Diese Aktie steht ganz oben auf meiner Watchlist

Ein Aufzug an einer U-Bahn-Station
Bild: Peter H via Pixabay

Hast du eigentlich eine Watchlist? Also eine Liste, auf der Aktien stehen, die du gerne kaufen würdest, die es aber aus den unterschiedlichsten Gründen noch nicht in dein Depot geschafft haben? Ich habe so eine Übersicht, auf der immer viele Aktien stehen, weil ich meistens mehr gute Ideen als liquides Kapital habe.

Es gibt jedoch eine Aktie, die ich mir schon länger anschaue. Das Unternehmen ist in einer spannenden Branche tätig, es ist hochprofitabel und schon über 150 Jahre alt – es hat also alle möglichen Arten von Krisen unbeschadet überstanden.

Ganz oben auf meiner Watchlist: Schindler Holding

Das Unternehmen ist die Schindler Holding AG (WKN: A0JJWH) aus der Schweiz. Gut zwei Drittel der Aktien sind in Familienbesitz, sodass wir sicher sein können, dass hier in Generationen gedacht wird.

Schindler ist der zweitgrößte Produzent von Aufzügen und Fahrtreppen weltweit. Die Schweizer sind in mehr als 100 Ländern aktiv und sorgen dafür, dass Menschen in modernen Städten vertikal und horizontal mobil bleiben.

Das Geschäftsmodell von Schindler beruht auf zwei Säulen. Da ist einmal der Neubau von Aufzügen, der stark abhängig von der Baukonjunktur ist, insbesondere in China und Europa. Wichtiger ist allerdings der Bereich Service & Modernisierung, denn einmal installierte Aufzüge müssen über Jahrzehnte gewartet, repariert und irgendwann modernisiert werden. Diese Wartungsverträge bieten extrem stabile Cashflows und hohe Margen.

Wie lief das Geschäft zuletzt bei meiner Watchlist-Aktie?

In den ersten neun Monaten 2025 erzielte Schindler einen Umsatz von 8,2 Mrd. Franken, das ist ein leichter Rückgang im Vergleich zum identischen Zeitraum 2024. Dieser Rückgang ist auf die Stärke des Franken zurückzuführen – in lokalen Währungen stieg der Umsatz um 0,8 %.

Die operative Marge betrug 13,2 % und setzte den Trend steigender Margen seit 2022 fort. Als Nettogewinn blieben 796 Mio. Franken oder 7,04 Franken je Aktie übrig. Die Kapitalrenditen von Schindler liegen regelmäßig nördlich von 20 %, das zeigt, wie profitabel das Geschäft mit den Aufzügen ist.

Aktienwelt360 Aktienkompass

+87,27%

Benchmark

+74,71%

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Benchmark

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Wie kann es mit Schindler weitergehen?

Zunächst einmal denke ich, dass das Geschäftsmodell von Schindler zukunftsfest ist. Weltweit drängt es die Menschen in die Städte (Urbanisierung) und aufgrund der begrenzten Fläche wird immer mehr in die Höhe gebaut. Sind die Aufzüge erst einmal da, werden sie immer benutzt und müssen gewartet werden. Und zwar unabhängig von Konjunktur, Moden oder Hypes.

Schindler ist zudem ein zuverlässiger Dividendenzahler. Für 2024 wurde die Dividende auf 6 Franken je Aktie erhöht. Das Management hat erklärt, langfristig 50 bis 80 % des Gewinns an die Aktionäre ausschütten zu wollen. Die 6 Franken machen beim aktuellen Kurs von 289 Franken eine Dividendenrendite von etwa 2,1 % aus – Tendenz steigend.

Warum ist die Aktie trotzdem auf der Watchlist und nicht in meinem Depot?

Diese Frage lässt sich ganz einfach beantworten: Die Qualitäten, die das Unternehmen hat, haben sich herumgesprochen und die Aktie entsprechend teuer gemacht. Rechnen wir mit einem Gewinn pro Aktie von 9,40 Franken für 2025, beläuft sich das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf über 30 – das ist bei aller Qualität ein hoher Wert für ein Unternehmen, das nur mit sehr überschaubaren 1 bis 2 % pro Jahr wächst. Bei den Partizipationsscheinen (WKN: A0JEHV), der schweizerischen Variante der Vorzugsaktien, ist das KGV aufgrund des höheren Kurses noch schlechter.

Und natürlich gibt es auch Risiken, etwa den schwächelnden Immobiliensektor in China, der früher ein Wachstumsmotor war und jetzt das Neugeschäft belastet. Als Schweizer Unternehmen leidet Schindler zudem unter dem starken Franken, wenn Gewinne aus dem Ausland umgerechnet werden. Diesen Effekt habe ich weiter oben schon erwähnt.

Schindler – von der Watchlist ins Depot?

Was braucht es also, damit die Aktie in mein Depot wandert? Ganz einfach: sinkende Kurse. Ich möchte mir gerne dieses Schweizer Qualitätsunternehmen in mein Depot legen, gerade auch unter dem Aspekt, dass meine aktuelle Aktienauswahl sehr US-Dollar-lastig ist. Da wäre dieses solide und eher schwankungsarme Investment eine attraktive Diversifikation. Wenn das Börsenjahr 2026 turbulent und volatil werden sollte, könnte die konjunkturresistente und KI-Hype-freie Schindler-Aktie für Stabilität in meinem Depot sorgen.

Ich werde den Markt also beobachten, und wenn die Aktie in einer Schwächephase mal unter 270 Franken fällt, werde ich zuschlagen.

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Offenlegung: Peter besitzt keine der im Text genannten Aktien. Aktienwelt360 empfiehlt keine der im Text genannten Aktien.



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