Das muss passieren, damit die Eagle Materials-Aktie wieder steigt
Der Baustoffproduzent Eagle Materials (WKN: A0BLQZ) aus Texas hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 25/26 (31. März) einen leichten Umsatzrückgang auf 556 Mio. US-Dollar von 558 Mio. US-Dollar vor einem Jahr verzeichnet. Obwohl die Eagle Materials-Aktie in den letzten 10 Jahren eine Kursperformance von 276 % zeigte, sieht es kurzfristig betrachtet weniger gut aus. Gibt es Anzeichen dafür, dass der Kurs wieder auf den Aufwärtstrend einschwenkt?
Die Eagle Materials-Aktie dümpelt vor sich hin
Fangen wir wie immer mit den aktuellen Zahlen an: Die beiden Segmente von Eagle entwickelten sich wie schon im letzten Quartal entgegengesetzt. Das große Segment der Schwermaterialien, das Zement und Beton sowie Zuschlagstoffe umfasst, profitierte vor allem von höheren Infrastrukturausgaben und legte um 11 % auf 390,2 Mio. US-Dollar zu. Zwar ging der Zementpreis um etwa 1 % zurück, aber das wurde durch einen stärkeren Absatz mehr als ausgeglichen. Auch die kürzlich erworbenen Zuschlagstoffgeschäfte in Western Pennsylvania trugen zum höheren Umsatz bei.
Ganz anders sieht es jedoch im Segment Leichtbaumaterialien aus, das Gipsplatten und Recyclingpappe produziert. Belastet durch einen schwachen Wohnungsbau ging der Umsatz um 16 % auf 203,5 Mio. US-Dollar zurück. Der Wohnungsbau ist der größte Treiber für die Nachfrage nach Wallboards, und dessen Schwäche führte sowohl zu Preis- als auch zu Absatzrückgängen.
Höhere Produktionskosten, höhere IT-Kosten von 1,2 Mio. US-Dollar für Technologie-Upgrades sowie Ausgaben von 1,4 Mio. US-Dollar für die Modernisierung der Geschäftsprozesse sorgten für ein operatives Ergebnis EBIT, das mit 143 Mio. US-Dollar um 12,5 % unter dem Vorjahreswert lag.
So sehen die Finanzen des Unternehmens aus
Eagle hat während des Quartals eine zehnjährige Anleihe über 750 Mio. US-Dollar mit einem Zinssatz von 5 % ausgegeben. Auch die Bankverbindlichkeiten wurden erhöht, sodass der Zinsaufwand von 9,1 auf 13,7 Mio. US-Dollar stieg. Dank eines niedrigeren Steueraufwands lag der Nettogewinn bei 102,9 Mio. US-Dollar oder 3,22 US-Dollar je verwässerter Eagle Materials-Aktie. Das ist ein Rückgang von knapp 14 %.
Das Unternehmen produziert weiterhin viel Cashflow. Neben Investitionen ins Wachstum zahlte Eagle fast 150 Mio. US-Dollar an die Aktionäre aus: Zusätzlich zur Dividende von 25 Cent je Eagle Materials-Aktie kaufte Eagle etwa 648.000 eigene Aktien für 142,6 Mio. US-Dollar (etwa 220 US-Dollar je Aktie) zurück.
So sieht die Prognose aus
Der Ausblick auf das letzte Quartal fiel ähnlich gemischt aus wie die Umsatzentwicklung. Das Zementgeschäft wird weiterhin positiv erwartet, da die Infrastrukturausgaben der öffentlichen Hand sowie Mittel aus dem „Infrastructure Investment and Jobs Act“ (IIJA) stützend wirken sollten. Auch das Wachstum im Gewerbebau – und hier insbesondere bei Rechenzentren – sollte für weitere Nachfrage nach Zement sorgen.
Im leichten Segment bremsen die teuren Preise weiterhin den Bau von Einfamilienhäusern aus. Das Unternehmen wies auf seine kostengünstige Struktur hin, die durch die jüngsten Investitionen erreicht wurde und die in diesem Umfeld Vorteile bietet.
Uns gefällt besonders, dass Eagle nicht in Hektik verfällt und seinen langfristigen Kurs beibehält. In der Analystenkonferenz sagte CEO Michael Haack: „In diesen turbulenten Zeiten wird Eagle seinen Betrieb wie gewohnt fortsetzen. Wir werden die Dinge kontrollieren, die wir kontrollieren können, und uns an die aktuellen Marktbedingungen anpassen, um sowohl kurz- als auch langfristig die Rentabilität zu maximieren.“
Das klingt nach einem guten Plan, sodass wir trotz der derzeit schwierigen Zeiten an unserer Kaufempfehlung für die Eagle Materials-Aktie festhalten.
Was du vor einem Investment in die Eagle Materials-Aktie wissen musst
Das Management kann an der aktuell schwierigen Situation im Wohnungsbau wenig ändern. Es hat investiert und die Kostenbasis verbessert; das ist wichtig für die Marktposition. Es muss besonnen bleiben, die Chancen im Zementmarkt nutzen und im Light-Segment kostenbewusst arbeiten.
Die größte Chance liegt im KI-Markt: Derzeit sind Rechenzentren stark gefragt. Aber auch der Wohnungsbau bietet große Chancen, wenn er wieder anspringt. Als Risiken sehen wir eine erneute Inflation bei Rohstoffen oder eine kräftige Rezession, die die Baukonjunktur verlangsamen würde.
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