Allianz-Aktie: Nicht nur Dividende! Daher sollen 7 % bis 9 % Wachstum kommen!

Illustration von Geldmünzen über aufwärts zeigenden Balken und einem positiven Trendpfeil
Foto: Monstrera via Pexels

Bei der Allianz-Aktie (WKN: 840400) beginnt ebenfalls ein neues Jahr und vieles wird sich in Kürze um die Dividende drehen. Das ist nicht verwunderlich. Denn mit rund 4 % Dividendenrendite und einer inzwischen mehr als anderthalb Jahrzehnte andauernden Historie von beständigen Zahlungen entwickelt sich der DAX-Versicherer zur Dividendenperle.

Auch für die Dividende ist es jedoch wichtig, dass das operative Wachstum intakt bleibt. Die Allianz besitzt eine zumindest langfristig stets wachsende Ausschüttung. Wenn das so bleibt, kann auch der Aktienkurs weiter zulegen. Gemäß der eigenen mittelfristigen Prognose rechnet das Management jedenfalls mit einem Ergebniswachstum von 7 bis 9 % pro Jahr. Das ist keine neue Erkenntnis. Sondern ein Richtwert, den das Management bereits beim Capital Markets Day im Dezember des Jahres 2024 veröffentlicht hat.

Bleibt dennoch die große Preisfrage: Woher soll dieses Wachstum eigentlich kommen? Gute Frage! Betrachten wir heute daher die Allianz-Aktie vor dem Hintergrund der eigenen Wachstumsziele. Wie gesagt: Das dürfte auch mittelfristigen Einfluss auf die Dividende haben.

Allianz-Aktie: Die Wege des Wachstums!

Das Management der Allianz hat glücklicherweise auf dem gleichen Capital Markets Day eine grobe Antwort geliefert, woher das Wachstum kommen soll. So sprach man von einem Dreiklang an strategischen Maßnahmen, die den Erfolg bündeln, aber den Gesamtkonzern auch zuverlässiger aufstellen sollen. Dazu gehören insbesondere:

  • Intelligentes Wachstum: Gewinnung neuer Kunden, Cross-Selling und eine bessere Kundenbindung.
  • Produktivitätssteigerung: Effizienzmaßnahmen, unterstützt durch Technologien wie generative KI.
  • Stärkung der Widerstandsfähigkeit: Durch verbessertes Kapitalmanagement bleibt der Konzern auch in unsicheren Zeiten stabil.

Wobei das für die Allianz natürlich alles und nichts bedeuten kann, wenn wir diese Maßnahmen nicht mit Leben füllen können. Was ich mit Blick auf den DAX-Versicherer jedenfalls sehen kann, ist, dass man aktiv neue Kunden „zukauft“. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der deutsche Versicherer mit Eurofil einen französischen Konkurrenten übernommen hat. Doch nicht nur das: Es handelt sich zudem um einen Direktversicherer, der der Allianz Direct zugeordnet werden soll. Der Schritt bedeutet daher direkt neue Kunden. Aber vor allem auch: effiziente Abwicklungen, denn die Direkttochter ist effizienter und schlanker aufgestellt. Wachstum erfolgt daher teilweise auch über smarte Zukäufe.

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Doch ist das nicht alles: Das Management der Allianz arbeitet bei der Tochter Allianz X zudem an den Technologien der Zukunft. Hier hat man zum Beispiel zuletzt die Innovation Group aufgekauft. Auch mit der Technologie möchte man die Schadensregulierung besser aufstellen. Allianz X arbeitet außerdem an neuen Technologien und auch an der Einbindung Künstlicher Intelligenz. Wir dürfen den Geschäftsbereich daher durchaus als Innovation Hub des DAX-Konzerns bezeichnen. Übernahmen sind daher ein wichtiger Schritt, um Wachstum und mehr Effizienz zu erreichen. Doch ist das nicht alles.

Auch aus eigener Kraft mehr Wachstum möglich?!

Die große Preisfrage ist jedoch auch, ob die Allianz-Aktie Wachstum aus eigener Kraft ermöglichen kann. Klare Antwort: Ja, durchaus. Denn der DAX-Versicherer nutzt direkt Aktienrückkäufe, um das Ergebnis je Aktie zu steigern. Im letzten Jahr flossen rund 2 Mrd. Euro in die Rückkäufe, die das Ergebnis je Aktie um etwa 1,7 % erhöhen dürften. Damit erreicht der deutsche Versicherungsriese bereits einen Wachstumsanteil von rund einem Viertel der ausgegebenen Spanne von 7 bis 9 % pro Jahr. Wenn die Rückkäufe denn weitergehen.

Aber auch das eigene Geschäft floriert. So konnte die Allianz zuletzt das Geschäftsvolumen um 5,5 % pro Jahr steigern. Möglich machen das eigentlich alle Geschäftsbereiche: Denn sowohl das Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft wuchs um 5,6 %, als auch das Schaden- und Sachversicherungsgeschäft mit einem Wachstum in gleicher Höhe. Selbst das Asset Management trägt dank höherer Zinsen mit einem Wachstum von 3 % volumenseitig bei. Wobei natürlich wichtig ist, dass der Gewinn steigt. Umsatz ist nicht gleich Gewinn und vor allem nicht Gewinn je Aktie.

Auch hier zeigt das Management der Allianz jedoch viel Disziplin: Denn die Schaden-Kosten-Quote von 91,5 % zeigt, dass man mit dem Neugeschäft direkt Geld verdient. Sowie insgesamt einen profitablen Versicherer, der trotz seines großen Portfolios Geld mit der Schadensregulierung verdient. Dadurch wuchs das operative Ergebnis um 10,4 % auf 11,8 Mrd. Euro in den ersten drei Quartalen. Sowie das Periodenergebnis um 8,9 % auf 7,9 Mrd. Euro. Je Aktie entsprach das einem Ergebnis von 21,43 Euro, das 12,2 % über dem Vorjahreswert lag. Mit einem soliden vierten Quartal dürfte einer höheren Dividende eigentlich kaum mehr etwas entgegenstehen.

Allianz-Aktie: Höhere Ergebnisse, höhere Dividende!

Unterm Strich sehen wir bei der Allianz-Aktie daher meiner Meinung nach einen Konzern, der solide wächst. Nicht nur in der Theorie. Sondern vor allem auch in der Praxis. Es ist ein Mittelweg aus Zukäufen, Aktienrückkäufen, mehr Volumen im Bestand  und auch Produktinnovation, die das Wachstum bei dem Münchener Versicherer treiben.

Meine These ist: Dieses Rezept kann noch ausgeweitet werden. Für mich spricht daher wenig gegen langfristig steigende Gewinne. Und natürlich auch Dividenden.

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Vincent besitzt Aktien der Allianz. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien der Allianz.



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