750.000 oder doch 3 Mio. Euro: 3 Faktoren bestimmen dein benötigtes Vermögen für die finanzielle Freiheit!

Die finanzielle Freiheit möchten viele erreichen, scheitern aber oft am benötigten Vermögen. Oder bereits der Frage, wie viel Geld eigentlich nötig ist, um diese Phase zu erreichen. Wenn wir recherchieren, finden wir schnell unterschiedliche Geldbeträge. Ein Beispiel: 750.000 Euro reichen aus, wer mit 4 % netto als Entnahme (oder Dividende) kalkuliert und bereits mit 2.500 Euro pro Monat zufrieden ist.
Wer hingegen größere Pläne hat, mit 2 % rechnet und einen Geldbetrag von 5.000 Euro pro Monat kalkuliert, der genießt erst mit 3 Mio. Euro seine finanzielle Freiheit. Wir erkennen sehr schnell, dass verschiedene Annahmen zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Das ist für heute eine sehr wichtige Erkenntnis. Allerdings liefere ich dir noch zwei weitere Faktoren, die bestimmen, welches Vermögen du für die finanzielle Freiheit einkalkulieren musst. Meiner Meinung nach werden sie viel zu selten thematisiert.
Mit diesem Vermögen in die finanzielle Freiheit: Deine realistische Rendite!
Fangen wir mit einem ganz wichtigen Aspekt an. Das Vermögen definiert sich durch die Rendite. Keine Frage, das haben wir bereits in unseren ersten Rechenbeispielen gesehen. Meiner Meinung nach sollten wir aber nicht ganz fahrlässig mit 4 % oder 2 % kalkulieren. Wir sollten ein Gespür dafür bekommen, was für uns in der finanziellen Freiheit ein realistischer Wert für eine Entnahme sein kann.
Viele werden vermutlich auch die Dividende setzen, um sich selbst mit einem passiven Einkommen zu versorgen. Entscheidend ist hier jedoch vor allem, welche durchschnittliche Dividendenrendite du über dein gesamtes Depot erreichen kannst. Zwischen einer Realty Income mit 5 % Dividendenrendite und einer Aktie wie Waste Management mit gerade einmal 1,7 % liegen Welten. Stell‘ dir vor, wie das aussieht, wenn du vielleicht 30 verschiedene Dividendenaktien in deinem Depot sammelst.
Ein Wert von 3,35 % kann so beispielsweise unterm Strich herauskommen, wenn du dein jetziges Depot betrachtest. Würdest du deine Dividendenaktien mit Stand heute einfach hochschrauben, wäre exakt dieser Wert aber äußerst relevant für dich und deine finanzielle Freiheit. Denn es macht einen großen Unterschied, ob du mit 3 % oder 4 % kalkulierst. Da geht es manchmal um sechsstellige oder gar siebenstellige Beträge. Konzentriere dich daher ruhig auf ein Gefühl dafür, welche Rendite du möglichst realistisch erzielen kannst. Welche Rendite in deinem Depot schon erzielbar erscheint. Das definiert, mit welchem Vermögen du die finanzielle Freiheit erreichst.
Deine Kosten = deine Notwendigkeiten
Wir sind schnell dabei, die finanzielle Freiheit als abstrakten Geldbetrag darzustellen. Ab 3.000 Euro passivem Einkommen haben wir es geschafft. Für einige von uns mag das gelten. Für andere hingegen nicht. Das zeigt, dass wir unser Ziel nicht nur an einem Geldbetrag aufhängen sollten. Wir müssen den gleichzeitig auch mit Leben füllen.
Denn was benötigen wir wirklich, um die finanzielle Freiheit zu erreichen? Unsere Kosten für Wohnen, Lebensmittel, Mobilität, Unterhaltung und für Versicherungen müssen abgedeckt sein. Vielleicht auch mehr, wenn dir noch etwas einfällt und welche Kosten real bei dir existieren. Das kann die Ausbildung des Nachwuchses umfassen. Oder deren Unterstützung. Im Endeffekt sehen wir, dass die finanzielle Freiheit hier sehr unterschiedlich aussehen kann. Wer in einem kleinen Dorf im Sauerland lebt, hat vielleicht bedeutend geringere Kosten, als jemand in München, Frankfurt oder auch Berlin. Allein die Wohnkosten unterscheiden sich hier deutlich.
Mein Rat an dich ist daher: Deine finanzielle Freiheit sollte dein Leben, deine Kosten und deine Notwendigkeiten widerspiegeln. Hiernach solltest du dein benötigtes Vermögen planen. Nicht nach abstrakten Geldbeträgen, die dir in der Praxis womöglich wenig bringen oder kaum ausreichen.
Deine finanzielle Freiheit: Ein Vermögen mit Puffer!
Zu guter Letzt halte ich es für sehr ratsam, Puffer einzubauen. Sie schmerzen. Sie verzögern den Prozess. Gerade auf den letzten Metern tut es besonders weh, wenn wir für ein „Vielleicht“ noch etwas mehr vorsorgen müssen. Obwohl wir ein eigentlich berechnetes Ziel bereits erreicht haben. Puffer sind meiner Meinung nach aber mit am wichtigsten. Ansonsten läufst du Gefahr, an die Substanz gehen zu müssen, sodass dein Vermögen im schlechtesten Fall nicht ausreicht.
Wofür sind Puffer ratsam? Persönlich würde ich mit einem bis zu 10 %igen Puffer planen, um einfach auf Nummer sicher zu gehen. 10 % sollten außerdem für mögliche Dividendenkürzungen eingeplant werden. Oder für schwierige Zeiten, damit man Rücklagen bilden kann. Sowie weitere 5 % bis 10 %, um höhere Lebenshaltungskosten durch mehr Freizeit abzubilden. Das bedeutet, dass ein guter Puffer zwischen 20 % und 30 % des benötigten Vermögens zusätzlich ausmachen sollte.
Keine Frage: Das ist ein hoher Wert. Aber was ist die Alternative? Dass die Inflation für weniger Kaufkraft und Möglichkeiten sorgt? Dass du bei einer Dividendenkürzung plötzlich im Alltag sparen musst? Oder dass du dein Vermögen aufzehrst und in den Folgejahren deutlich weniger entnehmen kannst? Keine guten Alternativen. Deshalb sind solche Sicherheitsvorkehrungen essentiell.
Wenn du all das berücksichtigst, kannst du dir dein benötigtes Vermögen ausrechnen. Der Geldbetrag wird sicherlich hoch sein. Aber, bedenke: Es geht auch um das sehr große Ziel der finanziellen Freiheit.
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Vincent besitzt Aktien von Realty Income. Aktienwelt360 empfiehlt Aktien von Realty Income und Waste Management.