Vitec Software-Aktie im Jahr 2026: Turnaround oder fallendes Messer?

Die Flagge des Landes Schweden
Foto: jorono via Pixabay

Die Aktie des schwedischen Softwareunternehmens Vitec Software (WKN: A2ACFE) hat ein Jahr zum Vergessen hinter sich. Dividendenbereinigt verlor das Papier 2025 42,6 %. Und der Kursrückgang setzte sich in diesem Jahr weiter fort. Zumindest bis zum 6. Februar, an dem Vitec die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlichte. Darauf reagierte die Vitec Software-Aktie mit einem Kurssprung von knapp 15 %.

Was sind die Gründe für den Absturz der Vitec Software-Aktie?

Wie viele Softwarefirmen leidet auch Vitec unter der im Markt verbreiteten Annahme, dass Künstliche Intelligenz jede Art von Software überflüssig machen werde. Das erklärt einen Teil des Kurseinbruchs seit Februar 2025. Zusätzlich zeigte Vitec auch im Kerngeschäft Schwächen.

Davon ist auch der Jahresabschluss 2025 geprägt. Der Nettoumsatz stieg um 9 % auf 3,6 Mrd. Kronen. Das ist sicher keine Katastrophe, liegt aber eben auch deutlich unter den Wachstumsraten von mehr als 20 %, die die Aktionäre früher gewohnt waren. Diese Verlangsamung hat Luft aus der hoch bewerteten Vitec Software-Aktie gelassen.

Ein „vorsichtiges Marktumfeld“, wie CEO Olle Backman sagte, erklärt die geringere Steigerung zum Teil. Wichtiger ist aber die Tatsache, dass Vitec 2025 nur zwei Akquisitionen abgeschlossen hat, von denen eine im vierten Quartal finalisiert wurde. Infolgedessen war der Beitrag der Akquisitionen zum Gesamtwachstum geringer als in den Vorjahren. „Besonders zufrieden bin ich mit dem Anstieg unserer Abonnement-Einnahmen um 12 % im vierten Quartal, von denen 8 % organisch waren. Dies stärkt unsere stabile Basis wiederkehrender Einnahmen für zukünftige Perioden weiter“, so Backman in der Pressemitteilung.


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Und weiter?

Der Anteil der wiederkehrenden Einnahmen (ARR) konnte weiter erhöht werden. Die ARR legten um 11 % zu und betrugen per Jahresende 3,2 Mrd. Kronen.

Weniger zufrieden war Backman mit der Marge. Der operative Gewinn legte nur um 2 % auf 712 Mio. Kronen zu, sodass die operative Marge von 21 auf 20 % zurückging. 20 % sind der Wert, den Vitec mindestens erreichen und idealerweise schrittweise steigern möchte.

Etwas geringere Zinszahlungen und Steuern führten dazu, dass als Nettoergebnis 435,4 Mio. Kronen in den Büchern stehen – das sind 6,2 % mehr als 2024. Der Gewinn je Vitec Software-Aktie betrug 10,96 Kronen.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit bleibt weiterhin stark und stieg auf 1,1 Mrd. Kronen, verglichen mit 949 Mio. Kronen im Vorjahr. Die verzinslichen Nettoverbindlichkeiten im Verhältnis zum EBITDA lagen nach der Übernahme von NMG, dessen Ergebnis nur für drei Monate enthalten ist, bei 1,9x.

Was wir über all das denken

Insgesamt sehen wir also einen Jahresabschluss, der hinter den Vorjahren zurückbleibt, aber keinesfalls wirklich schlecht ist. Für uns ist das eher eine Wachstumsdelle, die diesen kräftigen Kursrückgang nicht rechtfertigt. Unsere Ansicht zum Thema „AI eats Software“ haben wir ja auch schon mehrfach kundgetan: Wir glauben nicht, dass KI VMS-Software überflüssig machen wird – im Gegenteil: KI wird den Nutzen von Vitecs Software weiter verstärken.

Eine Prognose für 2026 gab Backman nicht ab. Allerdings hat Vitec in diesem Jahr bereits zwei Übernahmen getätigt, sodass das Umsatzwachstum wieder größer ausfallen könnte. Das ist natürlich auch abhängig davon, ob die Schweden 2026 noch weitere Akquisitionen durchführen.

Aus unserer Sicht zeigt der Abschluss für 2025, dass Vitec trotz einer etwas holprigen Strecke weiterhin auf einem guten Weg ist. Dass gleich fünf Insider am Tag der Veröffentlichung des Berichts für knapp 3 Mio. Kronen 11.420 Vitec Software-Aktien gekauft haben, gibt uns weiteres Vertrauen.

Für uns bleibt das Unternehmen trotz der schlechten Performance der Vitec Software-Aktie ein attraktives Investment – oder gerade deswegen. Langfristig gesehen liegt die größte Chance für die Vitec Software-Aktie im Wachstum durch Akquisitionen im Zusammenhang mit der weiter zunehmenden Bedeutung von Software. Das größte Risiko sind Fehlschläge bei Akquisitionen, die aber durch eine Vielzahl von Akquisitionen an Bedeutung verlieren werden.

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