General Mills: 6,74 % Dividende – doch jetzt plötzlich ein großes Risiko?!

Aus wachsenden Stapeln von Münzen keimen zarte Pflanzen
Foto: Nattanan Kanchanaprat via Pixabay

Die Aktie von General Mills (WKN: 853862) bietet derzeit eine hohe Dividende. Mit einer quartalsweisen Ausschüttung von 0,61 US-Dollar erhalten wir bei den aktuellen Aktienkursen 6,74 %. Es gab in den vergangenen Wochen und Monaten Zeiten, da lag der Wert sogar über 7 %.

Die aktuellsten Quartals- und Jahreszahlen für das Fiskaljahr 2026 haben viele Investoren wieder ein wenig beruhigt. Bereinigt lag das Ergebnis je Aktie bei 3,55 US-Dollar. Die Jahresdividende von 2,44 US-Dollar erscheint in Anbetracht dieses Gewinns nachhaltig. General Mills erwirtschaftet 95 % seines Gewinns in der Regel auch als freien Cashflow. Selbst diese Conversion überzeugt und stellt die Dividende auf ein sichereres Fundament.

Da General Mills seine Dividende seit über 120 Jahren zahlt und vier Jahrzehnte eine Ausschüttung auf Vorjahresniveau besitzt, sind die Investoren zufriedener. Das Management erklärte auch für 2027 eine Dividende je Aktie von 0,61 US-Dollar je Aktie und Vierteljahr. Dennoch gibt es einen Aspekt in den neuesten Zahlen, der mir nicht so recht gefällt. Droht plötzlich eine Gefahr für die Stabilität?

General Mills: Das könnte die Dividende ins Wanken bringen!

Das Management von General Mills lieferte gleichsam einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027. Demnach plane man, beim Ergebnis je Aktie einen Wert von 3,00 bis 3,20 US-Dollar zu erwirtschaften. Das in Kombination mit der Cash-Conversion von 95 % bringt die Nachhaltigkeit der Dividende an ihr Limit. Wir erhalten damit einen freien Cashflow je Aktie von 2,85 US-Dollar. Bei der Jahresausschüttung von 2,44 US-Dollar liegt das Ausschüttungsverhältnis entsprechend bei 85,6 %. Nicht bedrohlich. Aber es gibt eben auch keinen größeren Puffer mehr.

Das Geschäftsmodell von General Mills war zuletzt rückläufig. Mit einem Ergebnis je Aktie von 4,31 US-Dollar in 2023 und 2024 war der US-amerikanische Lebensmittelkonzern in den vergangenen Jahren bedeutend erfolgreicher. Wir sehen, dass sich der Gewinn je Aktie stark rückläufig entwickelte. Würde die Tendenz weitergehen, so wäre die Dividende je Aktie im Geschäftsjahr 2028 womöglich nicht mehr nachhaltig.

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Natürlich ist das kein Problem, das nur General Mills besitzt. Auch Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und selbst Branchengrößen wie PepsiCo spüren die schwächeren Marktbedingungen. Verbraucher sind einfach skeptisch. Ein großer Unterschied ist jedoch, dass General Mills mittlerweile bei seiner Dividende am Limit ist. Was nun also tun?

Das Management reagiert bereits!

Wir müssen glücklicherweise gar nichts tun. Aber das Management von General Mills arbeitet bereits daran, die Dividende je Aktie auf einem nachhaltigen Fundament zu errichten. Im Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027 hat das Management verkündet, dass man bis zum Jahre 2030 mit Kosteneinsparungen von 3 Mrd. US-Dollar kalkuliere. Sie sollen aus einer Optimierung der Lieferkette sowie aus besseren und profitableren Produkten stammen. Eine Margenverbesserung im Rahmen des Holistic Margin Management gehöre ebenfalls dazu. Diese 3 Mrd. US-Dollar entsprechen rund 6 % der eigenen Produktionskosten. Das könnte die Marge bedeutend erhöhen.

Wenn 2027 daher ein weiteres Jahr der Transformation ist, könnte es den Tiefpunkt markieren. Ab 2028 rechne ich persönlich wieder mit etwas Wachstum. Dabei gehe ich davon aus, dass wir bei 3,50 US-Dollar ohne Kosten für die Restrukturierung eigentlich einen Tiefpunkt markiert haben. Die Strategie bis zum Jahre 2030 sieht zudem vor, dass das Ergebnis je Aktie etwa im mittleren einstelligen Prozentbereich pro Jahr wachsen soll.

Wenn die Dividende je Aktie in diesem Jahr stabil bleibt und die Margen- und Kostenpläne des Managements aufgehen, ist kein Grund zur Besorgnis vorhanden. Trotz der momentanen Schwäche und einem Ausschüttungsverhältnis, das sich am Limit befindet.

General Mills: Mit 6,74 % Dividende ein Kauf?!

Um trotzdem im Fazit ein wenig Pessimismus einkehren zu lassen: General Mills ist nicht mehr der Garant bei der Dividende für mich. Der Ausblick auf 2027 hat mich ein wenig überrascht. Die Prognosen sind sehr tief im Vergleich zu den Bestwerten aus der Coronazeit. Sorgen mache ich mir trotzdem nicht. Aber ich baue auf das Management, dass es die anvisierten Pläne gut und zügig umsetzt.

Dann bliebe die Aktie mit 6,74 % Dividende und mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von aktuell etwa 12 weiterhin sehr preiswert. Es erfordert aber auch, dass die Pläne wirklich gut und effektiv umgesetzt werden.

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Vincent besitzt Aktien von General Mills, Nestlé und PespiCo. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von PepsiCo.



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