Plus 189 % seit Mai: Die explosive Story der AutoStore-Aktie – und die langfristige Perspektive

Bei AutoStore (WKN: A3C5A3) wuseln kubische Roboter auf einem riesigen dreidimensionalen Gerüst und heben perfekt orchestriert Boxen mit bestellten Waren, um sie zur Auftragsbearbeitung zu geben. Als Marktführer mit hoher Standardisierung und starkem Ökosystem erzielt das norwegische Unternehmen hohe Margen. Und das wird wieder zunehmend an der Börse anerkannt. Denn nach den Q4-Zahlen knüpfte die Autotore-Aktie an die seit Sommer 2025 laufende Erholungstendenz an. Seit dem 52-Wochentief hat sich der Kurs knapp verdreifacht.
Bei AutoStore kickt der Wachstumsmotor
Während der Umsatz für das Gesamtjahr 2025 (539 Mio. US-Dollar) noch immer vom außergewöhnlich schwachen Jahresstart beeinträchtigt ist (-10,4 %), sehen wir im Q4 immerhin einen deutlichen Aufwärtstrend: Im Vorjahresvergleich +9 % und gegenüber dem Vorquartal sogar +29 %. Ein starker Auftragseingang von 194 Mio. US-Dollar unterfüttert die Erwartung, dass im laufenden Jahr spürbares Wachstum erzielt werden kann.
Das Management gibt sich vorsichtig und hält sich noch mit einer Jahresprognose zurück. Gleichzeitig betont CEO Mats Hovland, dass AutoStore so stark aufgestellt ist “wie nie zuvor”.
Im vergangenen Jahr hat AutoStore 150 neue Kunden gewonnen, 11 neue Produkte eingeführt und die strategische Ausrichtung geschärft. Mit einem ausgebauten Marktbearbeitungs-Team ist das Unternehmen nun näher an seinen Kunden dran. Damit gelingt es nicht nur, Potenziale zur Vertiefung der Beziehungen zu identifizieren (“land & expand”), sondern auch Ideen zum Ausbau des Leistungsspektrums zu generieren.
Und weiter?
Schon im März steht die nächste Innovationsrunde an, wobei der Fokus dieses Mal auf Software liegen soll. Wir dürfen gespannt sein, welche neuen Lösungen die Ingenieure von AutoStore dieses Mal im Gepäck haben. Interessant ist daneben, dass immer mehr Robotik- und Automatisierungsspezialisten Lösungen anbieten, die speziell auf AutoStore-Systeme abgestimmt sind. Auf diese Weise erhöht sich die Zahl der Anwendungsfälle weiter, ohne dass AutoStore zusätzliche Komplexität in sein hochstandardisiertes Angebot bringen muss.
Hovland betont, dass man jederzeit bereit sei, sinnvolle Wachstumschancen zu ergreifen und entsprechend zu investieren. Zum Wohle der langfristigen Entwicklung würde man dafür kurzfristige Einbußen in Kauf nehmen. Schließlich gibt es dank der hohen Margen genügend Puffer dafür. Gleichzeitig legt AutoStore Wert darauf, eben diese hohen Margen zu verteidigen, wozu auch kontinuierliche Effizienzmaßnahmen gehören.
Wie wir die AutoStore-Aktie jetzt sehen
Im Q4 hatten wir es mit einer Bruttomarge von knapp 74 % und einer normalisierten EBIT-Marge von gut 43 % zu tun. Letztere fiel etwas schlechter als im Vorjahr aus, aber das sind übliche Schwankungen, die zum großen Teil mit erhöhten Ausgaben für strategische Initiativen erklärt werden können.
Insgesamt ist noch nicht alles super, da z. B. die außereuropäischen Märkte noch schwächeln. Aber vieles zeigt in die richtige Richtung, sodass unsere Zuversicht steigt, dass AutoStore unsere Investitionsthese noch erfüllen kann. Dazu trägt auch bei, dass das innovative Geschäftsmodell AutoStore-as-a-Service mittlerweile wiederkehrende Umsätze abwirft. AutoStore erzielt unter dem Strich solide Gewinne (Q4: 40,9 Mio. US-Dollar) und verfügt über eine starke Bilanz mit ausreichend Liquidität. Die AutoStore-Aktie sieht dabei weiterhin günstig bewertet aus – das ist ein Unternehmen, dessen Entwicklung wir entspannt auf Jahre hinaus begleiten wollen.
Dieses Geschäftsmodell steckt hinter der AutoStore-Aktie
Autostore ist ein norwegisches Unternehmen und entwickelt Lösungen für die Auftragsabwicklung, mit denen Unternehmen Effizienzsteigerungen bei der Lagerung und Auslagerung von Waren erzielen können. Alle Verkäufe werden über ein Netz von qualifizierten Systemintegratoren vertrieben, geplant, installiert und gewartet.
Die größte Chance für die AutoStore-Aktie liegt in der Skalierung des Geschäfts mit Standardkomponenten und dennoch immer vielseitigeren Einsatzmöglichkeiten, einschließlich Kühllagern. Auch die weitere Internationalisierung, insbesondere in Asien und auf den amerikanischen Kontinenten, könnte die Umsätze langfristig befeuern.
Da AutoStore keine regelmäßigen, stabilisierenden Serviceumsätze erzielt (diese hat man an die Integrationspartner ausgelagert), sind die Erlöse teils großen Schwankungen ausgesetzt. Allerdings hat man mit dem Ersatzteilgeschäft zumindest einen Geschäftszweig, der auch in Phasen geringerer Investitionsneigung ziemlich stabil bleiben sollte.
Unsere besondere Sorge bei der AutoStore-Aktie gilt dem neuen Wettbewerb. Der neue strategische Partner der zur KION Group gehörenden Dematic, Eurofork aus Italien, hat mit E4CUBE eine Lösung, die vergleichbare Leistung verspricht. Dematic ist auch AutoStore-Integrationspartner und offenbar an einer Diversifizierung interessiert.
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