Was du erwarten kannst, wenn du morgen 2.000 Euro in die LVMH-Aktie steckst

Ein mit Blumen geschmückter Karton mit der Aufschrift "Louis Vuitton", eine Marke von LVMH
Foto: Anne R via Pexels

Wir setzen mit dem größten Luxusunternehmen der Welt LVMH (WKN: 853292) auf eine Kombination aus der langfristig steigenden Nachfrage nach Luxusgütern und 75 einzigartigen Premiummarken – wie Louis Vuitton, Moët & Chandon, Christian Dior und Sephora. Diese haben bei dem französischen Konzern von 2013 bis 2023 ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 11 % ermöglicht. Beim Gewinn lag die Wachstumsrate sogar bei 15 % p.a. Davon hat auch die LVMH-Aktie profitiert, die in den letzten 20 Jahren um 625 % stieg.

Kurzfristige Probleme drücken die LVMH-Aktie

Seit dem Jahr 2024 läuft es jedoch weniger gut. Die schwache Konjunktur führte insbesondere in China dazu, dass sich die obere Mittelschicht weniger Produkte von LVMH gönnte. In Europa und den USA schlug sich die verschlechterte Konsumentenstimmung in stagnierenden Umsätzen nieder. Da LVMH in diesem Umfeld die gestiegenen Kosten (für Material, Personal, Transport,…) nicht voll an seine oft wohlhabenden, aber eben doch konjunktursensiblen Kunden durchreichte, sank auch die Gewinnmarge.

Im nun abgelaufenen Jahr 2025 setzte sich diese Entwicklung mehr oder weniger fort. Der Umsatz fiel im Gesamtjahr um 5 %, organisch verbleibt ein Minus von 1 %. Im vierten Quartal legte der organische Umsatz wie schon im dritten Quartal angetrieben von wieder leicht steigenden Umsätzen in China immerhin um 1 % zu. Besonders das bedeutende Geschäft der Mode- & Lederwaren sowie der Verkauf von Wein & Spirituosen schwächeln weiterhin. Die operative Gewinnmarge fiel im Gesamtjahr um 110 Basispunkte auf 22,0 % (zweites Halbjahr: 21,3 %) und ist damit nun weit von dem Rekordwert von 26,6 % aus dem Jahr 2022 entfernt. Der Gewinn sank in 2025 entsprechend stark um 13 %.

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Die Cashflows und die Prognose

Der Free Cashflow legte hingegen um 8 % zu (u.a. aufgrund geringerer Steueraufwendungen und gesunkener Lagerbestände) und die Netto-Verschuldung sank um 26 % auf nun 6,9 Mrd. Euro (entspricht grob dem Free Cashflow von 7 Monaten). LVMH könnte sich eine erneute Übernahme einer größeren Luxusmarke also gut leisten – die letzte große Übernahme – Tiffany & Co. – stammt aus dem Jahr 2021.

Doch auch ohne Übernahmen gehen wir davon aus, dass das Geschäft mittelfristig wieder anziehen wird. Denn LVMH scheint uns weiterhin exzellent geführt und verfügt mit Marken wie Louis Vuitton und Hennessy über eine Strahlkraft, die kaum zu kopieren ist. 2026 könnte laut dem langjährigen CEO und Hauptanteilseigner Bernard Arnault jedoch „nicht einfach werden“. Denn die geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheit ist unverändert hoch und drückt auf die Kaufbereitschaft der Kundschaft. Zoll-Risiken belasten zusätzlich – US-Präsident Trump hat erst vor wenigen Tagen mit einem Zollsatz von 200 % auf Wein und Champagner aus Frankreich gedroht. Vor diesem Hintergrund finden wir das KGV von 25 für die LVMH-Aktie angemessen.

LVMH-Aktie: Der langfristige Blick

Mit seinen diversen Segmenten (Fashion & Leather Goods, Perfumes & Cosmetics, Watches & Jewelry, Selective Retailing) und rund 75 oft weltbekannten Marken ist der Konzern langfristig vielversprechend aufgestellt. Wir denken, dass LVMH mehr oder weniger so weitermachen sollte wie in den vergangenen zehn Jahren. Das heißt, weitere spannende Marken aufzukaufen und diesen zu mehr Wachstum zu verhelfen.

Gleichzeitig sollte man die Markenbegehrlichkeit der bestehenden Marken hoch halten beziehungsweise noch verstärken und so steigende Umsätze und eine noch höhere Profitabilität erzielen. Dabei sollte das Management aufpassen, den “Wachstumsbogen” nicht zu überspannen, um das Besondere/Exklusive der einzelnen Marken zu bewahren. Der Rückgang der operativen Gewinnmarge im zweiten Halbjahr 2024 von 26,5 % auf 20,7 % könnte ein Anzeichen sein, dass man den Bogen bereits überspannt hat und die Markenwerte weniger stark sein könnten als gedacht.

Langfristig steigt die Nachfrage nach Luxusgütern weltweit, was aus unserer Sicht die größte Chance für die LVMH-Aktie ist. Weiteres Wachstumspotenzial besteht zudem durch Akquisitionen.

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