im Hintergrund eine alte Holzuhr
Foto: Pixabay via Pexels

Manche Dinge werden mit der Zeit einfach besser. Wie ein guter Wein. Oder wie die Microsoft (WKN: 870747)-Aktie in den letzten 20 Jahren. Wer Anfang 2005 für 10.000 Euro Microsoft-Aktien gekauft und dann einfach liegen gelassen hätte, hätte heute etwa 176.000 Euro (Dividenden ausgenommen). Ohne Rebalancing, ohne Timing, ohne nervöse Verkäufe nach schlechten Quartalszahlen.

Das Spannende dabei ist: Die wenigsten haben das geschafft. Die meisten Anleger verkaufen viel zu früh. Nach einem Kurssprung von 30 % wird oft Gewinn mitgenommen. Bei einem Rücksetzer von 15 % breitet sich Panik aus. Das Ergebnis? Renditen, die weit unter dem liegen, was möglich gewesen wäre.

Warren Buffett hat einmal gesagt, seine liebste Haltedauer sei „für immer”. Das klingt platt, ist aber aus meiner Sicht trotzdem wahr. Gerade bei Unternehmen wie Microsoft zeigt sich: Wer seine Aktien einfach liegen lässt, fährt oft besser als die hyperaktiven Trader.

Microsoft: Das Unternehmen, das nicht aufhört zu wachsen

Schauen wir uns die Fakten doch einmal an. Microsoft hat sich vom trägen Windows-Konzern zum Cloud-Giganten entwickelt. Die Azure-Plattform verzeichnet seit Jahren ein zweistelliges Wachstum. So legte Azure im ersten Quartal des Fiskaljahres 2026 um 40 % zu. Das ist kein Zufall. Es ist die Folge massiver Investitionen in die KI-Infrastruktur.

Das Cloud-Geschäft bringt Microsoft mittlerweile mehr ein als Windows und Office zusammen. Und die Margen sind saftig. Unternehmen zahlen monatlich für Rechenleistung, Speicher und KI-Dienste. Das sind planbare, wiederkehrende Einnahmen. Der Traum eines jeden CFOs (und Investors).

Hinzu kommt die starke Position des Unternehmens im Bereich der künstlichen Intelligenz. Microsoft hat sich früh an OpenAI beteiligt, während die meisten noch über Chatbots gelacht haben. Heute ist Copilot in jedes große Microsoft-Produkt integriert. Auch Office erhält einen KI-Assistenten. Windows bekommt einen KI-Assistenten. Sogar die Verwaltung von Azure läuft mittlerweile über KI-Agenten.

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Die Investitionen sind enorm. Allein im ersten Quartal des Fiskaljahres 2026 hat Microsoft 34,9 Mrd. US-Dollar für Kapitalausgaben ausgegeben. Das ist ein Anstieg von 74 % gegenüber dem Vorjahr. Microsoft plant, seine KI-Kapazität im Fiskaljahr 2026 um über 80 % zu erhöhen und die Anzahl seiner Rechenzentren in den nächsten zwei Jahren fast zu verdoppeln. Genau diese Kapitalstärke macht Microsoft für die Konkurrenz so gefährlich.

Die Dividende: Langweilig, aber zuverlässig

Für Langfristanleger wird es jetzt richtig interessant. Microsoft zahlt seit 2003 ununterbrochen Dividende. Das sind inzwischen 22 Jahre. Die Dividende wurde seitdem kontinuierlich erhöht. Sie wurde nie gesenkt oder ausgesetzt, nicht einmal während der Finanzkrise 2008 oder der Corona-Krise 2020.

Die aktuelle Rendite liegt bei etwa 0,7 %. Das klingt erst einmal mickrig. Schaut man sich jedoch die Wachstumsrate an, stellt man fest, dass diese in den letzten Jahren durchschnittlich bei über 10 % pro Jahr lag. Und jetzt wird es spannend. Wer die Aktie Anfang 2005 für etwa 26 US-Dollar Dollar gekauft hat, erhält heute auf den damaligen Einkaufspreis eine Dividendenrendite von über 13 %. Pro Jahr. Das ist die Macht der Zeit bei Dividendenwachstum.

Die Ausschüttungsquote liegt bei komfortablen 24 %. Microsoft könnte die Dividende problemlos verdoppeln und hätte immer noch genügend Cash für Investitionen übrig. Aber das Management bleibt konservativ. Das ist gut so. Es zeigt, dass hier niemand versucht, Aktionäre kurzfristig zu beeindrucken.

Eine Aktie für geduldige Investoren

Microsoft ist kein schneller Trade. Es ist auch kein Spekulationsobjekt, bei dem man auf die nächste Verdopplung hofft. Microsoft ist viel wertvoller: ein Unternehmen, das seit Jahrzehnten beweist, dass es sich anpassen, wachsen und dominieren kann.

Die Zahlen sprechen für sich: Aus 10.000 Euro wurden in 20 Jahren rund 176.000 Euro. Die Dividendenrendite beträgt über 13 % des Einkaufspreises von 2005 und Azure wächst um 40 %. Die KI-Investitionen von 34,9 Mrd. US-Dollar im letzten Quartal zeigen, in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt. Microsoft baut die Infrastruktur für die nächsten zehn Jahre.

Wer heute einsteigt, wird nicht über Nacht reich. Wer die Aktie jedoch die nächsten zehn oder zwanzig Jahre hält, könnte sich in ein paar Jahrzehnten bei seinem früheren Ich bedanken. Genauso wie die Investoren, die 2005 gekauft und die Aktie einfach liegen gelassen haben.

Manchmal ist die beste Entscheidung, keine Entscheidung zu treffen. Einfach kaufen, liegen lassen und dem Unternehmen Zeit geben, seine Arbeit zu machen. Bei Microsoft hat diese Strategie in der Vergangenheit funktioniert. Und die Zukunft sieht nicht schlechter aus.

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Caio Reimertshofer besitzt Aktien von Microsoft. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Microsoft.



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