Dividendenkönig Coca-Cola: 3 Gründe, warum 2026 ein Schicksalsjahr ist!

Zwei Getränkedosen von Coca-Cola und zwei Limonadengläser auf einem Tisch
Foto: Pixabay via Pexels

Okay, sehen wir es nicht zu dramatisch: Coca-Cola (WKN: 850663) hat als Dividendenkönig bereits gezeigt, dass der Kern des Geschäfts sehr defensiv ist. Als wohl bekanntester Getränkekonzern der Welt hat man sich eine starke Marke aufgebaut. Mehr noch: Mittlerweile gleicht das Geschäftsmodell einer Gelddruckmaschine. Denn man verkauft primär Sirup und Lizenzen an Abfüllbetriebe.

Doch bleibt das Jahr 2026 überaus herausfordernd. Coca-Cola hat durchaus eine Menge zu beweisen. Zwar aus einer Position der Stärke heraus. Wohl aber auch vor dem Hintergrund, dass es sich hierbei um einen der wenigen Getränke- und Lebensmittelkonzerne handelt, dessen Anteilsscheine noch nicht stark eingebrochen sind.

Wir sind eigentlich bereits beim ersten Grund, warum für den Dividendenkönig 2026 das Jahr zum Schicksalsjahr wird. Steigen wir also etwas intensiver ein.

Dividendenkönig Coca-Cola: Auf den Spuren der Konkurrenz?!

Beim Dividendenkönig Coca-Cola lief es im Geschäftsjahr 2025 weitgehend rund. Noch bis zum dritten Quartal konnte man den Umsatz um 5 % auf 12,5 Mrd. US-Dollar steigern. Mit einem Nettoergebnis je Aktie in Höhe von 0,86 US-Dollar lag man nominell 30 % über dem Vorjahreswert. Bereinigt liegt das Plus hingegen bei 6 % und einem Ergebnis je Aktie von 0,82 US-Dollar. Soweit zu den Basics. So weit, so gut.

Der springende Punkt ist jedoch: Die Konkurrenz schwächelt. Meine Überlegung ist, dass der Effekt des eher weniger nachfragenden Verbrauchers sich bei Coca-Cola etwas verzögert. Denn der Lizenzgeber könnte 2025 noch von hohen Lizenzen und in der Produktion der Abfüller nach wie vor hohen Kapazitäten profitiert haben. Wobei sich der Effekt erst im Jahre 2026 wirklich zeigt.

Werfen wir dazu einen Blick auf einen der abhängigen Abfüller: Coca-Cola Europacific Partners. Das ebenfalls börsennotierte Unternehmen hat jedenfalls im dritten Quartal das Volumen lediglich um 0,4 % steigern können. Für die ersten drei Quartale lag das Plus noch bei 3,7 %. Es gibt zumindest eine schwächere Tendenz. Der Umsatz wuchs hingegen um 1,7 %, bereinigt um 3,7 %. Trotzdem ist das auch nicht das stärkste Wachstum. Wir sollten Coca-Cola daher im Auge behalten. Das Geschäftsjahr 2026 ist meiner Meinung nach für den Dividendenkönig nicht zwangsläufig ein erfolgreiches. Aber ein Dip würde bei der starken Marke durchaus eine günstige und dividendenstarke Nachkaufchance eröffnen.

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In Kürze: Was für eine Dividende gibt es?!

Schon bald beginnt für Coca-Cola aber auch mit Blick auf die Dividende ein spannender Zeitraum. Ich würde hier nicht von einem Schicksalsjahr sprechen. Dafür ist der Spannungsbogen gewiss nicht gespannt genug. Es bleibt jedoch abzuwarten, was der Dividendenkönig bei seiner Ausschüttungspolitik beibehält oder ändert.

Coca-Cola hat zuletzt die Dividende je Aktie zwei Mal in Folge um 2,5 US-Cent pro Vierteljahr erhöht. Das entsprach einem deutlich höheren Dividendenwachstum als in den Vorjahren, in denen teils nur eine kleine Erhöhung von 0,01 US-Dollar je Aktie und Vierteljahr erfolgte. Es bleibt daher durchaus spannend, ob das Management die Historie mit stärkerem Wachstum fortsetzt oder etwas zurückrudert.

Meiner Meinung nach dürfte sich daran auch zeigen, wie optimistisch das Management von Dividendenkönig Coca-Cola in die Zukunft blickt. Denn die Dividende ist letztlich ein Symptom des operativen Erfolgs. Aber eben auch eine Messlatte für zukünftige mindestens leistbare Ausschüttungen. Eine konservative Erhöhung könnte dafür sprechen, dass man eher verhalten in die Zukunft blickt. Voraussichtlich wissen wir im Februar mehr!

Dividendenkönig Coca-Cola: Die Krux mit den Währungen!

Zu guter Letzt denke ich, dass das Wirtschaftsumfeld von Coca-Cola herausfordernd bleibt. Allein die Währungen sind derzeit kompliziert. Der US-Dollar schwächelt ungemein. Zwar können wir einerseits sagen, dass Umsätze in Euro dadurch aufgewertet werden. Auf der Kehrseite steigen die eigenen Produktionskosten, wenn andere Währungen teurer sind als die eigene.

Für Coca-Cola wird 2026 daher zu einer Art Schicksalsjahr. Denn wir werden sehen, ob sich die Asset-Light-Strategie mit weniger Abfüllbetrieben und dem Fokus auf Lizenzen und Sirup hier bewährt. Coca-Cola hat sein Bestes gegeben, sich hier etwas unabhängiger zu machen. Die Strategie muss sich jetzt nur noch auszahlen.

Ich glaube dennoch, dass Coca-Cola als Dividendenkönig uns als Investoren viel Konstanz liefern kann. Aber das Börsenjahr 2026 wird zumindest eine Herausforderung. Ob der US-Konzern gut aufgestellt ist? Die nun laufenden zwölf Monate werden es zeigen.

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Vincent besitzt Aktien von Coca-Cola. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.



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